Veranstaltungshinweise


Sonderausstellung:

"Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945"
Montag, 6. August – Dienstag, 12. September 2017

Sonderausstellungsräume in der ehem. kathtolischen Kirche, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

Ausstellungseröffnung am Freitag, 4. August 2017, 17.00 Uhr (Das Programm wird noch veröffentlicht)

In den letzten Kriegswochen eskalierten die NS-Verbrechen – nun nicht mehr im vermeintlich fernen „Osten“, sondern inmitten der deutschen Gesellschaft. Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

Die Ausstellung verdeutlicht das Ausmaß der Gewalt während der Todesmärsche, und sie zeigt, dass die Verbrechen in aller Öffentlichkeit begangen wurden. Zudem thematisiert sie das „Kasernenlager“ in Bergen-Hohne, das im April 1945 zur Unterbringung der Häftlinge aus Mittelbau-Dora als Nebenlager des KZ Bergen-Belsen genutzt wurde. Später befand sich hier das größte jüdische DP-Camp Deutschlands.

Eine Ausstellung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora


Filmveranstaltung:
„Bonhoeffer – Die letzte Stufe“ (Bonhoeffer – Agent of grace), Spielfilm, BRD/USA/Kanada 1999, 88 Min. Regisseur: Eric Till. Mit u.a.: Ulrich Tukur, Johanna Klante
Dienstag, 8. August 2017, 19.00 Uhr, Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wird der Pastor Dietrich Bonhoeffer von der Gestapo verhaftet. Der Vorwurf: Verschwörung und Hochverrat. Tatsächlich war Bonhoeffer zeitlebens ein erbitterter Gegner des Nazi-Regimes – was sich auch im Tenor seiner Predigten niederschlug. Er wäre sogar selbst zu einem Attentat auf Hitler bereit gewesen. Während der monatelangen Verhöre durch die Gestapo hofft Bonhoeffer auf einen Sturz des Systems. Die Möglichkeit zur Flucht, vorbereitet von seiner Geliebten Maria von Wedemeyer, schlägt er aus. Nach dem Scheitern des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 wird Bonhoeffer ins KZ Flossenbürg deportiert, wo man ihn kurz vor Kriegsende ermordet. (aus: Filmportal.de)

Eine Veranstaltung von Werner Kunz vom Heimatverein Gnarrenburg in Kooperation mit dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. und der Gedenkstätte Lager Sandbostel

Aktuelles


14.7.2017
Internationale Jugendfahrt „peace train 2017“ startet in Sandbostel


22.6.2017
Gedenkveranstaltung anlässlich des 76. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion


18.6.2017
Neville Wigram, Commander der britischen Truppen bei der Befreiung des Stalag X B im Alter von 101 Jahren gestorben


23.5.2017
„Mobile Interkulturelle Einsatztruppe“ hilft beim Erhalt der Steinbaracken




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