Veranstaltungen 2017


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 14. Januar 2018 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Winterpause

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist vom 22. Dezember 2017 bis zum 4. Januar 2018 geschlossen.

Foto: Ludwig Althaus, 12.12.2016
Foto: Ludwig Althaus, 12.12.2016

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr | Merry Christmas and a Happy New Year | Joyeux Noël et bonne année | Buon Natale e un felice anno nuovo | חג סמאך  ǀ Vrolijkkerst feest en een gelukkig nieuwjaar |عيد مولاد  كريم  ǀ Wesołych Świąt i Szczęśliwego Nowego Roku | Веселого Рождества и счастливого Нового Года


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 10. Dezember 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 26. November 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Gottesdienst in der Lagerkirche am Sonntag, den 19. November 2017

 

„Gut: Jetzt – Zeit für Frieden!“ ist ein kreatives Gottesdienstformat in der Lagerkirche Sandbostel.  Der Gottesdienst lädt ein zum Mitgestalten und Mitfeiern. Das Thema am 19. November 2017 wird Streit sein. Also, das richtige Streiten. Nicht das Rumzicken und Ausrasten. Konstruktiv Streiten will gelernt sein. Viele streiten ungern. Andere lieber anonym in Foren im Netz oder in der WhatsApp-Gruppe. Hier wird aus dem Streit oft ein regelrechtes Bashing. Eine gesunde Streitkultur "geht baden" und die fehlt insbesondere dann, wenn es schwierig wird. Ein gelungener Zoff dagegen kann neue und kreative Energie freisetzen. Also, gut jetzt: Streiten lernen. Wir machen einen Anfang! Beginn des Gottesdienstes um 18.00 Uhr in der Lagerkirche Sandbostel.


Vom Lagerfriedhof zur Kriegsgräberstätte" - Themenrundgang anlässlich des Volkstrauertags 2017

19. November 2017, 14.00, Treffpunkt "Kriegsgräberstätte Sandbostel", Bevener Str., 27446 Sandbostel

Kaum bekannt ist, dass die heutige Kriegsgräberstätte Sandbostel bereits 1942 explizit als Lagerfriedhof für das Stalag X B angelegt wurde. In der Nachkriegszeit wurde der Friedhof mehrfach umgestaltet. Zentrale Denkmäler, die an die hier ruhenden sowjetischen und polnischen Kriegsgefangenen erinnerten, wurden abgerissen und durch allgemeingültige Denkmäler ersetzt. Eine christliche Symbolik und die Benennung als "Kriegsgräberstätte" gaben dem Lagerfriedhof eine allgemein verträgliche Gestaltung.


Vortrag

Martin Luther, die Kirche und der Frieden

Vortrag von Lutz Krügener, Beauftragter für Friedensarbeit der Landeskirche Hannover

Dienstag 14. November 2017, 19.00 Uhr, Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Unbestreitbar ist Frieden das höchste Gut auf Erden. Doch bei aller Friedenssehnsucht der Menschen stellt sich immer wieder die Frage, ob und wie Kriege wirklich unvermeidbar sind wären. Auch für Luther, in dem von Aufständen geschüttelten 16. Jahrhundert, war diese Frage nicht leicht zu beantworten. Teils hat er zur Eskalation beigetragen. – Wie begegnet die Evangelische Kirche in Deutschland dieser Frage heute im 21. Jahrhundert im Angesicht aktueller Konflikte, kriegerischer Auseinandersetzungen und wachsender nationalistischer Strömungen weltweit?
Die Landeskirche Hannovers hat nach einem langen Prozess ein gemeinsames Wort dazu veröffentlicht: „Auf dem Weg zur Kirche des gerechten Friedens“. Der Beauftragte für Friedensarbeit, Pastor Lutz Krügener, wird in einem Vortrag mit anschließender Diskussion die Position der Landeskirche zu den friedensethischen Fragen verdeutlichen. Der Ort des Vortrags, das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag X B Sandbostel, wurde am 29. April 1945 mit Waffengewalt befreit, aber Jesus spricht die Worte:“ Wer das Schwert nimmt wird durch das Schwert umkommen!“ und „Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die linke hin!“ Der Vortrag verspricht in diesem Spannungsfeld eine interessante Auseinandersetzung. Der Referent wird sehr aktuell danach fragen, was die Position der Landeskirche für die heutigen Fragen nach einer geplanten deutlichen Erhöhung des Rüstungsetats und der Rüstungsexporte bedeutet. Auch wird er Alternativen zum militärischen Handeln in internationalen Konflikten aufzeigen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 12. November 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 11. November 2017 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Vortrag

