Veranstaltungen Januar bis Dezember 2022


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 24. Juli 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Henning Schütt
Foto: Henning Schütt

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 10. Juli 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Henning Schütt
Foto: Henning Schütt

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Vortrag von Appolinaire Akpene Apetor-Koffi (Denkort Bunker Valentin)
Nordafrikanische Zwangsarbeiter der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge und in den zugehörigen Lagern 1943-45
Montag, 4. Juli, 18.00 Uhr

Treffpunkt: Bernard Le Godais-Saal

Appolinaire Apetor-Kofi widmet sich in seinem Vortrag den Spuren von in Nordafrika geborenen Menschen, die beim Bau des U-Boot-Bunkers Valentin in Bremen-Farge unter Zwang arbeiten mussten. Mehr als 30 Namen konnte er nach intensiver Recherche in einem Erinnerungsbuch zusammentragen. Einige von ihnen kamen aus dem zivilen Internierungslagerteil des Stalag X B oder dem Marlag/Milag-Nord Westertimke. Andere wurden im April 1945 mit Todesmärschen aus dem KZ Farge nach Sandbostel gebracht.
Auch wenn das Bild der zwanzigmonatigen Geschichte der größten Rüstungsbaustelle in Bremen wohl nie vollständig sein wird, so lässt sich doch der gewohnte Blickwinkel erweitern. Mithilfe neuer Erkenntnisse über zusätzliche Herkunftsgeschichten und den darin verborgenen Verflechtungen entstehen Fragen, die bislang nicht gestellt wurden, werden Personen sichtbar, die bislang nicht gesehen wurden.

Appolinaire Akpene Apetor-Koffi arbeitet seit 2017 als freier Mitarbeiter am Denkort Bunker Valentin in Bremen-Farge. Er ist im Bereich der Recherchen – insbesondere über die Koloniale Verflechtung – und der historischen Vermittlung tätig. Außerdem gestaltete er das Projekt Multi-peRSPEKTif mit.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 26. Juni 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Die Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener und ihre Bedeutung heute
Eine szenische Lesung anläßlich des 81. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion mit anschließender Diskussion

Mittwoch den 22. Juni, 18.00 Uhr

Treffpunkt: ehemalige Lagerküche A, Greftstr. 7

Bildbeschriftung auf der Rückseite: "sterbende Sowjets. Ein alltägliches Bild". Foto: Robert V., undatiert
Bildbeschriftung auf der Rückseite: "sterbende Sowjets. Ein alltägliches Bild". Foto: Robert V., undatiert

Der 22. Juni 1941 markiert den Beginn eines beispiellosen Weltanschauungs- und Ver-nichtungskriegs. 5,7 Millionen Rotarmist*innen gerieten im Verlauf dieses von der Wehrmacht mit äußerster Brutalität geführten Krieges in deutsche Kriegsgefangenschaft. Mehr als die Hälfte der sowjetischen Kriegsgefangenen überlebt die Kriegsgefangenschaft nicht. Aktuell sind die Namen von 4.697 sowjetischen Kriegsgefangenen bekannt, die anonym in Massengräbern auf dem ehemaligen Lagerfriedhof verscharrt wurden. Vermutlich ruhen in den Gräbern weit mehr Opfer.
Am Abend des 81. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion gestalten Mitglieder des Gedenkstättenvereins Sandbostel in Kooperation mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel eine Lesung, in deren Mittelpunkt die Erfahrungsberichte ehemaliger sowjetischer Kriegsgefangener wie auch die Umstände ihrer Gefangenschaft stehen werden. Eindrucksvoll zeigen die Texte, wie diese Veteranen den Kriegsbeginn, ihre Gefangennahme, die extremen Transportbedingungen in das Deutsche Reich und den erbarmungslosen Umgang der Wachsoldaten und teilweise auch der Zivilbevölkerung mit den sowjetischen Kriegsgefangenen in ihrer Erinnerung wach werden lassen. Ihre Beiträge zeigen aber auch Beispiele der Mitmenschlichkeit und Hilfe.

Angesichts des Krieges in der Ukraine möchten die Mitwirkenden einen Anstoß und den Raum geben, gemeinsam darüber nachzudenken und zu diskutieren, welche Bedeutung die Erinnerung an diese welthistorische Katastrophe für die Gestaltung eines friedlichen Europas haben kann.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. in Kooperation mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel. Mitwirkende: Gaby Reetz, Laura Keiser, Thomas Grunenberg


Vortrag von Dr. Lars Hellwinkel, Gedenkstätte Lager Sandbostel

Spurensuche im Elbe-Weser-Dreieck

Donnerstag, den 16. Juni, 18.00 Uhr, Bernard Le Godais-Saal (Veranstaltungsraum in der ehemaligen katholischen Kirche), Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel hat bereits zum 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 2020 die Gräber ehemaliger Kriegsgefangener des Stalag X B Sandbostel erfasst. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Recherchearbeiten und stellt ausgewählte Gräber und Schicksale von Kriegsgefangenen aus Arbeitskommandos im ehemaligen Verwaltungsgebiet des Stalag X B zwischen Weser und Elbe vor.


