Neuigkeiten 2017


9.2.2017

save the date - 29.4.2017

Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge im Stalag X B Sandbostel

Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung // Foto: Lewke-Björn Rudnick, 29.4.2015
Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung // Foto: Lewke-Björn Rudnick, 29.4.2015

Die Veranstaltung beginnt am Samstag den 29. April 2017 um 16.00 Uhr auf dem ehemaligen Lagerfriedhof, der heutigen Kriegsgräberstätte Sandbostel (Beverner Str. in 27446 Sandbostel). Um 17.30 Uhr wird die Veranstaltung in der ehemaligen Lagerküche in der Gedenkstätte fortgesetzt. Enden wird die Veranstaltung um 19.00 Uhr mit einem Gedenkgottesdienst in der Lagerkirche.
Wir möchten Sie herzlich einladen an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. In diesem Jahr ist ein Schwerpunkt der Veranstaltungen das Schicksal der KZ-Häftlinge im Kriegsgefangenenlager (Stalag) X B Sandbostel. Das genaue Programm wird noch gesondert bekannt gegeben.


6.2.2017

Basisinformationen auf der Homepage jetzt in acht Sprachen abrufbar

Ein Jahr nach dem Relaunch der Gedenkstättenhomepage sind die grundlegenden Basisinformationen jetzt auch in sieben weiteren Sprachen abrufbar. Über den Button „More languages“ oder über eine kleine Leiste mit Nationalfahnen am linken Rand der Homepage gelangen geneigte Besucherinnen oder Besucher zu den jeweiligen Übersetzungen. Angeboten werden aktuell: Englisch, Französisch, Hebräisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch und Russisch.
Mit diesen Sprachen ist der Großteil der nationalen Gefangenengruppen im Kriegsgefangenenlager Sandbostel abgedeckt. Dadurch wird nun den Angehörigen der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge in einer Vielzahl von Ländern ermöglicht, individuell Informationen zum Stalag X B und zu der heutigen Gedenkstätte in der Muttersprache zu erhalten und einen eventuellen Besuch vorzubereiten.
Zudem zeigt die Mehrsprachigkeit auch die Internationalität des historischen Orts und der Gedenkstätte Lager Sandbostel.


23.1.2017

Festakt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Gedenkstättenverein Sandbostel e.V.

Dr. Klaus Volland, bei der Begrüßung in Ostel in Bremervörde // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017
Dr. Klaus Volland, bei der Begrüßung in Ostel in Bremervörde // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017

Knapp 100 Gäste konnte der Vorsitzende des Gedenkstättenvereins Sandbostel, Dr. Klaus Volland, am 20. Januar anlässlich des 25-jährigen Jubiläums zu einem Festakt in Bremervörde begrüßen.

In Grußworten würdigten der Vorsitzende des niedersächsischen Landesverbandes des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der ehemalige niedersächsische Kultusminister Prof. Rolf Wernstedt, das Ehrenmitglied des Gedenkstättenverein und Tochter des in Sandbostel verstorbenen KZ-Häftling Erich Kleeberg, Ruth Gröne und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Lager Sandbostel, Detlef Cordes, die unermüdliche und bedeutende Arbeit des Gedenkstättenvereins.

„Erkenntnis statt Bekenntnis. Zur Zukunft der Gedenkstättenarbeit“. So betitelte Dr. Jens-Christian Wagner, der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, seinen Festvortrag, in dem er betonte, dass es bei der heutigen Gedenkstättenarbeit nicht um bloße Affirmation oder Appellation gehen kann, sondern das Reflexion im Mittelpunkt des heutigen Umgangs mit der NS-Geschichte stehen muss.
Es geht, so Wagner, darum, selbst bestimmte Reflexion der Vergangenheit und historisches Urteilsvermögen zu lernen.

