Veranstaltungshinweise


Öffentlicher Rundgang am Sonntag, den 25. August 2019, um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

 

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen

Sonntag, 1. September 2019, 17.00 Uhr, Kriegsgräberstätte Parnewinkel, Selsingen (gegenüber Abzweig Oelkershusen/Im Stüh)

Am frühen Morgen des 1. Septembers 1939 eröffnete die deutsche Kriegsmarine das Feuer auf einen polnischen Stützpunkt bei Danzig. Zeitgleich bombardierten Luftwaffengeschwader Städte in Polen. „Seit fünf Uhr 45 wird zurückgeschossen“ fingierte Adolf Hitler später vor dem Reichstag, bezugnehmend auf ein von der SS inszeniertes Attentat auf eine deutsche Radiostation. Dabei war es das nationalsozialistische Deutschland, das mit dem völkerrechtswidrigen Angriff am 1. September 1939 den Beginn des Zweiten Weltkriegs verantwortete. Eines Krieges, der bis zu seinem Ende im Mai 1945 mehr als 60 Millionen Menschen das Leben kostete - unter ihnen auch polnische Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge im Stalag X B Sandbostel.

 

Die Stiftung Lager Sandbostel nimmt den 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen zum Anlass, um der als Folge des Krieges von Besatzung, Gefangenschaft und Verfolgung betroffenen Menschen zu gedenken. Die Veranstaltung findet auf der Kriegsgräberstätte Parnewinkel in Selsingen statt. Auf diesem ehemaligen Lagerfriedhof bestattete die Wehrmacht bis 1941 die Toten des Stalag X B, darunter die ersten polnischen Kriegsgefangenen.

 

Das genaue Programm wird gesondert bekannt gegeben.


Vortrag

Polnische Gefangene im Stalag X B Sandbostel

Vortrag von Jan Dohrmann, Gedenkstätte Lager Sandbostel

Dienstag, 3. September 2019, 19.00 Uhr, Bernard Le Godais-Saal

Wenige Wochen nach Kriegsbeginn erreichten im September 1939 die ersten polnischen Kriegsgefangenen das Stalag X B Sandbostel. Die Lagerkommandatur zwang die Offiziere gemäß den Genfer Konventionen nicht zum Arbeitseinsatz und verlegte sie bald in ein Oflag. Viele einfache Soldaten entließ die Wehrmacht formell aus der Kriegsgefangenschaft, um sie völkerrechtswidrig in der Rüstungsindustrie zu beschäftigen. Nach dem Warschauer Aufstand, der sich in diesem Herbst zum 75. Mal jährt, kamen Angehörige der polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa) nach Sandbostel. Unter ihnen waren viele Frauen. Im April 1945 treffen mit den Todesmärschen aus dem KZ Neuengamme und seinen Außenlagern die letzten der insgesamt mehr als 23.000 polnischen Staatsangehörigen im Stalag X B ein. In seinem Vortrag gibt Jan Dohrmann einen Überblick über die Situation polnischer Kriegsgefangener und KZ-Häftlinge – von der Gefangennahme bis zur Befreiung.

Aktuelles


18.6.2018
Lagerfriedhof wird vermessen


7.6.2019

Stolperstein für Binne Roorda in Groningen enthüllt


3.6.2019

Spätes Gedenken - Sowjetische Kriegsgefangene in Russland und Deutschland


28.5.2019

Förderpreis für Beitrag über Entstehung der Gedenkstätte



Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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