Veranstaltungen 2020


Wichtig: Zu Beginn der Veranstaltungen werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Veranstaltung geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten.


Denkgottesdienst

gut:jetzt! - Zeit für Frieden

Sonntag, 15. November 2020, 18.00 Uhr, historische Lagerküche der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

 

Gottesdienst/Werkstatt/Forum - mitmachen/feiern/auftanken

 

Unser Thema im Oktober:

Bitte wenden!

Eine Veranstaltung der St.-Lamberti Kirchengemeinde Selsingen und des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven


Vom Lagerfriedhof zur Kriegsgräberstätte" - Themenrundgang anlässlich des Volkstrauertags 2020

15. November 2020, 14.00, Treffpunkt: ehemaliger Lagerfriedhof (heute: Kriegsgräberstätte Sandbostel), Bevener Str., 27446 Sandbostel

Kaum bekannt ist, dass die heutige Kriegsgräberstätte Sandbostel bereits 1942 explizit als Lagerfriedhof für das Stalag X B angelegt wurde. In der Nachkriegszeit wurde der Friedhof mehrfach umgestaltet. Zentrale Denkmäler, die an die hier ruhenden sowjetischen und polnischen Kriegsgefangenen erinnerten, wurden abgerissen und durch allgemeingültige Denkmäler ersetzt. Eine christliche Symbolik und die Benennung als "Kriegsgräberstätte" gaben dem Lagerfriedhof eine allgemein verträgliche Gestaltung.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtige Hinweise: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Um die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten zu können, werden am Anfang Taschenempfänger einer Tourguideanlage mit einem Kopfhörer ausgegeben, so dass genügend Abstand zwischen den Teilnehmer_innen eingehalten werden kann. Sie können auch persönliche Kopfhörer mit einem Miniklinken-Anschluss nutzen.

 


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 8. November 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Jo van Nelsen

"KABARETT IM KZ" - FÄLLT AUS

Montag, 9. November, 18.00 und 20.00 Uhr, Externer Veranstaltungsort: Kulturbühne im Möbelmarkt BBG, MöbelMarkt, Bremer Straße 11, 27432 Bremervörde
Wir sind Mitveranstalterin der Grammophon-Lesungen "KABARETT IM KZ" im Rahmen des Festival Zwischen den Stühlen in Bremervörde. Die Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro.

DIE VERANSTALTUNG WURDE WEGEN DER CORONA-VERORDNUNG ABGESAGT!

Ob in Esterwegen, Westerbork oder Theresienstadt – viele der inhaftieren Unterhaltungsstars der Weimarer Republik traten auch hier auf – manchmal heimlich, manchmal auf Befehl.
Dieses Stück fast vergessener, weil problematischer Kulturgeschichte lässt der Frankfurter Musikkabarettist und Kabaretthistoriker Jo van Nelsen in diesem Abendprogramm wieder sichtbar werden. Er wird von den Schicksalen vieler inhaftierter Künstler (wie Isa Vermehren, Willy Rosen, Paul O´Montis, Kurt Gerron, u.a.) erzählen, ihre Texte lesen, ihre Lieder singen und von Schellackplatten spielen. Seltenes Bild- und Filmmaterial machen auch diese Grammophonlesung zu einer spannenden Zeitreise und einem multimedialen Erlebnis, der besonderen Art.
Es ist ein Abend gegen das Vergessen und für das Erinnern an die, die Unterhaltung zu ihrem Lebensinhalt machten, auch hinter Stacheldraht. Und die erleben mussten, dass der gelbe Stern oder der rosa Winkel an ihrer Brust schwerer wog – auch nach dem Kriege. Und heute wieder neu. Und so ist es auch ein Abend, um sich der eigenen Verantwortung bewusst zu werden, die danach fragt, was jede und jeder gegen das Stigmatisieren von Menschen tun kann. Hier und anderswo. Ereignisse, wie die Judenprogrome am und um den 9. November 1938 stehen als Mahner im Kalender, um aufzuzeigen, was passiert, wenn sich Menschen ihrer Verantwortung nicht stellen.
Und zu guter Letzt ist es auch ein Abend, an dem es viel zu Lachen gibt – denn die vorgestellten Autoren und Interpreten waren einfach Meister ihres Fachs!


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 25. Oktober 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Filmveranstaltung:

"Schatten des Krieges (Teil 2): Das vergessene Verbrechen", Dokumentarfilm, 2016, 45 Min., Regie: Andreas Christoph Schmidt

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 18.00 Uhr, Lagerkirche, Greftstr., 27446 Sandbostel

Der zweite Teil der mit dem Grimme-Preis 2017 prämierten Reihe „Schatten des Krieges“ handelt von einer der bedrängendsten Tragödien des Zweiten Weltkriegs. Es ist ein Verbrechen, von dem nur höchst selten gesprochen wird, von dem viele nichts wissen und viele lieber nichts wissen wollen: die Ermordung von Millionen Soldaten der Roten Armee in deutscher Kriegsgefangenschaft.


