Neuigkeiten 2020


6. Juli 2020

Erinnerung an die 1945 in Rotenburg verstorbenen KZ-Häftlinge aus dem Stalag X B Sandbostel

Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums Rotenburg verlasen die Namen der auf dem Waldfriedhof ruhenden KZ-Häftlinge. Foto: J. Dohrmann, 5.7.2020
Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums Rotenburg verlasen die Namen der auf dem Waldfriedhof ruhenden KZ-Häftlinge. Foto: J. Dohrmann, 5.7.2020

Am 5. Juli 1945 verstarb mit dem polnischen KZ-Häftling Czeslav Rotek im 86th British General Hospital in Rotenburg-Unterstedt der letzte am 29. April 1945 im Stalag X B Sandbostel befreite Häftling aus dem KZ Neuengamme und seiner Außenlager. Die Gedenkstätte Lager Sandbostel hat dieses Todesdatum zum Anlass genommen, auf dem Rotenburger Waldfriedhof an die 376 KZ-Häftlinge aus dem KZ-Auffanglager Sandbostel zu erinnern, die zwischen dem 11. Mai 1945 und dem 5. Juli 1945 in dem in einem ehemaligen Bremer Ausweichkrankenhaus eingerichteten britischen Armeelazarett verstarben und 1947 auf den Rotenburger Waldfriedhof umgebettet worden sind.

Der historische Gedenkstein aus Unterstedt und Namensstelen mit den Namen der auf dem Waldfriedhof bestatteten KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen. Foto A. Ehresmann, 7.5.2015
Der historische Gedenkstein aus Unterstedt und Namensstelen mit den Namen der auf dem Waldfriedhof bestatteten KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen. Foto A. Ehresmann, 7.5.2015

Heute ruhen auf diesem Gräberfeld 135 Russen, 86 Polen, 29 Franzosen, 14 Letten, 11 Holländer, 10 Ungarn, 6 Belgier, 5 Deutsche, 9 Jugoslawen, 3 Griechen, 2 Litauer, 2 Spanier, 2 Tschechen, 1 Slowake, 1 Este und 25 Tote unbekannter Nationalität. Darunter auch polnische, jugoslawische und sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stalag X B Sandbostel, die während des Zweiten Weltkrieges in einem Rotenburger Wehrmachtslazarett starben sowie 28 sowjetische Kriegsgefangene aus dem Arbeitskommando Drübber im Landkreis Verden, die 1947 von den Briten nach Rotenburg umgebettet worden sind. Zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt Rotenburg Andreas Weber legten Mitarbeiter der Gedenkstätte auf der Gräberfläche für die KZ-Opfer und Kriegsgefangenen auf dem Waldfriedhof Blumen nieder. Schüler des Ratsgymnasiums Rotenburg beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung und verlasen die bekannten Namen der vor 75 Jahren in Unterstedt verstorbenen KZ-Häftlinge aus dem Stalag X B Sandbostel. Ein von der Schülerin Marie Kehrstephan gespieltes Stück auf der Klarinette mit einer anschließenden Gedenkminute schloss die kleine Zeremonie ab.


5.7.2020

„meet&work“. Neues Angebot in der Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel bietet in den Sommerferien ein neues Angebot an für Leute jeden Alters, die Lust haben mit gänzlich Unbekannten, Altbekannten und Freunden gemeinsam einen Tag oder mehr zu arbeiten. „meet&work“ heißt das neue Format und findet zunächst einmalig als „Versuchsballon“ statt vom 22. bis 24. Juli, sowie am 29. August von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Auf dem Programm steht das gemeinsame Arbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte.

„Wir bieten allen, die Lust und Zeit haben einen gelassenen Werkstatttag an. Gemeinsam arbeiten und etwas schaffen. Neue Leute kennenlernen. Altbekannte und Freunde wiedertreffen. Gemeinsam gut essen und ins Gespräch kommen. Dazu gibt es den einen und anderen Impuls zur Geschichte dieses Ortes,“ so Michael Freitag-Parey zu der Idee von „meet&work“ und ergänzt: „Wir haben ganz unterschiedliche Aufgaben auf der Todo-Liste für diese Tage stehen. Diese reichen von Reparatur- und Pflegearbeiten auf dem Aussengelände bis hin zum gemeinsamen Nachdenken darüber, wie die Friedens- und Gedenkstättenarbeit morgen und übermorgen aussehen kann oder auch aussehen muss. Wir haben z.B. vor neue Konzepte und Ideen vorzustellen und sie dem Praxistest zu unterziehen.“ „Zudem wollen wir das gemeinsame Arbeiten auch immer wieder mit Kurz-Impulsen und gemeinsamen Interaktionen zum historischen Ort unterbrechen“, führt Lars Hellwinkel aus, der gemeinsam mit Freitag-Parey dieses neue Format konzipiert hat und anbieten wird.

Ergänzt wird das neue Angebot von zwei weiteren Programmen in einem ähnlichen Stil. So findet am Freitag, 24. Juli „meet&work kreativ“ statt. Ein Theater-Workshop zum Thema „Haltung zeigen“ mit Gaby Reetz, die über Jahrzehnte hinweg für die Theaterarbeit am Gymnasium St. Viti in Zeven verantwortlich war und in dieser Zeit zahlreiche Stücke auf die Theaterbühne der Schule gebracht hat. Ebenso ist am gleichen Tag parallel dazu ein Foto-Workshop geplant. Hier laufen zur Zeit noch die Gespräche mit möglichen Referenten. Kurz nach dem Schulstart findet am Samstag, den 29. August ein weiteres Angebot statt: „meet&work for peace – Ein Chrashkurs in Sachen Frieden“ mit Michael Freitag-Parey.

Weitere Infos in Stichworten:

  • Kosten: Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. – Du kannst uns jedoch gerne eine Spende zukommen lassen.
  • Verpflegung: An allen vier Tagen gibt es ein kostenloses Mittagessen sowie am Nachmittag ein kostenloses Kuchenbuffet. Wir bitten jedoch darüber hinaus, dass jede/r Teilnehmer*in für Getränke selber sorgt.
  • Übernachtung: Sollte das Interesse bestehen an beiden „meet&work“-Tagen hintereinander teilzunehmen ist eine Übernachtung ortsnah möglich: www.fub-oese.de
  • JULEICA: Nach Teilnahme einer unserer „meet&work“ – Tage erhältst du im Nachgang ein Zertifikat mit dem du deine JULEICA auffrischen kannst.
  • Alter: Keine Altersbeschränkung (14 – 99 Jahre)
  • Was ist mitzubringen: für den 22./23. Juli - Arbeitskleidung (z.B. auch Arbeitshandschuhe) und wetterfeste Kleidung (z.B. ggf. auch Sonnenschutz).
  • Anmeldungen und Rückfragen: m.freitag-parey@stiftung-lager-sandbostel.de; l.hellwinkel@stiftung-lager-sandbostel.de

3.7.2020

Ausstellungseröffnung "Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg" mit einleitendem Vortrag vom Kurator Karl Rössel (Köln): Mitschnitt jetzt abrufbar

Eröffnungsveranstaltung bei YouTube siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=Do0U4rj_p8c


25.6.2020

Neues Veranstaltungsprogramm Juli bis Dezember 2020 erschienen


22.6.2020

79. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion


12.6.2020

Gedenkveranstaltung für Fernand Deffaux in Stade

Gedenkveranstaltung auf dem Garnisonsfriedhof in Stade. Foto: Lars Hellwinkel, 12.6.2020
Gedenkveranstaltung auf dem Garnisonsfriedhof in Stade. Foto: Lars Hellwinkel, 12.6.2020