Sowjetische Kriegsgefangene im Stalag X B - Themenrundgang anlässlich des 81. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.

Sonntag den 12. Juni, 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuartiger Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Den sowjetischen Kriegsgefangenen wurden jegliche Rechte der Genfer Konventionen abgesprochen und Millionen starben an den erbarmungslosen und völkerrechtswidrigen Verhältnissen.

Im Oktober 1941 trafen die ersten sowjetischen Kriegsgefangenen in Sandbostel ein. Insgesamt sollten es 70.000 Rotarmist:innen werden, die das Stalag X B Sandbostel zwischen 1941 und 1945 durchliefen. Die sowjetischen Soldaten waren die zweitgrößte Gefangenengruppe im Stalag X B. Systematisch wurden ihnen jegliche Rechte der Genfer Konvention vorenthalten. Mangelhafte Ernährung, Unterbringung und Gesundheitsversorgung führten zu einem Massensterben. Bei dem Rundgang werden verschiedene bedeutenden Orten und Gebäuden im ehemaligen Lagerteil für die sowjetischen Kriegsgefangenen besucht, darunter das Krankenrevier und die “Russenküche”.


Theaterwochende zum Thema "Haltung zeigen"

Freitag, 10. Juni bis Sonntag, 12. Juni 2022

externer Veranstaltungsort: Evangelisches Bildungszentrum Bad Bederkesa

Mit den Theaterpädagog*innen, Gaby Reetz (u.a. Regisseurin) und Michael Freitag-Parey (Friedenspädagoge Gedenkstätte Lager Sandbostel)
Angesichts zunehmender Tendenzen von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung nutzt das Seminar die kreativen Mittel des Theaters, um sich ein kritisches, reflektierendes und handlungsorientiertes Bewusstsein zu erarbeiten, das Ängste und Unsicherheiten abbaut, um einen eigenen Standpunkt zu beziehen und auf mutige Art und Weise Haltung zu zeigen.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V.


FeierArbeit

Mittwoch, 8. Juni 2022, Treffpunkt: Foyer im Hauptausstellungsgebäude

Praktisches Arbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte, ins Gespräch kommen, miteinander essen, sich vernetzten und den Abend miteinander "feiern".

Das gemeinsame Arbeiten beginnt um 17.00 Uhr. Es ist möglich, auch später noch hinzuzukommen.

Anmeldung: m.freitag-parey (at) stiftung-lager-sandbostel.de


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 22. Mai 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Die an dem Tag gültigen Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus sind einzuhalten!


„Museen mit Freude entdecken“
45. Internationaler Museumstag des International Council of Museums (ICOM) am 15. Mai 2022, 11.00-17.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Die Gedenkstätte beteiligt sich erneut an dem vom Internationalen Museumsrat ausgerichteten Museumstag. Nach zwei Jahren digitaler Präsenz besteht am 15. Mai wieder die Möglichkeit die Gedenkstätte am Internationalen Museumstag vor Ort zu besuchen. An dem Tag sind viele der historischen Gebäude geöffnet. In begleiteten Rundgängen besteht die Möglichkeit, auch in Gebäude und Arbeitsbereiche zu schauen, die sonst nicht zugängig sind, und Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten in einer Gedenkstätte geben.

 Programm :
- 11.00 bis 16.00 Uhr: Stündlich öffentliche Rundgänge
- 14.00 Uhr: Themenrundgang: Kultur im Kriegsgefangenenlager - Themenrundgang mit Musik (siehe unten)

 

Eine Anmeldung zu den Rundgängen ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir weisen darauf hin, dass die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind.


Kultur im Kriegsgefangenenlager - Themenrundgang am Internationalen Museumstag mit Musik am Sonntag den 15. Mai, um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Musizierende französische Kriegsgefangene in einem Arbeitskommando. GLS
Musizierende französische Kriegsgefangene in einem Arbeitskommando. GLS

Auch in der Kriegsgefangenschaft gab es vielfältige kulturelle Aktivitäten. Teils von der Wehrmacht geduldet oder gefördert, teils heimlich ausgeübt. Bei dem Themenrundgang wird über Kunsthandwerk und Malerei, häufig eingetauscht gegen Lebensmittel sowie über Theateraufführungen und Musikveranstaltungen erzählt. Musikalisch begleitet wird der Rundgang an ausgewählten Stellen durch das Duo "Capella Cecilia" mit Andrea Breimeier (Querflöte) und Angela Steuer (Violine).


Denkgottesdienst

gut:jetzt! - Zeit für Frieden

Sonntag, 8. Mai 2022, 18.00 Uhr, historische Lagerküche der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Gottesdienst/Werkstatt/Forum - mitmachen/feiern/auftanken

„gut:jetzt“ ist eine Veranstaltung der kirchlichen Friedens- und Gedenkstättenarbeit des Ev.-luth. Kirchenkreises Bremervörde-Zeven und der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Lamberti in Selsingen.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 8. Mai 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Die an dem Tag gültigen Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus sind einzuhalten!