Der Vortrag "Zwischen Arbeitseinsatz und Massensterben. Sowjetische Kriegsgefangene in Norddeutschland" von Dr. Rolf Keller am Mittwoch, 14. Oktober 2020 muss leider ausfallen. Einen Ausweichtermin werden wir noch bekannt geben.


Vortrag Dr. Rolf Keller, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
"Zwischen Arbeitseinsatz und Massensterben. Sowjetische Kriegsgefangene in Norddeutschland"

Mittwoch, 14. Oktober, 18.00 Uhr, Bernard Le Godais-Saal

Der mit vielen zeitgenössischen Fotos und Dokumenten illustrierte Vortrag informiert über die völkerrechtswidrige Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam, die Rolle der „Russenlager“ innerhalb des Systems der Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht,  den oft tödlichen Arbeitseinsatz der Gefangenen sowie das Massensterben im Winter 1941/42. Im Mittelpunkt stehen die in Niedersachsen gelegenen Stammlager Fallingbostel-Oerbke, Wietzendorf und Sandbostel sowie deren Arbeitskommandos.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 11. Oktober 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


„Gefangenschaft - Leiden - Tod - Rückkehr“. Sowjetische Soldaten aus dem Permer Gebiet in niedersächsischen Lagern

Eröffnungsveranstaltung zur Sonderausstellung: mit Dr. Jens Binner, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und dem Kurator der deutschsprachigen Version, Dr. Karl-Heinz Ziessow, Hude.

Mittwoch, 8. Oktober 2020, 16.00 Uhr, Bernard LeGodais-Saal, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

In dem Veranstaltungsraum sind aufgrund der gültigen Abstands- und Hygienevorschriften nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmer_innen zulässig. Ein Videomitschnitt der Eröffnungsveranstaltung wird in der virtuellen Gedenkstätte veröffentlicht.


Sonderausstellung:
„Gefangenschaft - Leiden - Tod - Rückkehr“. Sowjetische Soldaten aus dem Permer Gebiet in niedersächsischen Lagern

Donnerstag, 8. Oktober – Donnerstag, 31. Dezember 2020

Bernard LeGodais-Saal, Greftstraße, 27446 Sandbostel

Eröffnungsveranstaltung am 7. Mai 2019 in Perm. Foto: Ehresmann
Eröffnungsveranstaltung am 7. Mai 2019 in Perm. Foto: Ehresmann

Mit dem Überfall Deutschlands am 22. Juni 1941 kamen Soldat_innen der Roten Armee aus allen Teilen der Sowjetunion an die Front. Viele von ihnen stammten aus fernen Regionen, tausende Kilometer von Moskau entfernt. Die meisten kamen aus Dörfern. Die Ausstellung schildert die Geschichte von zwölf kriegsgefangenen Soldaten aus der niedersächsischen Partnerregion Perm im Ural: Ihr Leben vor dem Krieg, ihren Weg in die Gefangenschaft - und bei den wenigen, die heimkehrten, auch das Leben in ihren Familien und in ihrem Dorf nach dem Krieg.

2019 ist die russische Version der Ausstellung viel beachtet in der staatlichen Kunstgalerie Perm eröffnet worden.  Wir freuen uns, dass wir jetzt die eigens erarbeitete deutschsprachige Version in Sandbostel zeigen können.

Blicke in die Ausstellungspräsentation in Perm.

Siehe zu der Ausstellung auch: Die „Erinnerungsbrücke“ in Perm, ein Beitrag von Andrea Rehmsmeier in Deutschlandfunk, Dlf vom 4. Juni 2019 sowie: Im Schatten der Erinnerung,  Friedrich Schmidt in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Mai 2019.


Denkgottesdienst

gut:jetzt! - Zeit für Frieden

Sonntag, 4. Oktober 2020, 18.00 Uhr, historische Lagerküche der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

 

Gottesdienst/Werkstatt/Forum - mitmachen/feiern/auftanken

 

Unser Thema im Oktober:

geMEINSAM - 30 Jahre Vereinigung BRD und DDR

Eine Veranstaltung der St.-Lamberti Kirchengemeinde Selsingen und des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 27. September 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


"nach vorne denken" - Workshop-Tag zu Themen der Friedens- und Gedenkstättenarbeit

Samstag, 26. September, 10.00 - 18.00 Uhr

nach vorne denken… ohne einen Blick zurück zu werfen? Mittlerweile ist das Ende des Zweiten Weltkrieges 75 Jahre her und immer häufiger ist die Rede vom Ende der Zeitzeug*innenschaft. Wer zum Kriegsende noch ein Kind war, ist heute über 80 Jahre alt und bald nicht mehr in der Lage, von der eigenen Geschichte zu erzählen. Kommende Generationen werden sich Themen wie der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg also zunehmend auf andere Weise zuwenden müssen. Aber wie geht das ohne Zeitzeug*innen?

