Veranstaltungshinweise


Wie sich die Bilder gleichen. Oder? Blicke auf das Leben der französischen Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeiter in Bremen und Wesermünde 1940-45.

Vortrag von Prof. Dr. Helga Bories-Sawala (Universität Bremen, em.)

23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Gemälde der "Admiral Brommy" im Bremer Hafen. In dem Frachter waren 358 französische Kriegsgefangene untergebracht.
Gemälde der "Admiral Brommy" im Bremer Hafen. In dem Frachter waren 358 französische Kriegsgefangene untergebracht.

Besiegt, entwaffnet, im Feindesland eingesperrt, gedemütigt, beschimpft, zur Zwangsarbeit eingesetzt, ohne zu wissen, wann es je wieder in die Heimat geht – die Bilder von Kriegsgefangenen und Arbeitssklaven gleichen sich im jedem Krieg. Wirklich?
Ein genauerer Blick auf die französischen Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg in Bremen und Bremerhaven festgehalten wurden, auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, auf ihr Verhältnis zu den Deutschen und zu den Leidensgenossen aus ganz Europa, auf die perfiden Hierarchien im Universum Zwangsarbeit und schließlich auf ihre persönlichen Erinnerungen lässt entscheidende Unterschiede deutlich werden.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der dt.-frz. Sonderausstellung „Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 25. Februar 2017 von 8.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen. Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 26. Februar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Filmveranstaltung:

„Wessen Feind?“ Auf den Spuren französischer Kriegsgefangener

(Dokumentarfilm, Teil 1 : MARIN, 2014, 71 Min., Regie: Annelie Klother-Kropp/Walter Kropp)

Dienstag, 28. Februar 2017, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Marin Bresson (98), Bauernsohn und Nachbar der Filmemacher in Südfrankreich, erinnert sich an seine Kriegsgefangenschaft in Deutschland. Nach seinem Tod suchen die Filmemacher seine Spuren in Ostfriesland. Sie stoßen auf Hindernisse: lange Zeit war das Thema tabu – weil man niemanden belasten wollte? Aber jetzt wollen viele Menschen etwas „loswerden“. Mit leuchtenden Augen erzählen sie den Filmemachern von französischen Kriegsgefangenen, die für manche Brüder und Väter ersetzten. Aber wenn sie über Nazi-Lehrer und die Gestapo reden, ist ihre alte Angst noch spürbar.
Erst nach langen Recherchen finden sie Menschen, die sich an MARIN erinnern, den Ort des Lagers und den Hof, auf dem er gearbeitet hat. Die Bäuerinnen sollen freundlich und respektvoll mit ihm umgegangen sein.
Die Ereignisse von vor 70 Jahren wirken immer noch nach. Die Suche hat einiges aufgewirbelt. Wie wird das Geschehene heute verarbeitet? Was wird erinnert? Was wird vergessen?

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der dt.-frz. Sonderausstellung „Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“. In Kooperation mit der Deutsch-französischen Gesellschaft Stade


Deutsch-französische Sonderausstellung: "Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“ (Perspektivwechsel – Gefangene hier, Gefangene dort)

Samstag, 14. Januar – Samstag, 28. Februar 2017. Sonderausstellungsräume im „Haus Altenberg“, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

In Zusammenarbeit mit dem Verein Mémoires et Terroirs stellt die Stadt Cherbourg-Octeville durch diese Hör- und Bilderausstellung die Erinnerungsaussagen ehemaliger Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter aus der Normandie und Deutschland während des Zweiten Weltkrieges vor. Diese Aussagen sind Teile der großen Geschichte und die Erinnerungen der Zeugen der Normandie spiegeln die Berichte der deutschen Zeugen wider, und umgekehrt. Die Vorgehensweise bestand darin, der menschlichen Dimension der Berichte den Vorrang zu geben und den Worten dieser Menschen aus der Normandie und aus Deutschland Gehör zu verschaffen, deren Leben durch diesen schrecklichen Konflikt in manchen Fällen um bis zu ein Jahrzehnt beraubt wurde.

Aktuelles


9.2.2017

save the date - 29.4.2017

Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung


6.2.2017

Basisinformationen auf der Homepage jetzt in acht Sprachen abrufbar


23.1.2017
Festakt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Gedenkstättenverein


15.1.2017

Erklärung der 5. bundesweiten Gedenkstättenkonferenz

 

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30.12.2016

Jahresrundbrief der Gedenkstätte erschienen

 

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16.12.2016

Neuer Stiftungsvorstand gewählt


15.12.2016

Geänderte Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen


1.12.2016

Enkel entnimmt Erde vom Lagerfriedhof für das Grab der Großmuter


17.11.2016

Umfangreiche Bodenfunde bei Sondengängen




Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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