Veranstaltungshinweise


Die Gedenkstätte ist vom 24. - 28. Juni 2026 geschlossen

Aufgrund der sehr hohen Temperaturen schließen wir die Gedenkstätte bis einschließlich Sonntag den 28. Juni. Der öffentliche Rundgang muss leider entfallen. Kommen Sie gut durch die heißen Tage und passen Sie auf sich auf.


Fällt aus! +++ Öffentlicher Rundgang +++ Fällt aus!

Sonntag, 28. Juni 2026, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude


30. Juni 2026,18:00 Uhr, Kinosaal/Seminarraum 2, Greftstr. 5, 27446 Sandbostel

Vortrag von Andreas Ehresmann zum Abschluss der Sonderausstellung "Was trägt, wenn alles fehlt?"

Die religiöse Praxis im Kriegsgefangenenlager Sandbostel unter Berücksichtigung der Hilfsbemühungen des Vatikans und des YMCA

Blick in den italienischen Sakralraum mit dem Altarbild "Mater Captivorum"
Blick in den italienischen Sakralraum mit dem Altarbild "Mater Captivorum"

Religiöse Praxis war in Kriegsgefangenenlagern grundsätzlich erlaubt. Es gab unterschiedliche nationale und religiöse Gruppen, die Gottesdienste, Sonntagsmessen, Firmungen und seelsorgerische Betreuung der Gefangenen organisierten. Hilfsorganisationen wie die Young Men’s Christian Association (YMCA) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz versorgten die Gläubigen mit Bibeln, Gebet- und Gesangbüchern und liturgischen Gegenständen. Der Vatikan agierte hingegen aus der Distanz und richtete bereits 1939 ein Büro ein, das Daten zu Kriegsgefangenen aus allen Lagern sammelte. In dem Vortrag werden die Möglichkeiten der religiösen Praxis im Stalag X B Sandbostel sowie die nationalen Ausprägungen dargestellt. Gefangene katholischen und orthodoxen Glaubens bildeten die größten Gruppen, auf Muslime finden sich nur wenige Hinweise.Im Verlauf des Bestehens des Stalag X B lässt sich eine Zunahme der religiösen Betätigung der Gefangenen feststellen. In verschiedenen Bereichen des Kriegsgefangenenlagers wurden Sakralräume eingerichtet, und unter Aufsicht der Wehrmacht konnten Gottesdienste durchgeführt werden.


23. April bis 30. Juni 2026

Sonderausstellung

Was trägt, wenn alles fehlt? Hoffnung durch religiöse Praxis im Kriegsgefangenenlager Stalag X B Sandbostel

Gedenkstätte Lager Sandbostel, Bernard Le Godais-Saal

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel zeigt vom 23. April bis zum 30. Juni 2026 die von Selina Kaufmann im Rahmen ihres studentischen Praktikums erarbeitete Sonderausstellung zur Bedeutung von Religion im Kriegsgefangenenlager Stalag X B. Zwischen 1939 und 1945 waren über 300.000 Kriegsgefangene aus ganz Europa und der Sowjetunion in Sandbostel interniert. Trotz Hunger, Zwangsarbeit und strenger Überwachung durch die Nationalsozialisten spielte der Glaube für viele von ihnen eine ausschlaggebende Rolle zum (Über-)Leben im Kriegsgefangenenlager.
Die Ausstellung beleuchtet, unter welchen Bedingungen die religiöse Praxis im Lager möglich war – und geht außerdem darauf ein, wo sie eingeschränkt oder unterbunden wurde. Grundlage der religiösen Praxis bildeten zwar internationale Abkommen, doch die Umsetzung und Einhaltung hingen stark von Nationalität, Rang und politischer Einstufung der Gefangenen ab: Während französische, polnische oder italienische Gefangene eigene Kapellen einrichten konnten, waren sowjetische Gefangene aufgrund der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten weitgehend von Unterstützung durch internationale Hilfskomitees ausgeschlossen – das betraf auch die religiöse Praxis.

Anhand von Fotografien, Zeitzeugenberichten und Objekten – darunter religiöse Kleinfunde aus dem Offizierslager, Darstellungen der Madonna sowie liturgischer Gegenstände – wird sichtbar, wie vielfältig das religiöse Leben unter Lagerbedingungen war. Gemeinsame Gottesdienste, Chöre, Gebete und improvisierte Altäre gaben Halt, stärkten die Gemeinschaft und halfen vielen Gefangenen, die Hoffnung zu bewahren.
Zugleich zeigt die Ausstellung die Ambivalenz der religiösen Praxis: Gottesdienste wurden durch die Wehrmachtssoldaten überwacht, Predigten wurden zensiert und bestimmte Gruppen wurden systematisch benachteiligt.


Öffentlicher Rundgang

Sonntag, 12. Juli 2026, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

Foto: H. Schütt
Foto: H. Schütt

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel.

Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauer- und die Sonderausstellungen können im Anschluss besucht werden. 

Dauer: Etwa zwei Stunden.

Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


3. Juni - 26. August 2026

Sonderausstellung

Vielleicht erlebe ich den Frieden noch. Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Gedenkstätte Lager Sandbostel, ehemalige Lagerküche B

Vom 3. Juni bis zum 26. August zeigen wir die Ausstellung "Vielleicht erlebe ich den Frieden noch" über Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine. Sie portraitiert Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine, zeichnet ihre Situation während des russischen Angriffskrieg nach und lässt sie mit ihren Befürchtungen und Hoffnungen zu Wort kommen.


Aktuelles


6.5.2026

Würdige Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung


8.4.2026

Neues Studienheft zu NS-Verfolgten aus Polen und der Sowjetunion erschienen


31.3.2026

Wir trauern um Kees Koreman


22.1.2026

Fotografieren lernen an einem besonderen Ort. Neue Workshoptermin 2026


13.1.2026

Offener Brief: Konsequentes Vorgehen gegen KI-generierte Holocaust-Verfälschungen auf Social-Media-Plattformen


27.10.2025

NEU!

Ausstellungskatalog "trotzdem da" ab sofort erhältlich!



Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

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