 

Aus welchen Perspektiven kann ich auf die Zeit des Nationalsozialismus blicken? Erkennen wir Kontinuitäten des Denkens und Handelns von damals? Welche Dokumente hinterlassen uns Opfer und Täter des Nationalsozialismus? Wie kann ich heute in meiner Umgebung historisch aktiv werden und forschen? Auf welche Art und Weise verarbeite ich Geschichte? Diese Fragen müssen wir uns in Zeiten stellen, in denen rechtsextremes Gedankengut vermehrt Zustimmung findet, in denen Anschläge auf religiöse Stätten verübt werden und Verbrechen im Nationalsozialismus am Stammtisch und in Parlamenten verharmlost und geleugnet werden.

 

Gemeinsam mit Referent*innen aus der Friedens- und Gedenkstättenarbeit könnt ihr in verschiedenen Workshops diesen Fragen auf den Zahn fühlen. Sei mit dabei!

 

Weitere Infos und Anmeldung hier.


Ehrenamtlicher Arbeitstag

Samstag, 19. September, 9.00 - 15.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

 

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Tag des offenen Denkmals (digital)

Sonntag, 13. September 2020 im virtuellen Gedenkstättenbesuch

© Deutsche Stiftung Denkmalschutz
© Deutsche Stiftung Denkmalschutz

In unserer virtuellen Gedenkstätte werden zahlreiche sonst nicht zugängliche historische Gebäude besichtigt werden können. In virtuellen Rundgängen und Kurzvorträgen wird die Geschichte des Stalag X B, die Nachnutzung und die Entstehung der Gedenkstätte am historischen Ort dargestellt.Das diesjährige Motto lautet „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie und der auch im September noch notwendigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen hat sich die ausrichtende Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu entschlossen, den diesjährigen Aktionstag kontaktfrei und virtuell als digitalen Tag des offenen Denkmals auszurichten. In unserer virtuellen Gedenkstätte werden zahlreiche sonst nicht zugängliche historische Gebäude besichtigt werden können. In virtuellen Rundgängen und Kurzvorträgen wird die Geschichte des Stalag X B, die Nachnutzung und die Entstehung der Gedenkstätte am historischen Ort dargestellt.

 

Rundgänge: Darüber hinaus wird die Gedenkstätte am 13. September aber auch geöffnet sein und wir laden Sie auch gerne unter Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsvorgaben zu drei Rundgängen um 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr über das ehemalige Lagergelände und durch die historischen Gebäude ein.

 

Foto-Mitmach-Aktion: Anlässlich des digitalen Tags des offenen Denkmals sucht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die eindrucksvollsten Denkmal-Schnappschüsse, die in der 6. Ausgabe von Monumente, dem Magazin für Denkmalkultur in Deutschland veröffentlicht werden. Frist ist der 13. September. Weitere Informationen zu der Aktion hier.


Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen

Dienstag, 1. September 2020, 17.00 Uhr, Kriegsgräberstätte Parnewinkel, Selsingen (gegenüber Abzweig Oelkershusen/Im Stüh)

Am frühen Morgen des 1. Septembers 1939 eröffnete die deutsche Kriegsmarine das Feuer auf einen polnischen Militärstützpunkt auf der Halbinsel Westerplatte bei Danzig. Zeitgleich bombardierten Luftwaffengeschwader Städte in Polen. „Seit fünf Uhr 45 wird zurückgeschossen“ fingierte Adolf Hitler später vor dem Reichstag, bezugnehmend auf ein von der SS inszeniertes Attentat auf eine deutsche Radiostation in Gleiwitz. Dabei war es das nationalsozialistische Deutschland, das mit dem völkerrechtswidrigen Angriff am 1. September 1939 den Beginn des Zweiten Weltkriegs verantwortete. Eines Krieges, der bis zu seinem Ende im Mai 1945 mehr als 60 Millionen Menschen das Leben kostete - unter ihnen auch polnische Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge im Stalag X B Sandbostel.

 

Die Stiftung Lager Sandbostel nimmt den 81. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen zum Anlass, um der als Folge des Krieges von Besatzung, Gefangenschaft und Verfolgung betroffenen Menschen zu gedenken. Die Veranstaltung findet auf der Kriegsgräberstätte Parnewinkel in Selsingen statt. Auf diesem ehemaligen Lagerfriedhof bestattete die Wehrmacht bis 1941 die Toten des Stalag X B, darunter die ersten polnischen Kriegsgefangenen.