Fotoworkshop mit Carsten Karstensen

Fotografieren lernen - Sehen lernen

Freitag, 6. und Samstag 7. Mai 2022, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

In dem Workshop vermittelt Carsten Karstensen, der ehrenamtlich in der Gedenkstätte Lager Sandbostel arbeitet, das Basiswissen, um in typischen Fotosituationen das Bild im Kopf auch zum Bild auf der Speicherkarte zu machen. Neben den elementaren Grundlagen der Fotografie werden die verschiedenen Einstellmöglichkeiten der Kamera und die Wirkung auf die Bilder behandelt. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Teilnehmenden völlige Anfänger oder fortgeschrittene Amateure sind. Der Kurs startet am Freitag um 13.00 Uhr und endet am Samstag um 18.00 Uhr. Er wendet sich an alle, die ihre Kamera besser kennenlernen und verstehen wollen.

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

Schwerpunkte am ersten Tag sind die Grundlagen der Fotografie, die korrekte Belichtung (Blende, Belichtungszeit und ISO), die Bestimmung von Schärfe und Bewegungsunschärfe, der Weißabgleich sowie eine kleine Kamera- und Objektivkunde.

Der zweite Tag startet mit den Grundlagen der Bildgestaltung. Dabei wird Basiswissen für die kreative und ästhetische Gestaltung von Fotografien vermittelt. Um die Theorie praxisnah umzusetzen, wird zum Abschluss intensiv fotografiert. Dabei dient die Gedenkstätte Lager Sandbostel bei Bremervörde als Hintergrund des praktischen Teils. Die Geschichte des Lagers als historischem Ort wird in den Fokus genommen und die Teilnehmenden arbeiten mit eigenen Aufnahmen zur Vergangenheit des Lagers.

Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos, eine Spende für die Arbeit der Gedenkstätte Lager Sandbostel kann erfolgen. Anmeldung: c.karstensen (at) stiftung-lager-sandbostel.de


Gedenkveranstaltung anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge im Stalag X B Sandbostel

29. April 2022, 16.00 Uhr (Kriegsgräberstätte Sandbostel), 17.30 Uhr (Gedenkstätte Lager Sandbostel), 19.00 Uhr (ev.-luth. Lagerkirche)

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie und der dadurch bedingten digitalen Gedenkveranstaltungen können wir nun am 29. April endlich wieder auf dem Lagerfriedhof und in der Gedenkstätte zusammenkommen, um gemeinsam der Befreiung des Lagers und der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge zu gedenken, die im Stalag X B Sandbostel gelitten haben und gestorben sind. Wir freuen uns, dass bereits viele Gäste aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika ihr Kommen zugesagt haben. Wir beginnen die traditionell dreigeteilte Gedenkveranstaltung um 16.00 Uhr auf dem Lagerfriedhof (heute „Kriegsgräberstätte Sandbostel“). Um 17.30 Uhr setzten wir die Veranstaltung in der ehemaligen Lagerküche in der Gedenkstätte fort und um 19.00 Uhr findet dann ein Gedenkgottesdienst in der ev.-luth. Lagerkirche statt. Die Veranstaltungen auf dem Lagerfriedhof, in der Gedenkstätte und in der Lagerkirche sind öffentlich. Sie sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Das Programm finden Sie unten folgend.

In diesem Jahr freuen wir uns insbesondere, dass der ehemalige Angehörige der polnischen Heimatarmee und Kämpfer im Warschauer Aufstand Janusz Pilchowski an der Gedenkveranstaltung teilnehmen wird. Janusz Pilchowski wurde am 29. April 1945 im Alter von 15 Jahren von britischen Truppen im Stalag X B befreit und lebt heute in Großbritannien. Zudem werden Mark Pedri aus den Vereinigten Staaten von Amerika und Ivan Vasilev aus Russland zu uns sprechen. Der Großvater von Mark Pedri, Silvio Pedri, war als US-amerikanischer Soldat und der Urgroßvater von Ivan Vasilev, Grigoriy Semikolennykh, als sowjetischer Soldat im Kriegsgefangenenlager Sandbostel gefangen. Weiter wird an der Gedenkveranstaltung auch eine Delegation der britischen Grenadier Guards teilnehmen. Einheiten der Grenadier Guards befreiten das Stalag X B am 29.4.1945.
Aufgrund des völkerrechtswidrigen Kriegs Russland gegen die Ukraine haben wir uns in diesem Jahr entschieden, die konsularischen Vertretungen der Russischen Föderation und der Republik Belarus nicht zu der Veranstaltung einzuladen. Sie finden unsere Erklärung hier. Bei den Kranzniederlegungen werden die entsprechenden Kränze von jungen Menschen aus Russland und Belarus niedergelegt.
Wir freuen uns, wenn wir Sie am 29. April an der Gedenkveranstaltung teilnehmen und wir sie in Sandbostel begrüßen dürfen.

