Veranstaltungshinweise


Wiedereröffnung der Gedenkstätte am 15. März 2021

Die Dauerausstellungen können nach vorheriger Terminbuchung besucht werden. Hier klicken, um einen Termin anzufragen.

Der "virtuelle Gedenkstättenbesuch" mit unseren digitalen Angeboten bleibt weiterhin zugänglich.


Kontaktlose Fenster-Ausstellung im "Haus Altenberg"

Mannen - Putten -  Sandbostel - April 1945

Bleistiftzeichnungen und Aquarelle von Ruurd van Schuijlenburg und Ben Middelkamp

Dienstag, 6. April – Samstag, 8. Mai 2021, jederzeit von außen einsehbar
„Haus Altenberg“, Greftstr. 5, 27446 Sandbostel

Ursprünglich war die Eröffnung der Sonderausstellung ‚Mannen uit Putten in Sandbostel, 1945‘ bereits vor einem Jahr, im Rahmen des Begleitprogramms zum 75. Jahrestag der Befreiung der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge im Stalag X B geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung aber abgesagt werden.
Wir freuen uns, dass wir die Ausstellung nun in einer kontaktlosen Variante  im ehemaligen Kinoanbau "am Haus Altenberg" zeigen können.


Todesmärsche im Elbe-Weser-Dreieck
Online-Tagung der Gedenkstätte Lager Sandbostel anlässlich des 76. Jahrestags der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag X B

Samstag 17. April 2021, 10.00 – 16.30 Uhr, auf "Zoom" (Videokonferenz)

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt und die Plätze werden nach dem zeitlichen Eingang der Anmeldungen vergeben.

Kranke KZ-Häftlinge auf Wagen der Lorenbahn des Stalag X B. Foto: Mosè Cabalisti, nicht datiert [zwischen 20. und 29.4.1945]. Archivio Giovannino Guareschi, Roncole Verdi, Parma, Italien
Kranke KZ-Häftlinge auf Wagen der Lorenbahn des Stalag X B. Foto: Mosè Cabalisti, nicht datiert [zwischen 20. und 29.4.1945]. Archivio Giovannino Guareschi, Roncole Verdi, Parma, Italien

Kurz vor Kriegsende befanden sich etwa 13.000 Männer im Hauptlager sowie über 40.000 Männer und Frauen in den Außenlagern des KZ Neuengamme bei Hamburg. Die SS veranlasste aufgrund der näher rückenden Fronten die Räumung des Stamm- und der Außenlager.
Tausende KZ-Häftlinge wurden daraufhin unter katastrophalen Bedingungen in überfüllten Güterwaggons durch Norddeutschland transportiert und auf „Todesmärschen“ zu noch nicht geräumten Lagern getrieben. Wer nicht Schritt halten konnte, wurde erschossen. Die Transporte erreichten schließlich die später als „Auffanglager“ bezeichneten Lager Bergen-Belsen, Wöbbelin und Sandbostel. Weitere Tausende Häftlinge wurden auf Schiffe in der Lübecker Bucht gebracht. Nur etwa die Hälfte der Häftlinge überlebte die letzten Kriegswochen.

KZ-Häftlinge in einer Baracke im Lager Sandbostel. Foto: Georges Chertier, französischer Kriegsgefangener, nicht datiert [zwischen 20. und 29.4.1945]. Amicale de Neuengamme, Reims, Frankreich
KZ-Häftlinge in einer Baracke im Lager Sandbostel. Foto: Georges Chertier, französischer Kriegsgefangener, nicht datiert [zwischen 20. und 29.4.1945]. Amicale de Neuengamme, Reims, Frankreich

Ab dem 12. April 1945 erreichten etwa 9.500 KZ-Häftlinge in mehreren Transporten das Kriegsgefangenenlager Sandbostel. Sie kamen aus dem Stammlager Neuengamme und Außenlagern in Hamburg, Bremen, Meppen und Wilhelmshaven. Die Wachmannschaften trieben die kaum noch marschfähigen Häftlinge vor den Augen der deutschen Bevölkerung von den Bahnhöfen Bremervörde und Brillit in das Stalag X B Sandbostel. Von Brillit wurden kranke Häftlinge mit einer Feldbahn ins Lager gebracht. Etwa ein Drittel der nach Sandbostel gebrachten KZ-Häftlinge starben auf dem Transport, im Lager und trotz der eingeleiteten Rettungsmaßnahmen an Entkräftung noch nach der Befreiung. Die britischen Soldaten bezeichneten das Stalag X B als „ein kleines Belsen“, die französischen Überlebenden als „Sterbelager“.
In der Tagung werden die Todesmärsche durch das Elbe-Weser-Dreieck nach Sandbostel, die Situation im Stalag X B und die Erinnerung in der Nachkriegszeit thematisiert.


Themenrundgang

Die Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag X B Sandbostel- virtueller Themenrundgang anlässlich des 76. Jahrestags der Befreiung

25. April 2021, 14.00 in der virtuellen Gedenkstätte

Am Nachmittag des 29. April 1945 erreichten die ersten britischen Soldaten das Kriegsge-fangenenlager Sandbostel. Sie befreiten etwa 14.000 Kriegsgefangene und 7.000 KZ-Häftlinge. Die britischen Soldaten waren tief erschüttert über die Zustände in dem Bereich, in dem die KZ-Häftlinge untergebracht waren, und nannten Sandbostel "a minor belsen" - ein kleines Belsen. Während des Rundgangs wird zu verschiedenen für  die Befreiung bedeutenden Orten in der Gedenkstätte, aber auch im heutigen Gewerbegebiet gegangen und die Situation während der Befreiung und bei den frühen Rettungsmaßnahmen der britischen Armee aufgezeigt.


Aktuelles


9.4.2021

Programm zur virtuelle Gedenkveranstaltung online


1.4.2021

Ein digitales Denkmal entsteht: Teilnahme ab sofort möglich!


8.3.2021

Gedenkstätte ab Montag dem 15. März wieder geöffnet


5.3.2021

Sowjetische Kriegsgefangene in Bremen: Video jetzt online


19.2.2021

Lego-Nachbau der Lagerkirche fertig gestellt


27.01.2021

Gedenkstätte beteiligt sich an #LichterGegenDunkelheit



Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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