Heute hat der Französischkurs der Klasse 10f2 des Gymnasiums Athenaeum in Stade des französischen KZ-Häftlings Fernand Deffaux gedacht, der vor 75 Jahren am 12. Juni 1945 in Stade gestorben ist. Geboren am 26. April 1914 in Bury im Département Oise wurde Fernand Deffaux im Oktober 1944 in das KZ Neuengamme deportiert und erhielt dort die Häftlingsnummer 54395. Eingesetzt im Außenlager Meppen-Versen wurde er bei dessen Räumung im April 1945 auf die Todesmärsche von Meppen nach Bremen-Farge und von Farge in das Stalag X B Sandbostel gezwungen. Am 29. April 1945 in Sandbostel befreit, sollte Fernand Deffaux am 10. Juni 1945 über den Flugplatz Ottenbeck bei Stade nach Paris ausgeflogen werden. Er hatte sich jedoch im KZ-Auffanglager mit Typhus angesteckt und war so schwach, dass der französische Transportoffizier den Lufttransport ablehnte und Fernand Deffaux in das Stader Krankenhaus bringen ließ, wo er am frühen Morgen des 12. Juni 1945 starb. Die Familie war lange Zeit davon ausgegangen, dass Fernand Deffaux beim Untergang der Cap Arcona ums Leben gekommen ist. Erst 2015 konnte die Gedenkstätte Lager Sandbostel mit Hilfe der Amicale de Neuengamme sein Schicksal klären. Fernand Deffaux ruht in einem Einzelgrab auf dem Garnisonsfriedhof Stade.


26.5.2020

Radiointerview mit Andreas Ehresmann zur virtuellen Gedenkfeier online

Am 4. Mai hat der Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel in einem Interview mit der Radiosendung "re(h)v(v)o(l)lte" des Freien Sender Kombinats (FSK) aus Hamburg über die Entstehung der virtuellen Gedenkveranstaltung anläßlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Stalag X B und die Möglichkeiten und Grenzen dieses Formates gesprochen. Nunmehr ist das Interview auch im Audioportal Freier Radios (freie-radios.net) nachhörbar.

„virtuelle gedenkfeiern können das zusammenkommen nicht ersetzen, aber sie bieten auch eine chance.“ ein gespräch mit andreas ehresmann, leiter der gedenkstätte sandbostel (24:48 min)


8.5.2020
Gedenken anlässlich des 75. Jahrestags des Kriegsendes

Seit mehreren Jahren ruft eine Personeninitiative aus Stade dazu auf, am 8. Mai, dem Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und dem Ende des nationalsozialistischen Dritten Reichs, Blumen für diejenigen niederzulegen, die den Tag der Befreiung nicht mehr erlebten. Dazu hat der Heimatforscher Michael Quelle die Gräber von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen im Landkreis Stade recherchiert.

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel hat sich in diesem Jahr, dem 75. Jahrestag des Kriegsendes, an der Gedenkaktion beteiligt und auf 27 der insgesamt 90 bisher bekannten Friedhöfe, mit Gräbern von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen aus dem Stalag X B Sandbostel, Blumen und Gestecke niedergelegt.

Auf der Homepage der Gedenkstätte sind in der Rubrik Geschichte/Friedhöfe/Weitere Friedhöfe alle uns derzeit bekannten 89 Friedhöfe mit Gräbern von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen aus Sandbostel, in den niedersächsischen Landkreisen Rotenburg (Wümme), Stade, Cuxhaven,  Harburg, Osterholz, Lüneburg, Heidekreis und Verden sowie in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein, dokumentiert.