 

Programm der Gedenkveranstaltung zum 77. Jahrestag der Befreiung des Stalag X B Sandbostel:
16.00 Uhr, Lagerfriedhof/Kriegsgräberstätte Sandbostel (Beverner Str. ohne Nr., 27446 Sandbostel)
· Begrüßung Günther Justen-Stahl, Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel
· Grußwort Marco Prietz, Landrat des Landkreises Rotenburg (Wümme)
· Markus Steinmetz, Referatsleiter MI und Ltd. Ministerialrat, Land Niedersachsen
· Multireligiöse Gebetsreihe (bisher haben je ein ev.-luth., kath., russ.-orth. und ein musl. Geistlicher zugesagt)
· Kranzniederlegung

17.30 Uhr, ehemalige Lagerküche in der Gedenkstätte Lager Sandbostel (Greftstr. 7, 27446 Sandbostel)
· Begrüßung Andreas Ehresmann, Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel
· Grußwort Peter Schuurman, Generalkonsul des Königreichs der Niederlande, Düsseldorf
· Rede Mark Pedri, Enkel des ehem. amerikanischen Kriegsgefangenen Silvio Pedri, USA
· Rede Ivan Vasilev, Urenkel des sowjetischen Kriegsgefangenen Grigoriy Semikolennykh und Vorstandsmitglied der regionalen Vertretung der Geschichts- und Menschenrechtsorganisation "Memorial" in Perm, Russland
· Rede Janusz Pilchowski, ehemaliger polnischer Kriegsgefangener, Großbritannien
· Musikalische Begleitung: Stasya Zubova, Solo-Violine
· Kranzniederlegung

19.00 Uhr, Lagerkirche (Greftstr., 27446 Sandbostel)
· Gedenkgottesdienst mit: Wilhelm Helmers, Superintendent des ev.-luth. Kirchenkreis Bremervörde-Zeven (Ansprache), Manfred Thoden, Pastor der St. Lamberti-Kirchengemeinde Selsingen und Friedenspädagoge Michael Freitag-Parey.

 

Hintergrund:
Bis zum Kriegsende durchliefen mehr als 313.000 Gefangene aus der ganzen Welt den Lagerkomplex des Stalag X B Sandbostel. Ihre Behandlung war in völkerrechtlichen Verträgen geregelt, doch waren systematische Verstöße an der Tagesordnung. Den sowjetischen Soldaten verweigerte die Wehrmacht jeglichen Schutz durch das Kriegsvölkerrecht. Tausende von ihnen starben an Hunger und Krankheiten, die genaue Zahl, ist bis heute nicht bekannt. Im April 1945 kamen etwa 9.500 Häftlinge aus dem kurz zuvor geräumten KZ Neuengamme und einigen Außenlagern im Bremer Raum nach Sandbostel. Trotz der verzweifelten Bemühungen des internationalen Widerstandskomitees der Kriegsgefangenen den KZ-Häftlingen in den Tagen vor der Befreiung zu helfen, starben Tausende an Krankheiten, Erschöpfung und unmittelbarer Gewalt durch die Wachmannschaften. Die britische Armee befreite am 29. April 1945 14.000 Kriegsgefangene und 7.000 KZ-Häftlinge. Die Soldaten fanden insbesondere in dem Bereich, in dem die KZ-Häftlinge untergebracht waren, katastrophale Bedingungen vor. Nach der Befreiung versuchte das britische Royal Army Medical Corps den befreiten KZ-Häftlingen zu helfen, aber es starben auch nach der Befreiung noch über 500 KZ-Häftlinge an Erschöpfung, Auszehrung und an Infektionskrankheiten. Die Toten wurden zunächst in Massengräbern um das Lager herum bestattet. Diese Gräber wurde zwischen 1954 und 1956 aufgelöst und auf den Lagerfriedhof umgebettet.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 23. April 2022 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Filmveranstaltung

Dear Sirs. A Personal Journey Through World War Two 75 Years Later

Dokumentarfilm, Regie: Mark Pedri, USA 2021, 93 Min.

Freitag, 22. April, 19.30 Uhr

externer Veranstaltungsort: Kulturbühne, Bremer Straße 11, Bremervörde

„Mein Großvater sagte immer, wenn es sich lohnt, etwas zu tun, dann lohnt es sich auch, es richtig zu tun.“

Ein junger Mann entdeckt das Privatarchiv seines Großvaters, Silvio Pedri, in dem sein leidvoller Weg als US-amerikanischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg festgehalten ist. 75 Jahre danach macht er sich aus Wyoming kommend mit dem Fahrrad auf den Weg, um die Spur quer durch Deutschland zu verfolgen und die Geschichte des Mannes, der ihn aufgezogen hat, zu verstehen.
Der Film wird in der Originalfassung auf Englisch mit deutschen Untertiteln gezeigt. Anschließend Gespräch mit Regisseur Mark Pedri und Produzentin Carrie McCarthy.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit TANDEM e.V. und der Bremervörder Beschäftigungsgesellschaft - Eintritt frei.


