Veranstaltungshinweise


Wanderausstellung: „Banditi e ribelli. Die italienische Resistenza 1943-1945“

Mitwoch 15. August bis zum 27. September 2018, Bernard Le Godais-Saal (Veranstaltungsraum in der ehemaligen katholischen Kirche), Greftstraße 3, 27446 Sandbostel, während der Öffnungszeiten der Gedenkstätte

Nach zwanzig Jahren faschistischer Diktatur in Italien finden ab Ende 1943 viele Frauen und Männer den Mut und die Kraft zum Widerstand. Von den Faschisten als banditi und ribelli verunglimpft, kämpfen Zehntausende bewaffnet für das Ende des Zweiten Weltkrieges, gegen die deutsche Besatzung und gegen den italienischen Faschismus.

Das Geschichtsinstitut Istoreco aus Reggio Emilia und CultureLabs aus Berlin haben mit Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung die Wanderausstellung zur Geschichte des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945 erarbeitet. Auf 29 Ausstellungstafeln wird die Entscheidung der italienischen Partisanen für Frieden und für eine freie, gerechte Gesellschaft dargestellt.

weitere Informationen:

Banditi e ribelli - Homepage zur Foto-dokumentarische Wanderausstellung "Die italienische Resistenza 1943-1945"


Vortrag

Vom Verbündeten zum „Verräter“ – Italienische Kriegsgefangene im Stalag X B Sandbostel

Vortrag von Dr. Jens Binner, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Dienstag, 21. August 2018, 19.00 Uhr, Bernard Le Godais-Saal (Veranstaltungsraum in der ehemaligen katholischen Kirche), Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

"Das Innere einer Baracke". Foto: Vittorio Vialli, 1944 (Istituto Storico Parri Emilia-Romagna, Bologna Italien)
"Das Innere einer Baracke". Foto: Vittorio Vialli, 1944 (Istituto Storico Parri Emilia-Romagna, Bologna Italien)

„Sie betrachteten uns als ‘Untermenschen’. Die einzigen, die schlechter dran waren als wir, waren die Russen, sie wurden schlechter behandelt als wir. Wir waren die vorletzten.“ So fasste Michele Montagano seine Erfahrungen als italienischer Kriegsgefangener im Stalag X B Sandbostel zusammen. Zahlreiche Überlebende aus Italien berichten von schlechter Versorgung, Hunger und täglichen Schikanen im Lager und auf den Arbeitskommandos. Das Schicksal der italienischen Kriegsgefangenen wurde lange Zeit wenig beachtet.
Dr. Jens Binner, ehemaliger Kurator in der Gedenkstätte Lager Sandbostel, gibt in dem Vortrag einen Überblick über das Schicksal der italienischen Kriegsgefangenen im Stalag X B.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 25. August 2018 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 26. August 2018 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Filmveranstaltung:
„Das Heimweh des Walerjan Wrobel“, Spielfilm, 1991, 94 Min. Regie: Rolf Schübel. Mit u.a.: Artur Pontek und Andrzej Mastalerz
Dienstag, 28. August 2018, 19.00 Uhr, Bernard Le Godais-Saal (Veranstaltungsraum in der ehemaligen katholischen Kirche), Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Walerjan Wrobel wurde 1941 aus dem besetzten Polen zur Zwangsarbeit nach Deutschland gebracht. Auf einem Bauernhof in Bremen musste der 16jährige Junge harte Arbeiten verrichten. Die Arbeit war nicht das schlimmste, Walerjan hatte großes Heimweh und wollte wieder nach Hause zu seiner Familie. Er beschloss zu fliehen, wurde aber von der Bäuerin erwischt. In der Hoffnung nun endlich weggejagt zu werden, zündete er in der Scheune einen Strohballen an. Das Feuer wurde schnell entdeckt und eigentlich ist nicht viel passiert, aber Walerjan kommt nach Neuengamme ins Konzentrationslager. Neun schwere Monate überlebt er und dann passiert das Ungeheuerliche: ein Bremer Sondergericht verurteilt Walerjan Wrobel als Brandstifter zu Tode.

 

Eine Veranstaltung von Werner Kunz vom Heimatverein Gnarrenburg in Kooperation mit dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. und der Gedenkstätte Lager Sandbostel

Aktuelles


2.8.2018

Bedeutende Exponate an Sammlungsarchiv übergeben


1.8.2018

Nachruf Fritz Brandt


19.7.2018
Zeichnungskonvolut des frz. Kriegsgefangenen Robert Lepeltier übergeben


11.7.2018
Jugendliche legen historische Bodenplatte frei


10.7.2018
ZDF dreht Dokumentation über Lagerbauten in Sandbostel


22.6.2018

Halbjahresprogramm Juli bis Dezember 2018 erschienen




Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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