Veranstaltungshinweise


Wichtig: Zu Beginn der Veranstaltungen werden von allen Teilnehmer_innen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten erfasst. Nach drei Wochen werden diese Daten vollständig gelöscht. Die zum Zeitpunkt des Veranstaltung geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sind einzuhalten.


"nach vorne denken" - Workshop-Tag zu Themen der Friedens- und Gedenkstättenarbeit

Samstag, 26. September, 10.00 - 18.00 Uhr

nach vorne denken… ohne einen Blick zurück zu werfen? Mittlerweile ist das Ende des Zweiten Weltkrieges 75 Jahre her und immer häufiger ist die Rede vom Ende der Zeitzeug*innenschaft. Wer zum Kriegsende noch ein Kind war, ist heute über 80 Jahre alt und bald nicht mehr in der Lage, von der eigenen Geschichte zu erzählen. Kommende Generationen werden sich Themen wie der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg also zunehmend auf andere Weise zuwenden müssen. Aber wie geht das ohne Zeitzeug*innen?

 

Aus welchen Perspektiven kann ich auf die Zeit des Nationalsozialismus blicken? Erkennen wir Kontinuitäten des Denkens und Handelns von damals? Welche Dokumente hinterlassen uns Opfer und Täter des Nationalsozialismus? Wie kann ich heute in meiner Umgebung historisch aktiv werden und forschen? Auf welche Art und Weise verarbeite ich Geschichte? Diese Fragen müssen wir uns in Zeiten stellen, in denen rechtsextremes Gedankengut vermehrt Zustimmung findet, in denen Anschläge auf religiöse Stätten verübt werden und Verbrechen im Nationalsozialismus am Stammtisch und in Parlamenten verharmlost und geleugnet werden.

 

Gemeinsam mit Referent*innen aus der Friedens- und Gedenkstättenarbeit könnt ihr in verschiedenen Workshops diesen Fragen auf den Zahn fühlen. Sei mit dabei!

 

Weitere Infos und Anmeldung hier.


Sonderausstellung:
„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Mittwoch, 1. Juli – Mittwoch, 30. September 2020

Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße, 27446 Sandbostel

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien leisteten im Zweiten Weltkrieg freiwillig oder zwangsrekrutiert Militär- und Arbeitsdienste für die kriegführenden Kolonialmächte. Weite Teile der Welt – von Lateinamerika über Nordafrika und den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben verwüstet zurück. Allein China hatte mehr Opfer zu beklagen als Deutschland, Italien und Japan zusammen. Rekruten aus den Kolonien bekamen weniger Sold und schlechteren Unterkünften als ihre „weißen Kameraden“. Auch die Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan rekrutierten in der „Dritten Welt“; Kollaborierende kämpften von Nordafrika bis Indonesien an ihrer Seite. In der europäischen Geschichtsschreibung sind diese Aspekte und die damit verbundenen Schicksale und Lebensrealitäten fast vergessen. Die Ausstellung präsentiert sie erstmals ausführlich.



Aktuelles


7.9.2020
Laura Keiser beginnt

FSJ Politik in Sandbostel


3.9.2020
Gedenken an Überfall auf Polen vor 81 Jahren


18.8.2020
Anmeldung zum Workshop-Tag 2020 ab sofort möglich


15.8.2020
Vortrag über 'comfort women' als Video verfügbar


7.8.2020
Wir trauern um

Peter Matthiesen



Ausführliche Veranstaltungshinweise, aktuelle Meldungen und das Pressearchiv finden Sie in der Rubrik Aktuelles

 

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Gedenkstätte Lager Sandbostel können Sie hier herunterladen.

 

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