Jüdische Kriegsgefangene im Stalag X B

Vortrag von Ronald Sperling, Vorsitzender des Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. und Dr. Janine Doerry, Gedenkstätte Augustaschacht

Donnerstag 9. November 2017, 19.00 Uhr, Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Der Antisemitismus nahm in der Politik und Ideologie des Nationalsozialismus einen großen Stellenwert ein. Der Völkermord an den Juden ist in der Forschung zum Nationalsozialismus eines der zentralen Themen. Eine Forschungslücke ist hierbei aber der Umgang mit jüdischen Kriegsgefangenen in den Kriegsgefangenenlagern der Wehrmacht. In dem Vortrag wird es zunächst eine allgemeine Einführung in die Behandlung der Kriegsgefangenen verschiedener Nationen mit jüdischem Glauben gehen. Was waren die offiziellen Vorgaben und welche Politik wurde verfolgt?
Im Anschluss werden einzelne Beispiele aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag X B Sandbostel vorgestellt.

 

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V. in Kooperation mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 22. Oktober 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 14. Oktober 2017 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 8. Oktober 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Aufgrund des Schlechtwetters ist der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag auf den 14. Oktober 2017 von 9.00 - 15.00 Uhr verschoben!

Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 7. Oktober 2017 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Vortrag und Filmveranstaltung

Das Notaufnahmelager für jugendliche Flüchtlinge aus der DDR

Vortrag von Dr. Andrea Genest

"Ludwigs Absprung". Dokumentarfilm, D, 2016, 40 min., Regisseurin: Karla Sonntag

Dienstag, 3. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Andrea Genest, die Kuratorin der 2013 eröffneten Ausstellung zur Nachkriegsgeschichte des Stalag X B Sandbostel, gibt eine Einführung in den Alltag des am 1. April 1952 am Standort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag X B eröffneten „Notaufnahmelagers für jugendliche, männliche Flüchtlinge aus der DDR“. Bis zur Schließung des Lagers noch vor dem Bau der Mauer fanden über 250.000 Jugendliche über Sandbostel ihren Weg in die Bundesrepublik. Einer von Ihnen war Ludwig Sasse, der 1956 als Minderjähriger alleine aus der DDR flüchtete.

Die Bremer Filmemacherin Karla Sonntag hat einen einfühlsamen Dokumentarfilm über „Ludwigs Absprung“ gedreht. Die Regisseurin wird an dem Abend anwesend sein.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 25. September 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


„Macht und Pracht“

Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September 2017, 9.00 bis 18.00 Uhr, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude

 Am 10. September findet der jährlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit ausgetragene „Tag des offenen Denkmals“ statt.
Am Tag des offenen Denkmals können zahlreiche sonst nicht zugängliche historische Gebäude in der Gedenkstätte besichtigt werden. Dadurch kann auch „hinter die Kulissen“ der Gedenkstätte geblickt werden.
In Rundgängen und Kurzvorträgen wird die Geschichte des Stalag X B, die Nachnutzung und die Entstehung der Gedenkstätte am historischen Ort dargestellt und werden Einblicke in die haupt- und ehrenamtliche Arbeit gegeben.

Letztmalig kann an diesem Sonntag die Sonderausstellung Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945" in der ehemaligen katholischen Lagerkirche besucht werden.