 

Programm:

 

Begrüßung

Günther Justen-Stahl - Vorstandsvorsitzender Stiftung Lager Sandbostel

 

Grußwort
Konsul Mariusz Pindel - Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg

 

Rede

Jan Dohrmann - Gedenkstätte Lager Sandbostel

  

Jugendbeitrag

Laura Keiser

 

Gebet

Pastor Manfred Thoden - St. Lamberti Kirchengemeinde Selsingen

 

Kranzniederlegung

 

Fahrt zur Kriegsgräberstätte Sandbostel (Beverner Straße, 27446 Sandbostel) und individuelles Gedenken

 

Musikalische Begleitung

Capella Cecilia - Angela Steuer (Violine) und Andrea Breimeier (Querflöte)


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 23. August 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: Johanna Becker
Foto: Johanna Becker

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Vortrag Dr. Regina Mühlhäuser, Hamburger Institut für Sozialforschung
„Ich wollte schon lange darüber sprechen.“ Die „comfort women“ der japanischen Armee und ihr Kampf um Anerkennung Mittwoch, 12. August, 18.00 Uhr, Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche

Zwischen 1932 und 1945 versklavte Japan zehntausende Frauen und Mädchen zur sexuellen Befriedigung seiner Soldaten. Seit den 1990er Jahren haben hunderte der Überlebenden ausgesagt. Was können wir aus ihren Erzählungen lernen?


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 9. August 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtig: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten. Gegebenenfalls behalten sich die Guides vor, die Gruppe zu teilen.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 26. Juli 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtig: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten. Gegebenenfalls behalten sich die Guides vor, die Gruppe zu teilen.


Öffentlicher Rundgang - wieder möglich -

Sonntag, 12. Juli 2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellungen und die Sonderausstellung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" können im Anschluss individuell besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Wichtig: Zu Beginn des Rundganges werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Rundganges geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten. Gegebenenfalls behalten sich die Guides vor, die Gruppe zu teilen.


Videovortrag von Prof. Dr. Raffael Scheck, Colby College (Waterville/USA)
Französische Kolonialsoldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft (1940 – 1945)

Ab Mittwoch den 8. Juli 2020 um 18.00 Uhr online auf unserer Homepage im "virtuellen Gedenkstättenbesuch" zu sehen.

Der Vortrag vermittelt einen Überblick zur Geschichte der französischen Kolonialsoldaten, die 1940 von der Wehrmacht gefangen genommen wurden. Themen sind die Massaker an schwarzen Gefangenen, ihre Behandlung in den Kriegsgefangenenlagern, die Arbeit in den Arbeitskommandos und die Interessen der deutschen Politik gegenüber den Kolonialsoldaten. Die Erfahrungen der farbigen Soldaten hatten auch nach dem Krieg einen Einfluss und fanden ihren Ausdruck unter anderem in dem Wunsch nach Unabhängigkeit von den Kolonialmächten.
Raffael Scheck ist der Autor der Bücher Hitler's African Victims: The German Army Massacres of Black French Soldiers (2006) (auf deutsch: Hitlers Afrikanische Opfer, Assoziation A, 2009) und French Colonial Soldiers in German Captivity during World War II (Cambridge 2014).


Sonderausstellung:
„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Mittwoch, 1. Juli – Mittwoch, 30. September 2020

Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße, 27446 Sandbostel

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien leisteten im Zweiten Weltkrieg freiwillig oder zwangsrekrutiert Militär- und Arbeitsdienste für die kriegführenden Kolonialmächte. Weite Teile der Welt – von Lateinamerika über Nordafrika und den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben verwüstet zurück. Allein China hatte mehr Opfer zu beklagen als Deutschland, Italien und Japan zusammen. Rekruten aus den Kolonien bekamen weniger Sold und schlechteren Unterkünften als ihre „weißen Kameraden“. Auch die Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan rekrutierten in der „Dritten Welt“; Kollaborierende kämpften von Nordafrika bis Indonesien an ihrer Seite. In der europäischen Geschichtsschreibung sind diese Aspekte und die damit verbundenen Schicksale und Lebensrealitäten fast vergessen. Die Ausstellung präsentiert sie erstmals ausführlich.


„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Eröffnungsveranstaltung zur Sonderausstellung: mit einleitendem Vortrag des Kurators Karl Rössel, Köln

Mittwoch, 1. Juli 2020, 19.00 Uhr, Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße, 27446 Sandbostel

In dem Veranstaltungsraum sind aufgrund der gültigen Sicherheits- und Abstandsvorschriften nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmer_innen zulässig. Ein Videomitschnitt der Eröffnungsveranstaltung wird in der virtuellen Gedenkstätte veröffentlicht.