Themenrundgang: Die Befreiung des Stalag X B und die Rettungsmaßnahmen der britischen Armee

Sonntag, 17. April 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Während des Rundgangs wird zu verschiedenen für die Befreiung bedeutenden Orten in der Gedenkstätte, aber auch im heutigen Gewerbegebiet, gegangen und die Situation während der Befreiung und bei den frühen Rettungsmaßnahmen der britischen Armee aufgezeigt.
Dauer etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 10. April 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Gedenkveranstaltung zur Einweihung dreier Stelen zur Erinnerung an den Todesmarsch Farge - Sandbostel
10. April 2022, 12.15 Uhr, Treffpunkt/Start der Fahrradtour an der Stele in Uthlede, Buswendeplatz, 27628 Uthlede. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Mit der Gedenkveranstaltung werden wir der Menschen gedenken, die vor 77 Jahren in den letzten Kriegstagen vom 10. - 13. April 1945 unter großen Verlusten zu Fuß von Bremen-Farge bis zum Bahnhof Bremervörde getrieben wurden und von dort nach Neuengamme oder in das Stalag X B Sandbostel transportiert wurden, wo viele von ihnen in den nächsten Tagen und Wochen starben. Die Gedenkstätte Lager Sandbostel wird diesen Weg nun durch Stelen in den Dörfern kenntlich machen, durch den die KZ-Häftlineg marschieren mussten. Die ersten beiden Stelen in Schwanewede und Meienburg sind bereits vor zwei Wochen aufgestellt worden, drei Stelen werden am 10. April eingeweiht, zehn weitere Stelen werden in den nächsten Wochen folgen.

Siehe auch: https://www.weser-kurier.de/landkreis-cuxhaven/gemeinde-hagen/drei-stelen-in-der-gemeinde-hagen-gedenken-an-todesmarsch-von-1945-doc7kfj4eark1kd06yu8jq

Programm:
12:15 Uhr Start der Fahrradtour an der Stele in Uthlede, Buswendeplatz
13:00 Uhr Pause an der Stele in Hagen, Amselweg/Amtsdamm mit Ansprache
13:30 Uhr Ankunft in Bramstedt an der Stele
14:00 Uhr Feierstunde zur Einweihung der Stelen mit Begleitung durch den Posaunenchor Bramstedt
14:45 Uhr Kaffee und Butterkuchen im Niedersachsenhaus


Публичная экскурсия с русским переводом | Öffentlicher Rundgang mit russischer Übersetzung

Воскресенье, 3 апреля, 14.00 | Sonntag, 3. April, 14.00 Uhr, Место встречи: выставочное помещение

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

Введение в историю шталага X B Сандбостель, лагеря для военнопленных, где были интернированы 70 000 пленных красноармейцев. Мы посетим часть территории бывшего лагеря и сохранившиеся с того времени здания. После этого можно будет осмотреть нашу постоянную экспозицию (на немецком и английском языках).

 

Экскурсия будет проводиться на немецком языке с последовательным переводом на русский.

Der Rundgang findet auf Deutsch statt und wird konsekutiv ins Russische übersetzt. Dementsprechend können russisch- und deutschsprachige Menschen gemeinsam teilnehmen.


Donnerstag, 31. März, 19.00 Uhr
Online-Filmeranstaltung mit Gespräch: Appelez-moi Madame

Ovida Delect (rechts) mit ihrer Ehefrau Huguette.
Ovida Delect (rechts) mit ihrer Ehefrau Huguette.

Ein „fiktionaler Dokumentarfilm“ von Françoise Romand, Frankreich 1986, 50 Min.
Der Film „Appelez-moi Madame“ („Nennen Sie mich Madame“) ist ein provokantes und einprägsames Werk. Es ist ein vielschichtiges Porträt von Ovida Delect, einer kommunistischen Dichterin und Romanautorin, die in der Nähe von Rouen lebt und fast 40 Bücher veröffentlicht hat. Als Mitglied des französischen Untergrunds wurde Ovida Delect mit 17 Jahren von der Gestapo verhaftet, gefoltert und in das KZ Neuengamme deportiert. Von dort gelangt Ovida Delect mit einem der Todesmärsche in das Kriegsgefangenenlager Stalag X B Sandbostel, wo in einem Lagerteil 9.500 KZ-Häftlinge weitgehend sich selbst überlassen werden. Im Alter von 55 Jahren vollzieht Ovida Delect ihre Transition und lebt fortan öffentlich als Frau.

Der Film wird in der Originalfassung auf Französisch mit englischen Untertiteln gezeigt. Anschließend Gespräch mit der Regisseurin Françoise Romand. Eine Veranstaltung zum International Transgender Day of Visibility. Anmeldung über j.dohrmann (at) stiftung-lager-sandbostel.de


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 27. März 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Spanier in den Lagern. Spanische Republikaner in französischen Internierungslagern 1939 - 1942. Fotografien von Paul Senn" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Wanderausstellung der Arolsen Archives

#LastSeen. Bilder der NS-Deportationen.

