Exhumierungen


Verwahrlostes Massengrab. Foto: unbekannt, April 1952. Archiv KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Verwahrlostes Massengrab. Foto: unbekannt, April 1952. Archiv KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 Nach der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel waren viele Nationen bestrebt, ihre Angehörigen auf den deutschen Lagerfriedhöfen zu identifizieren, zu exhumieren und in die Herkunftsländer zu überführen. Hier bestatteten sie die Toten oftmals auf Ehrenfriedhöfen.

 

Zwischen 1954 und 1956 hat die französische Mission de Recherche die gesamte britische Zone bereist und auf vielen einstigen Lagerfriedhöfen die Massengräber geöffnet und die Gebeine forensisch untersucht.

 

In Sandbostel waren alle, zu diesem Zeitpunkt stark vernachlässigten Massengräber, die kurz vor der Befreiung um das Stalag X B herum für die verstorbenen KZ-Häftlinge angelegt wurden, geöffnet und die Gebeine untersucht worden. Diejenigen die namentlich oder aufgrund anderer Indizien als französische Opfer identifiziert werden konnten, überführte man nach Frankreich.

 

Die sterblichen Überreste der nichtfranzösischen Opfer oder die nicht identifiziert wurden, wurden auf das Gräberfeld II auf dem Lagerfriedhof umgebettet.

 

In der Folge untersuchten noch weitere Gräberdienste aus Belgien, den Niederlanden und aus Italien den Lagerfriedhof sandbostel um die identifizierten Opfer in die Herkunftsländer zu überführen, bzw. bei dem verstorbenen Italienischen Militärinternierten, diese auf einen großen Ehrenfriedhof in Hamburg-Öjendorf umzubetten.

 

Der deutsche Arzt und Forensiker Günther Paul Schulz bei der Untersuchung von exhumierten Skelettteilen. Foto: unbekannt, 1954. Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau
Der deutsche Arzt und Forensiker Günther Paul Schulz bei der Untersuchung von exhumierten Skelettteilen. Foto: unbekannt, 1954. Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau
Arbeiter beim Umbetten der exhumierten Gebeine von verstorbenen KZ-Häftlingen. Foto: Günther Paul Schulz, 1954. Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau
Arbeiter beim Umbetten der exhumierten Gebeine von verstorbenen KZ-Häftlingen. Foto: Günther Paul Schulz, 1954. Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau

Lageplan des Gräberfeld II mit den umgebetteten Gebeinen der KZ-Häftlinge. Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau
Lageplan des Gräberfeld II mit den umgebetteten Gebeinen der KZ-Häftlinge. Archiv KZ-Gedenkstätte Dachau

 

Weiterführende Literatur: