Veranstaltungshinweise


Aufgrund einer Veranstaltung sind die Gedenkstätte Lager Sandbostel und der ehem. Lagerfriedhof am 14. Juni von 7.00 - 16.00 Uhr für die Öffentlichkeit geschlossen.


Vortrag

Zwischen Arbeitseinsatz und Massensterben - Sowjetische Kriegsgefangene in Norddeutschland

Vortrag von Dr. Rolf Keller (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten)

Dienstag 15. Juni 2021, 18.00 Uhr, ehemalige Lagerküche, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Der mit vielen zeitgenössischen Fotos und Dokumenten illustrierte Vortrag informiert über die völkerrechtswidrige Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam, die Rolle der „Russenlager“ innerhalb des Systems der Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht, den oft tödlichen Arbeitseinsatz der Gefangenen sowie das Massensterben im Winter 1941/42. Im Mittelpunkt stehen die in Niedersachsen gelegenen Stammlager Fallingbostel-Oerbke, Wietzendorf und Sandbostel sowie deren Arbeitskommandos.

Aufgrund des deutlich gesunkenen Inzidenzwert im Landkreis Rotenburg (Wümme) und der mit der aktuellen Allgemeinverfügung zugestandenen Lockerungen werden wir nach erstmals nach einem Jahr wieder einen Vortrag physisch vor Ort anzubieten. Vor Ort werden die zu dem Zeitpunkt gültigen Vorgaben zur Eindämmung der Coronapandemie umgesetzt. Gegebenenfalls behalten wir uns eine Zugangsbeschränkung vor.


Dienstag, 22.Juni 2021, 17.00 Uhr

Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion auf dem Lagerfriedhof Sandbostel.

Kranzniederlegung am 22. Juni 2020
Kranzniederlegung am 22. Juni 2020

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuartiger Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Von den mehr als 3 Millionen 1941 in Gefangenschaft geratenen sowjetischen Soldaten starben bis Frühjahr 1942 etwa zwei Drittel. Bis zum Kriegsende sollten es insgesamt zwischen 4,5 bis 6 Millionen Gefangene werden. Die systematische Missachtung des Kriegsvölkerrechts und der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen gelten heute als eines der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte.
Das Kriegsgefangenenlager Sandbosel durchliefen insgesamt etwa 70.000 sowjetische Soldaten. Sie waren unter katastrophalen Bedingungen untergebracht und den Kriegsgefangenen wurde jegliche Unterstützung oder Hilfe vorenthalten.
Die Verstorbenen wurden anonym in Massengräbern auf dem Lagerfriedhof verscharrt. Bis heute ist die Zahl der in Sandbostel ermordet oder an Krankheiten und Mangelversorgung gestorben sowjetischen Kriegsgefangenen nicht bekannt.


Donnerstag, 24. Juni 2021, 18.00 - 20.00 Uhr

Aufgepasst!-Spezial: "Zeitzeugengespräche"

mit Gerd A. Meyer und Johann Dücker

Wir freuen uns, dass die Niedersächsische Landjugend in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel zu zwei virtuellen Zeitzeugengesprächen mit Gerd A. Meyer und Johann Dücker einlädt. Die Zeitzeugengespräche finden im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Aufgepasst! Ein Projekt zur Extremismusprävention der Niedersächsischen Landjugend" mit der Videokonferenz-Software "Zoom" statt. Die Anmeldung erfolgt über Jorrit Rieckmann von der Niedersächsischen Landjugend (rieckmann@nlj.de) und die Teilnahme ist kostenlos.


Aktuelles


2.6.2021

Bundespräsident Steinmeier besucht Gedenkstätte


29.5.2021

Ehrenamtlicher Arbeitstag mit großer Beteiligung


11.5.2021

Gedenkstätte wieder geöffnet



Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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