Donnerstag, 25. März – Mittwoch, 6. April 2022, Parkplatz der Gedenkstätte

Quelle: Stadtarchiv München DE-1992-FS-NS-00013
Quelle: Stadtarchiv München DE-1992-FS-NS-00013

Im Zentrum der Ausstellung #LastSeen. Bilder der NS-Deportationen stehen Bilder der Deportationen aus dem Deutschen Reich zwischen 1938 und 1945. Die Deportationen spielten sich vor den Augen der Bevölkerung ab. Häufig gab es dabei Zuschauer*innen und es entstanden Bilder, die hohen dokumentarischen Wert haben. Bisher sind rund 550 Fotos von NS-Deportationen aus etwa 50 Orten bekannt. Die Initiative #LastSeen stellt daher die Fragen: Wer weiß mehr über die Fotos? Wer ist abgebildet? Wer hat noch Fotos? Gemeinsam sollen Bilder und Wissen zusammengetragen werden.

Mit einem historischen LKW als Ausstellungsraum geht #LastSeen. Bilder der NS-Deportationen ab Januar 2022 auf Tour. Über Treppen gelangen die Besucher*innen in die Ausstellung, die auf einem historischen LKW montiert ist.

Der historische LKW bei der Eröffnung der Wanderausstellung in München.
Der LKW bei der Eröffnung in München.

Die Ausstellung soll wie das Gesamtprojekt #LastSeen forschendes und entdeckendes Lernen unterstützen. Ein Ziel des Projekts ist, an einer bewussten und aktiven Erinnerung an die NS-Zeit mitzuwirken. Dazu gehört auch, eine Brücke ins Heute zu schlagen. Denn ausgehend von den Deportationen damals – von dem Verhalten der Zeug*innen – ist es naheliegend darüber nachzudenken, in welchen Situationen wir heute wegschauen.

Eine Initiative der Arolsen Archives & Partner. Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert.


Fotoworkshop mit Carsten Karstensen und Michael Freitag-Parey

Fotografieren lernen - Sehen lernen

Freitag, 25. und Samstag 26. März 2022, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Carsten Karstensen
Foto: Carsten Karstensen

In dem Workshop vermittelt Carsten Karstensen, der ehrenamtlich in der Gedenkstätte Lager Sandbostel arbeitet, das Basiswissen, um in typischen Fotosituationen das Bild im Kopf auch zum Bild auf der Speicherkarte zu machen. Neben den elementaren Grundlagen der Fotografie werden die verschiedenen Einstellmöglichkeiten der Kamera und die Wirkung auf die Bilder behandelt. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Teilnehmenden völlige Anfänger oder fortgeschrittene Amateure sind. Der Kurs startet am Freitag um 13.00 Uhr und endet am Samstag um 18.00 Uhr. Er wendet sich an alle, die ihre Kamera besser kennenlernen und verstehen wollen.

Foto: Carsten Karstensen
Foto: Carsten Karstensen

Schwerpunkte am ersten Tag sind die Grundlagen der Fotografie, die korrekte Belichtung (Blende, Belichtungszeit und ISO), die Bestimmung von Schärfe und Bewegungsunschärfe, der Weißabgleich sowie eine kleine Kamera- und Objektivkunde.

Der zweite Tag startet mit den Grundlagen der Bildgestaltung. Dabei wird Basiswissen für die kreative und ästhetische Gestaltung von Fotografien vermittelt. Um die Theorie praxisnah umzusetzen, wird zum Abschluss intensiv fotografiert. Dabei dient die Gedenkstätte Lager Sandbostel bei Bremervörde als Hintergrund des praktischen Teils. Die Geschichte des Lagers als historischem Ort wird in den Fokus genommen und die Teilnehmenden arbeiten mit eigenen Aufnahmen zur Vergangenheit des Lagers.

Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos, eine Spende für die Arbeit der Gedenkstätte Lager Sandbostel kann erfolgen. Anmeldung: c.karstensen (at) stiftung-lager-sandbostel.de


Projektvorstellung mit Michael Freitag-Parey:

„gewagt” – Frieden und Freiheit gestalten, 110 Anstöße für Jugendliche und Erwachsene

Dienstag, 22. März 2022, 18.00 Uhr

Bernard Le Godais-Saal, Greftstraße, 27446 Sandbostel

Der Weg zu gerechtem Frieden und umfassender Freiheit ist ein Prozess der Verständigung, Begegnung und Beziehung. Er ist gewagt, denn er hinterfragt und verändert das eigene Verhalten. Die Tool-Box "gewagt" bietet den Rahmen für einen Diskurs, ohne fertige Antworten oder feste Positionen zu liefern. 110 Anstöße in 6 Kategorien sensibilisieren für die Thematik, fördern eine eigene Meinung, machen sprachfähig und aus eigener Überzeugung handlungsfähig. "gewagt" ist ein Interaktions-Tool mit Gesprächsanstößen für Jugendarbeit, Schule, Erwachsenenbildung und Familie, das herausfordert, im Alltag mutig mehr Frieden und Freiheit zu gestalten.