Blumen und Gestecke wurden am 8. Mai 2020 niedergelegt auf folgenden Friedhöfen:

  • Bremen, ehemaliger "Russenfriedhof Grambker Heerstraße"
  • Bremen, Osterholzer Friedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Bremen Hastedt, Jüdischer Friedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Hamburg, Ohlsdorfer Friedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Hamburg, Öjendorfer Italienischer Ehrenfriedhof – Italienische Militärinternierte
  • Hamburg, Bergedorfer Friedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Hamburg, Neuer Friedhof Harburg – Polnische AK-Angehörige und sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Bossel, Gemeindefriedhof – Sowjetischer Kriegsgefangener
  • Niedersachsen, Bremervörde, Bahnhof – Ankunftsort von Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen auf dem Weg in das Kriegsgefangenenlager (Stalag) X B Sandbostel
  • Niedersachsen, Dollern, Gemeindefriedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Gräpel, Gemeindefriedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Helmste, Gemeindefriedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Hepstedt, Kriegsgräberstätte – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Kronshusen bei Zeven, Kriegsgräberstätte – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Neuenkirchen/Schwanewede – nach der Befreiung verstorbene KZ-Häftlinge
  • Niedersachsen, Nottensdorf – Ein sowjetischer Kriegsgefangener
  • Niedersachsen, Oldenburg i. Old., Jüdischer Friedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Rotenburg (Wümme), Waldfriedhof – Sowjetische Kriegsgefangene und Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalitäten und KZ-Häftlinge
  • Niedersachsen, Sandbostel, Lagerfriedhof Stalag X B – Sowjetische Kriegsgefangene und Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalitäten und KZ-Häftlinge
  • Niedersachsen, Selsingen-Parnewinkel, Lagerfriedhof Stalag X B – Sowjetische Kriegsgefangene und Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalitäten
  • Niedersachsen, Groß Sterneberg, Gemeindefriedhof – Ein serbischer Kriegsgefangener
  • Niedersachsen, Schneverdingen, Gemeindefriedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Stade, Garnisonsfriedhof – Polnischer Kriegsgefangener und französischer KZ-Häftling
  • Niedersachsen, Stade-Bützfelth, Gemeindefriedhof – Sowjetischer Kriegsgefangener
  • Niedersachsen, Stade-Wiepenkathen, Gemeindefriedhof – Sowjetische Kriegsgefangene
  • Niedersachsen, Steinkirchen, Gemeindefriedhof – Ein polnischer Kriegsgefangener
  • Niedersachsen, Verden, Domfriedhof – Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalitäten
  • Niedersachsen, Zeven, Gemeindefriedhof – Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalitäten

5.5.2020
Niederländisches Totengedenken an der Lagerkirche

Wie jedes Jahr am 4. Mai, dem niederländischen Gedenktag "Nationale Dodenherdenking", hat auch gestern die "Nederlandse Traditie Vereniging Seedorf e.V." (NTSV), an die niederländischen Opfer von Krieg und Verfolgung erinnert und ihrer gedacht. Aber den aktuellen Ereignissen angepasst, kamen in diesem Jahr mit dem Vorsitzenden Henk Tijink, dem stellvertretenden Vorsitzenden Pieter Dotinga und der Schriftführerin Wilma Sievert nur drei Repräsentanten um nach Sandbostel um einen Kranz am Gedenkstein für die in Sandbostel verstorbenen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge vor der Lagerkirche niederzulegen. Die Kranzniederlegung, die Rede des Vorsitzenden Henk Tijink und das Verlesen eines Gedichts der niederländischen Schülerin Tamara Tromp sowie die traditionellen zwei Gedenkminuten, wurden aufgezeichnet. Die Mitglieder des NTSV, die sonst immer in einer großen Gruppe nach Sandbostel kamen, konnten die Zeremonie auf der Homepage der Vereinigung nachverfolgen.

Henk Tijink bei der Ansprache
Henk Tijink bei der Ansprache

Hintergrund 1:
Ursprünglich war das Dodenherdenking am 4. Mai (dem Datum der Unterzeichnung der deutschen Teilkapitulation in Nordwestdeutschland, Dänemark und den Niederlanden auf dem Timeloberg bei Lüneburg) als nationaler Gedenktag für die niederländischen Opfer im Zweiten Weltkrieg gedacht.
1961 erfolgte allerdings eine offizielle Erweiterung, die nunmehr alle niederländischen Kriegsopfer oder Verstorbenen seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs umfass
Einen Tag später am 5. Mai wird dann die Befreiung der Niederlande von der deutschen Besatzung gefeiert.