Dr. Klaus Volland (rechts), ehrt mit Detlef Cordes, Christa Steffens und Werner Zeitler (von links), drei verdiente Mitglieder für ihren Einsatz // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017
Dr. Klaus Volland (rechts), ehrt mit Detlef Cordes, Christa Steffens und Werner Zeitler (von links), drei verdiente Mitglieder für ihren Einsatz // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017

Zum Abschluss des Festaktes würdigte der Vorsitzende des Gedenkstättenvereins, Dr. Klaus Volland, verdiente Vereinsmitglieder die sich unermüdlich ehrenamtlich in und für die Gedenkstätte Lager Sandbostel engagierten. Christa Steffens hat in mehreren Jahren die gesamte Gedenkstättenbibliothek inventarisiert und im GBV verzeichnet. Werner Zeitler bietet zweiwöchentlich öffentliche Rundgänge an und pflegt unermüdlich das Gedenkstättengelände und der Architekt Detlef Cordes ist  für den Gedenkstättenverein im Vorstand der Stiftung Lager Sandbostel. Hier nimmt der den Vorsitz ein und engangiert sich umfassend für den Erhalt der historischen Bausubstanz.

Die einfühlsame musikalische Rahmung erfolgte durch Lieder zur Gitarre von Christina Schmidt aus Eitze. Nach dem ergreifenden Lied der Moorsoldaten endete der Festakt und Klaus Volland konnte die Gäste zu einem Sektempfang einladen.

Prof. Rolf Wernstedt, Dipl. Ing. Detlef Cordes, Elke Twesten MdL, Dr. Klaus Volland und Dr. Jens-Christian Wagner (von links) // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017
Prof. Rolf Wernstedt, Dipl. Ing. Detlef Cordes, Elke Twesten MdL, Dr. Klaus Volland und Dr. Jens-Christian Wagner (von links) // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017
Das Ehrenmitglied des Gedenkstättenvereins, Ruth Gröne bei ihrer nachdenklichen Ansprache // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017
Das Ehrenmitglied des Gedenkstättenvereins, Ruth Gröne bei ihrer nachdenklichen Ansprache // Foto: Andreas Ehresmann, 20.01.2017


15.1.2017

Erklärung der 5. bundesweiten Gedenkstättenkonferenz

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 5. Bundesweiten Gedenkstättenkonferenz haben sich vom 7. bis 9. Dezember 2016 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln mit dem Thema „Forschung in Gedenkstätten – Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung“ beschäftigt. Die Gedenkstättenkonferenz setzt sich zusammen aus der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland und dem FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und –initiativen, das derzeit 264 haupt- und ehrenamtlich betreute  Gedenkstätten und Erinnerungsorte vertritt.

Die 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Einrichtungen aller Bundesländer stimmten darin überein, dass die Arbeit moderner Gedenk- und Dokumentationsstätten zwingend auf den Grundlagen zeithistorischer Forschung basieren muss. Nur dann können sie den sich fortwährend ändernden Fragestellungen nachwachsender Generationen gerecht werden, nur dann können sie jeden Versuch der politischen Instrumentalisierung des Gedenkens widerstehen. Universitäten und Forschungseinrichtungen sind dabei wichtige Partner der Gedenkstätten, aber ihre immanenten Forschungslogiken lassen sich nur selten mit den konkreten Forschungsbedürfnissen der Gedenkstätten vereinbaren. Die Mitglieder der Gedenkstättenkonferenz stellen einhellig fest, dass die Geschichte des NS-Regimes und seines Terrors keinesfalls „auserzählt“ ist. Deshalb fordern sie, dass neben der institutionellen Förderung „national bedeutsamer“ Gedenkstätten sowie der befristeten Projektförderung der Bundesgedenkstättenkonzeption eine Stiftung gebildet wird, die regelmäßig Forschungsprojekte kleiner wie großer Gedenkstätten unterstützt. Damit stünde dann auch den Gedenkstätten für die Opfer des NS-Regimes und den Dokumentationsstätten zur NS-Geschichte ein der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur äquivalentes Förderinstrument zur Verfügung.

Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag Siegmund Ehrmann diskutierten die Mitglieder der Gedenkstättenkonferenz auch weitere Fragen der Entwicklung der Erinnerungskultur und der Gedenkstättenförderung durch Bund, Land und Kommunen. Sie verständigten sich darauf, im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl mit den im Bundestag vertretenden Fraktionen über eine Fortentwicklung der gegenwärtigen Bundesgedenkstättenkonzeption zu sprechen.

 

Siehe dazu auch: Homepage des Gedenkstättenforum