Die Tool-Box wird in Form eines Quiz vorgestellt. Gespielt wird in Teams zu je drei Personen. Eine Team-Anmeldung ist möglich. Personen, die sich alleine oder zu zweit anmelden, werden vor Ort mit anderen Personen zu einem 3er-Team zusammengestellt.

 

Anmeldung unter: m.freitag-parey (at) stiftung-lager-sandbostel.de

 

Die Box kann ab sofort bestellt und gekauft werden: In der Gedenkstätte Lager Sandbostel, im Online-Shop des Verlags oder bei m.freitag-parey (at) stiftung-lager-sandbostel.de


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 13. März 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Spanier in den Lagern. Spanische Republikaner in französischen Internierungslagern 1939 - 1942. Fotografien von Paul Senn" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Denkgottesdienst

gut:jetzt! - Zeit für Frieden

Sonntag, 6. März 2022, 18.00 Uhr, historische Lagerküche der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Gottesdienst/Werkstatt/Forum - mitmachen/feiern/auftanken

„gut:jetzt“ ist eine Veranstaltung der kirchlichen Friedens- und Gedenkstättenarbeit des Ev.-luth. Kirchenkreises Bremervörde-Zeven und der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Lamberti in Selsingen.


Exkursion zum Denkort Bunker Valentin

Besuch der Sonderausstellung „Rotspanier“. Spanische Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg und kostenfreie Führung mit Anja Hasler (Guide und freie Mitarbeiterin am Denkort Bunker Valentin)

Sonntag, 6. März 2022, 10.00 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz des Denkort Bunker Valentin, Rekumer Siel, Bremen

1939 begann für 140.000 republikanische Flüchtlinge des Spanischen Bürgerkrieges eine siebenjährige Odyssee durch die Konzentrations- und Arbeitslager des faschistischen Europas. Sie wurden Opfer von Internierung, Ausbeutung und Deportation durch das NS-Regime und durch das Vichy-Regime, in Frankreich, in Deutschland, in Nordafrika und auf den Kanalinseln. Die Ausstellung präsentiert die Geschichte dieser vergessenen Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges.

Der Denkort Bunker Valentin befindet sich auf dem Gelände einer U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden hier Tausende von Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge eingesetzt. Die Dauerausstellung zur Geschichte des Ortes und das Gelände können im Anschluss an den Rundgang besucht werden.

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. Anmeldung über info(at)stiftung-lager-sandbostel.de

Hinweis: Im Infozentrum des Denkort Bunker Valentin werden die 2G-Nachweise kontrolliert. Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht in den Gebäuden auf dem Gelände. Kinder unter 16 Jahre sind von der 2-G-Regel ausgenommen.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 27. Februar 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Die an dem Tag gültigen Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus sind einzuhalten!


Online-Vortrag Anja Hasler, Denkort Bunker Valentin

Vom Milag Nord ins Arbeitserziehungslager Bremen-Farge – Die Geschichte von sieben spanischen
Zivilinternierten

Ab Dienstag, 22. Februar um 18.00 Uhr online auf unserer Homepage im "virtuellen Gedenkstättenbesuch" zu sehen

Im Mai 1943 wurden sieben sogenannte Rotspanier vom Milag Nord Westertimke an die Bremer Gestapo überstellt. Von Bremen aus sollte ihre Abschiebung nach Spanien organisiert werden, zu der es jedoch nie gekommen ist. Anhand ihrer Biografien beleuchtet der Vortrag unterschiedliche Facetten der Gefangenschaft und Zwangsarbeit von Spanier*innen in nationalsozialistischen Lagern.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 13. Februar 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Die an dem Tag gültigen Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus sind einzuhalten!


Online-Vortrag Dr. Alexandre Froidevaux, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Spanier in den Lagern
Einführung in die Thematik der Sonderausstellung
Ab Dienstag, 1. Februar um 19.00 Uhr online auf unserer Homepage im "virtuellen Gedenkstättenbesuch" zu sehen

Zwischen 1936 und 1939 machten sich angesichts der militärischen Erfolge und schließlich dem Sieg der Franco-Truppen im Spanischen Bürgerkrieg rund eine halbe Million Spanier*innen auf die Flucht nach Frankreich. Diese sogenannte Retirada endete für die Freiheitskämpfer*innen in einer weiteren schmerzvollen Erfahrung: Sie wurden in Frankreich als unerwünscht betrachtet und in Lagern interniert, in welchen sie Hunger, Krankheit und Erniedrigung zu erleiden hatten. Nicht wenige von ihnen kämpften später in der Résistance, mussten Zwangsarbeit leisten oder wurden in Konzentrationslager ins Deutsche Reich deportiert.


