Veranstaltungen 2020


Vortrag Dr. Regina Mühlhäuser, Hamburger Institut für Sozialforschung
„Ich wollte schon lange darüber sprechen.“ Die „comfort women“ der japanischen Armee und ihr Kampf um AnerkennungMittwoch, 12. August, 18.00 Uhr, Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche

Zwischen 1932 und 1945 versklavte Japan zehntausende Frauen und Mädchen zur sexuellen Befriedigung seiner Soldaten. Seit den 1990er Jahren haben hunderte der Überlebenden ausgesagt. Was können wir aus ihren Erzählungen lernen?

Wichtig: Zu Beginn des Vortrages werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten: während des Ein- und Austritts in den Veranstaltungsraum ist eine Mund-Nase-Abdeckung zu tragen. Auf den festen Sitzplätzen mit genügendem Abstand ist dieses nicht notwendig.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 8. August 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtig: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten. Gegebenenfalls behalten sich die Guides vor, die Gruppe zu teilen.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 26. Juli 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtig: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten. Gegebenenfalls behalten sich die Guides vor, die Gruppe zu teilen.


Öffentlicher Rundgang - wieder möglich -

Sonntag, 12. Juli 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtig: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten. Gegebenenfalls behalten sich die Guides vor, die Gruppe zu teilen.


Videovortrag von Prof. Dr. Raffael Scheck, Colby College (Waterville/USA)
Französische Kolonialsoldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft (1940 – 1945)

Ab Mittwoch den 8. Juli 2020 um 18.00 Uhr online auf unserer Homepage im "virtuellen Gedenkstättenbesuch" zu sehen.

Der Vortrag vermittelt einen Überblick zur Geschichte der französischen Kolonialsoldaten, die 1940 von der Wehrmacht gefangen genommen wurden. Themen sind die Massaker an schwarzen Gefangenen, ihre Behandlung in den Kriegsgefangenenlagern, die Arbeit in den Arbeitskommandos und die Interessen der deutschen Politik gegenüber den Kolonialsoldaten. Die Erfahrungen der farbigen Soldaten hatten auch nach dem Krieg einen Einfluss und fanden ihren Ausdruck unter anderem in dem Wunsch nach Unabhängigkeit von den Kolonialmächten.
Raffael Scheck ist der Autor der Bücher Hitler's African Victims: The German Army Massacres of Black French Soldiers (2006) (auf deutsch: Hitlers Afrikanische Opfer, Assoziation A, 2009) und French Colonial Soldiers in German Captivity during World War II (Cambridge 2014).


Sonderausstellung:
„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Mittwoch, 1. Juli – Mittwoch, 30. September 2020

Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße, 27446 Sandbostel

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien leisteten im Zweiten Weltkrieg freiwillig oder zwangsrekrutiert Militär- und Arbeitsdienste für die kriegführenden Kolonialmächte. Weite Teile der Welt – von Lateinamerika über Nordafrika und den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben verwüstet zurück. Allein China hatte mehr Opfer zu beklagen als Deutschland, Italien und Japan zusammen. Rekruten aus den Kolonien bekamen weniger Sold und schlechteren Unterkünften als ihre „weißen Kameraden“. Auch die Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan rekrutierten in der „Dritten Welt“; Kollaborierende kämpften von Nordafrika bis Indonesien an ihrer Seite. In der europäischen Geschichtsschreibung sind diese Aspekte und die damit verbundenen Schicksale und Lebensrealitäten fast vergessen. Die Ausstellung präsentiert sie erstmals ausführlich.


„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Eröffnungsveranstaltung zur Sonderausstellung: mit einleitendem Vortrag des Kurators Karl Rössel, Köln

Mittwoch, 1. Juli 2020, 19.00 Uhr, Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße, 27446 Sandbostel

In dem Veranstaltungsraum sind aufgrund der gültigen Sicherheits- und Abstandsvorschriften nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmer_innen zulässig. Ein Videomitschnitt der Eröffnungsveranstaltung wird in der virtuellen Gedenkstätte veröffentlicht.