Hintergrund 2:
Im Kriegsgefangenenlager Sandbostel gab es viele zivile Seeleute aus den Niederlanden und den niederländischen Kolonien, die auf ihren Handelsschiffen von der deutschen Kriegsmarine aufgebracht und zunächst in das Zivilinternierungslager im Stalag X B und später dann in das Marlag/Milag-Nord in Westertimke überstellt wurden. Todesfälle unter den zivilen Niederländern sind bisher nicht bekannt.
Kurz vor Kriegsende wurden etwa 9.500 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme und einigen Außenlagern im Bremer Raum mit Transporten nach Sandbostel deportiert. Darunter befanden sich auch 519 Niederländer. Am 29. April 1945, dem Tag der Befreiung, wurden noch 377 niederländische KZ-Häftlinge lebend gezählt. Aber auch nach der Befreiung starben noch zahlreiche Häftlinge an Entkräftung, darunter fast 200 Niederländer. Insgesamt kehrte nur ein Drittel lebend aus Sandbostel in die Niederlande zurück (175 Personen).


4.5.2020
Ab 7. Mai ist die Gedenkstätte mit einem reduzierten Angebot wieder geöffnet

Entsprechend der aktuellsten niedersächsischen „Rechtsverordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus“ können Museen, Ausstellungen und Galerien, Gedenkstätten in Niedersachsen ab dem 6. Mai 2020 wieder geöffnet werden.
Wir freuen uns sehr, dass wir wieder öffnen können und Sie uns besuchen! Entsprechend der unverändert bestehenden Gefährdung durch den Corona-Virus werden wir die Gedenkstätte Lager Sandbostel aber ab 7. Mai 2020 zunächst auf unbestimmte Zeit mit einem reduzierten Angebot öffnen.

Zum Schutz der Besucher*innen und der Mitarbeiter*innen bzw. der Reduzierung des Risikos einer Ansteckung mit der Lungenkrankheit Covid-19 sind folgende Einschränkungen und Hygiene- und Abstandsmaßnahmen einzuhalten.

 

Einzelbesucherinnen und Besucher:

  • Der Zugang zu den Ausstellungsgebäuden und den Schaubaracken auf dem Gedenkstättengelände ist nur mit einer geeigneten Mund-Nase-Maske zulässig (sogenannte „Community Maske“). Eine „Community Maske“ schützt nicht vor Ansteckung, es reduziert aber den Tröpfchenausstoß der/s Träger*in und schützt die andere Person („Ich schütze dich, Du schützt mich“).
  • Im Eingangsbereich zur Hauptausstellung ist eine Handdesinfektion durchzuführen. Desinfektionsmittel steht zur Verfügung.
  • In den Ausstellungsgebäuden und den Schaubaracken der Gedenkstätte Lager Sandbostel sind zeitgleich maximal je 10 Personen zulässig.
  • Der Abstand zwischen den Besucherinnen und Besuchern muss mindestens eineinhalb Meter betragen (besser sind zwei Meter).

Gruppen:

  • Aktuell sind angemeldete Besuchsgruppen und Gruppenbildungen an den öffentlichen Sonntagsöffnungen noch nicht zulässig.

Allgemeine Empfehlungen:

  • Niesen oder Husten sollte in die Armbeuge zu erfolgen.
  • Regelmäßiges und ausgiebiges Händewaschen  (mindesten 20 Sekunden, besser 30 Sekunden) reduziert die Ansteckungsgefahr.
  • Möglichst wenig mit den Händen anfassen reduziert die Gefahr einer Schmierinfektion.