Sonderausstellung:
Spanier in den Lagern. Spanische Republikaner in französischen Internierungslagern 1939-1942

Fotografien von Paul Senn

Dienstag, 1. Februar – Donnerstag, 31. März 2022

Bernard Le Godais-Saal, Greftstraße, 27446 Sandbostel

© Paul Senn, PFF, MBA Berne. Dép. GKS. GKS, Berne
© Paul Senn, PFF, MBA Berne. Dép. GKS. GKS, Berne

Während des spanischen Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 haben die stetigen Erfolge und schließlich der Sieg der Franco-Truppen einen bisher nie gesehenen Exodus zur Folge, bei dem bis zu einer halben Million spanische Republikaner und ihre Familien die Flucht ergreifen. Diese Retirada, bei der die Flüchtenden die Pyrenäen Richtung Frankreich unter grauenhaften Bedingungen bei Kälte und unter Entbehrung überqueren, führt die Freiheitskämpfer in ein vielleicht noch schlimmeres Leid: Frankreich betrachtet sie als unerwünscht, sie werden in Lagern interniert, in denen sie Hunger, Krankheit und Erniedrigung erleiden müssen.

Um dem 80. Jahrestag der Retirada zu gedenken, hat die Gedenkstätte des Lagers von Rivesaltes ein großes, überregional angelegtes Projekt initiiert: In Zusammenarbeit mit 14 betroffenen Gemeinden aus 9 Départements der Region Okzitanien und dem Département Pyrénées-Orientales, die die schmerzvolle Geschichte der Internierungslager auf ihrem Territorium teilen: Agde, Argelès-sur-Mer, Bram, Brens, Lannemezan, Le Barcarès, Le Récébédou, Le Vernet d'Ariège, Noé, Rieucros, Rivesaltes, Seint-Cyprien, Septfonds und Gurs, ist eine Ausstellung mit dem Titel "Spanier in den Lagern" entstanden.

Die Ausstellung besteht aus 14 Portraits des Schweizer Fotoreporters Paul Senn (1901–1953), der von 1938 bis 1942 über den spanischen Bürgerkrieg und dessen Folgen auf den Straßen des Exils und in den Lagern berichtete.
Jedes Portrait wird ergänzt mit der Aussage von Zeitzeug*innen, die durch eines dieser Lager gegangen sind und ein bleibendes Zeugnis ablegen darüber, was sie während der Zeit im Exil oder der Internierung erlebt haben: Miguel Aznar, Maria Bagaria Jover, Augustine Biosca Company, Felix Brezo Ruiz, Josefa De Bedoya Rodriguez, Antonio De la Fuente i Ferraz, Isabel Del Castillo, Firmo Ferrer i Casadevall, Jaume Grau, Emilio Marco Pérez, Mariano Marcos, Noria Mor, Gilbert Susagn, José Torres Cuadrado.

Eine Ausstellung des Mémorial du camp de Rivesaltes, präsentiert in Kooperation mit dem dt.-frz. Kulturfestival arabesques und der Vertretung der Region Okzitanien.


Anja Schade

Sachor! - Erinnere Dich!

Lesung  aus der Biografie der jüdischen Hannoveranerin Ruth Gröne mit Musik von Stella Perevalova (Klavier)

Donnerstag, 27. Januar, 18.00 Uhr, Online via YouTube-Livestream

Ruth Gröne mit ihren Eltern Erich und Maria Kleeberg, November 1940 (Privatbesitz)
Ruth Gröne mit ihren Eltern Erich und Maria Kleeberg, 11/1940 (Privatbesitz)

Als Kind eines jüdischen Vaters und einer christlichen Mutter erlebt Ruth die Verfolgung ihrer Familie durch die Nationalsozialisten von klein auf. Auf dem Gelände der von der Gestapo besetzen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem lebt sie zwei Jahre lang im so genannten „Judenhaus“. Hier wird ihr Vater inhaftiert – hier sieht sie ihn ein letztes Mal, bevor er 1945 in das KZ Neuengamme deportiert wird. Mit einem Todesmarsch gelangt Erich Kleeberg dann in das Stalag X B Sandbostel, wo er nach der Befreiung um den 10. Mai 1945 herum stirbt. Bis heute ist er an nicht bekannter Stelle auf dem Lagerfriedhof begraben. Ruth Gröne engagiert sich vielfältig für die Erinnerungsarbeit in Hannover und Sandbostel. Sie ist Ehrenmitglied im Gedenkstättenverein Sandbostel.

 

Die Veranstaltung wird als YouTube-Livestream übertragen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zugang zur Veranstaltung (hier klicken).

 

Eine Veranstaltung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums in Kooperation mit dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 23. Januar 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Die an dem Tag gültigen Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus sind einzuhalten!


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 9. Januar 2022, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Die an dem Tag gültigen Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus sind einzuhalten!


Winterpause

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist vom 6. Dezember 2021 bis zum 5. Januar 2022 geschlossen.

Foto: Ludwig Althaus, 12.12.2016
Foto: Ludwig Althaus, 12.12.2016

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