Stiftung Lager Sandbostel I Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Notaufnahmelager für DDR-Flüchtlinge
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Öffentliche Rundgänge in der Gedenkstätte Lager Sandbostel am 26.05. um 13.00 Uhr und um 15.00 Uhr.

Steigende Besucherzahlen und internationales Echo auf die neue Dauerausstellung der Stiftung Lager Sandbostel - Besuch aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Moskau und Bologna
Sehr positiv fällt die Bilanz der Stiftung Lager Sandbostel zu den Besucherzahlen im ersten Monat nach der Eröffnung der neuen Dauerausstellung aus. Beide Ausstellungsteile treffen auf großes Interesse.

Viele sehr unterschiedliche Besuchergruppen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel in den letzten vier Wochen erlebt.
Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung regt viele Besucherinnen und Besucher an, sich mit dem lange verdrängten Geschehen im Stalag XB auseinanderzusetzen.

Besonders positiv werden die sachliche Darstellung und die Vielfalt an gebotenen Informationen von den Besucherinnen und Besuchern wahrgenommen. Auf reges Interesse treffen die zahlreichen Zeitzeugenaufnahmen, die in die neue Dauerausstellung integriert wurden, aber auch die Möglichkeit, nachzusehen, ob im eigenen Heimatort ein Arbeitskommando des Stalag XB existierte. Viele Besucherinnen und Besucher nutzen die Gelegenheit, die Mitarbeiter über Erzählungen und Dokumente zu informieren, die es in Familien oder Ortschroniken an den Orten der Arbeitskommandos noch unentdeckt gibt.

Ergreifende Momente in Gesprächen mit überlebenden KZ-Häftlingen, die es sich nicht nehmen ließen, abends mit einer Gruppe der Amicale francaise de Neuengamme auf dem Weg nach Hamburg die neue Ausstellung in Sandbostel anzusehen, wechselten in den ersten vier Wochen nach Ausstellungseröffnung mit der Freude über detaillierte und anschauliche Berichte aus dem Alltag von italienischen Militärinternierten von Andrea Andalo, einem einfachen italienischen Soldaten aus Bologna, die sein Sohn und sein Enkel bei ihrem Besuch in der neuen Dauerausstellung der Gedenkstätte übergaben.

Erstaunen über das gewachsene internationale Interesse an der Gedenkstätte löste ein Artikel der Moskauer Journalistin Swetlana Kolosova auf der Internetseite des renommierten Moskauer Radiosenders echomsk aus, der nach ihrem Besuch in der Gedenkstätte erschien. Ihre Familie hatte nach 71 Jahren Dokumente über den Großvater gefunden, die endlich sein Schicksal aufklären. Er starb 1942 im Stalag XB. Jahrzehntelang hatte die Familie vergeblich nach ihm gesucht.

Die Moskauer Journalistin des 1tvru berichtete ausführlich über die neu eröffnete Ausstellung. Innerhalb von 2 Tagen haben 7000 Menschen diesen Artikel gelesen und sie erhielt auf ihrer Internetseite Rückmeldung von Interessierten, die ebenfalls Angehörige im Stalag XB vermuten oder dazu beitragen wollen, die in der Ausstellung gezeigten Biografien weiter aufzuklären. So erfuhr die Gedenkstätte von dem weiteren Schicksal einer sowjetischen Soldatin nach 1945. Ein Team des russischen Fernsehens wird, begleitet von Wissenschaftlerinnen der Lomonossow Universität in Moskau, Mitte Juni für eine vierteilige Dokumentation über Gefangenenlager im 2. Weltkrieg Aufnahmen in der Gedenkstätte Lager Sandbostel machen.

Es kommen aber auch viele Besucherinnen und Besucher, die mit dem Ort Sandbostel Erinnerungen aus der Nachkriegszeit verbinden: damalige Flüchtlinge aus der DDR mit ihren Familien oder eine Gruppe von ehemaligen Sandbostlerinnen, die ihr Klassentreffen für einen Besuch in der neuen Dauerausstellung genutzt haben.

Öffentliche, begleitete Rundgänge am Sonntag, dem 26.05.2013
Die Gedenkstätte bietet wegen des gewachsenen Interesses an zwei Sonntagen im Monat öffentliche Rundgänge an.
Die Teilnahme an den öffentlichen Rundgängen und der Besuch der Ausstellung sind kostenlos. Treffpunkt ist jeweils um 13.00 Uhr und um 15.00 Uhr die Gelbe Baracke, Greftstr. 3, Sandbostel bei Bremervörde.

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist wochentags von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr und an den Wochenenden von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.



 

Stiftung Lager Sandbostel • Gedenkstätte Lager Sandbostel • Greftstr. 3 • 27446 Sandbostel
info@stiftung-lager-sandbostel.de • Tel.: 04764-225 4810 • Fax: 04764-225 4819