Veranstaltungshinweise


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 28. Mai 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 11. Juni 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Dienstag, 13. Juni 2017, 19.00 Uhr
„Für eine Liebe so bestraft – Deutsche Frauen und Zwangsarbeiter“.

Ein Dokumentarfilm von Erika Fehse, 2000, 45 min. Im Anschluss ein Beitrag von Katharina Saemann.

Der Film porträtiert mehrere Frauen, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus in ausländische Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene verliebten und sich deshalb des „Verbotenen Umgangs“ mit „Fremdvölkischen“ schuldig machten. Sie wurden zu Zuchthaus, KZ-Haft und Ehrverlust verurteilt. Dem Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangenen drohte im schlimmsten Fall die Hinrichtung zum Zwecke der „Abschreckung“.

Nach dem Krieg wurden die Frauen erneut bestraft: Sie wurden gemieden und von den Behörden gedemütigt, indem man ihnen die Anerkennung als politische Häftlinge und jegliche Haftentschädigung verweigerte.

Wir freuen uns sehr, dass an diesem Abend Katharina Saemann die Tochter der in dem Film porträtierten Anna Saemann anwesend sein wird und in einem Beitrag über das Schicksal ihrer Eltern berichten wird.

"Deutsche Frauen, die in Beziehung zu Kriegsgefangenen treten, schließen sich selbst aus der Volksgemeinschaft aus und erhalten ihre gerechte Bestrafung." Merkblatt "Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen im Arbeitseinsatz", Juli 1943

"Die Verurteilung zu einer Zuchthausstrafe wegen verbotenen Umganges mit Kriegsgefangenen stellt keine NS-Verfolgungsmaßnahme dar." Die Entschädigungsbehörde am 30.9.1954 in der Ablehnung eines Antrages auf Entschädigung


Donnerstag, 22.Juni 2017, 17.00 Uhr

Gedenkveranstaltung anlässlich des 76. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion auf dem Lagerfriedhof Sandbostel.

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuartiger Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Von den mehr als 3 Millionen 1941 in Gefangenschaft geratenen sowjetischen Soldaten starben bis Frühjahr 1942 etwa zwei Drittel. Bis zum Kriegsende sollten es insgesamt zwischen 4,5 bis 6 Millionen Gefangene werden. Die systematische Missachtung des Kriegsvölkerrechts und der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen gelten heute als eines der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte.
Das Kriegsgefangenenlager Sandbosel durchliefen insgesamt etwa 55.000 sowjetische Soldaten. Sie waren unter katastrophalen Bedingungen untergebracht und den Kriegsgefangenen wurde jegliche Unterstützung oder Hilfe vorenthalten.
Die Verstorbenen wurden anonym in Massengräbern auf dem Lagerfriedhof verscharrt. Bis heute ist die Zahl der in Sandbostel ermordet oder an Krankheiten und Mangelversorgung gestorben sowjetischen Kriegsgefangenen nicht bekannt. Knapp 4.700 sind namentlich bekannt. Eine Gesamtzahl lässt sich seriös nicht schätzen, es werden aber deutlich mehr sein.

Das genaue Programm wird gesondert bekannt gegeben.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 25. Juni 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Aktuelles


23.5.2017
„Mobile Interkulturelle Einsatztruppe“ hilft beim Erhalt der Steinbaracken


19.5.2017
Fotos aus Sandbostel bei "LensCulture Emerging Talents Awards" prämiert


5.5.2017

Erinnerungskultur und historisch-politische Bildung stärken
Pressemitteilung der AG der KZ-Gedenkstätten und des FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten


4.5.2017
Niederländisches Dodenherdenking in der Gedenkstätte Lager Sandbostel


2.5.2017
Würdige und gut besuchte Gedenkveranstaltung am 29.4.2017


7.4.2017
Tagung „Gedenkstätte Lager Sandbostel: Blick zurück und Blick nach vorn": Beiträge jetzt online




Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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