"Zehn Jahre Gedenkstätte Lager Sandbostel auf dem historischen Lagergelände" - Themenrundgang anlässlich des Jubiläums

Sonntag, 3. September 2017, 14.00, Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Am 3. September 2007 wurde die Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel von ihrem bisherigen Standort in Bremervörde auf das historische Lagergelände verlegt. Damit gab es nun erstmals die zunächst noch provisorische Möglichkeit, sich direkt vor Ort über die Geschichte des Stalag X B und das Schicksal der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge zu informieren. Dies stelle einen ersten und wichtigen Schritt auf dem Weg zu der heutigen modernen Gedenkstätte mit dem einmaligen Gebäudebestand, zwei zeitgeschichtlichen Ausstellungen und einer zeitgemäßen Gedenkstättenpädagogik dar.
In dem Rundgang werden die Entstehung und die Einrichtung der Gedenkstätte auf dem historischen Lagergelände dargestellt.
Dauer etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.

Eindrücke des Geländes und des ersten Ausstellungsgebäudes auf dem historischen Lagergelände in 2007


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 2. September 2017 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 27. August 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hamburg)

Samstag, 19. August 2017, ca. 10.00 bis ca. 18.00 Uhr
Treffpunkt: Eingang der KZ-Gedenkstätte  Neuengamme, Beginn der Führung: 12.00 Uhr. Anreise in privaten PKW, individuelle Absprache.

Der Gedenkstättenverein Sandbostel bietet am Samstag, den 19.08.2017 eine Fahrt in die Gedenkstätte Neuengamme an. Es wird einen ausführlichen Rundgang über das Gelände des ehemaligen KZ Neuengamme geben. Darüber hinaus wird es genügend Zeit für einen individuellen Besuch der Hauptausstellung „Zeitspuren“ oder eine der Ergänzungsausstellungen geben. Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte in der Gedenkstätte Sandbostel an.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V. Informationen und Anmeldung: mail[at]gedenkstaettenverein-sandbostel.de.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 13. August 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Gottesdienst in der Lagerkirche am Sonntag, den  13. August 2017

 

„Gut: Jetzt – Zeit für Frieden!“ ist ein kreatives Gottesdienstformat in der Lagerkirche Sandbostel.  Der Gottesdienst lädt ein zum Mitgestalten und Mitfeiern. Das Thema am 13. August 2017 wird die Freiheit sein. Anlass ist der 56. Jahrestag des Mauerbaus der ehemaligen DDR.  Nach dem Gottesdienst wird der Musiker Jan Philipp Grüthusen Lieder für die Freiheit singen. Beginn des Gottesdienstes um 18 Uhr in der Lagerkirche Sandbostel. Beginn des Konzerts 19 Uhr


Filmveranstaltung:
„Bonhoeffer – Die letzte Stufe“ (Bonhoeffer – Agent of grace), Spielfilm, BRD/USA/Kanada 1999, 88 Min. Regisseur: Eric Till. Mit u.a.: Ulrich Tukur, Johanna Klante
Dienstag, 8. August 2017, 19.00 Uhr, Veranstaltungsraum in der ehemaligen Lagerküche, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wird der Pastor Dietrich Bonhoeffer von der Gestapo verhaftet. Der Vorwurf: Verschwörung und Hochverrat. Tatsächlich war Bonhoeffer zeitlebens ein erbitterter Gegner des Nazi-Regimes – was sich auch im Tenor seiner Predigten niederschlug. Er wäre sogar selbst zu einem Attentat auf Hitler bereit gewesen. Während der monatelangen Verhöre durch die Gestapo hofft Bonhoeffer auf einen Sturz des Systems. Die Möglichkeit zur Flucht, vorbereitet von seiner Geliebten Maria von Wedemeyer, schlägt er aus. Nach dem Scheitern des Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 wird Bonhoeffer ins KZ Flossenbürg deportiert, wo man ihn kurz vor Kriegsende ermordet. (aus: Filmportal.de)

Eine Veranstaltung von Werner Kunz vom Heimatverein Gnarrenburg in Kooperation mit dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. und der Gedenkstätte Lager Sandbostel


Sonderausstellung:

"Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945"

Sonntag, 6. August – Dienstag, 12. September 2017

Sonderausstellungsräume in der ehem. kathtolischen Kirche, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

In den letzten Kriegswochen eskalierten die NS-Verbrechen – nun nicht mehr im vermeintlich fernen „Osten“, sondern inmitten der deutschen Gesellschaft. Anfang April 1945, als sich von Westen her die US-Armee näherte, räumte die SS das KZ Mittelbau-Dora im Harz. In aller Hast verlud sie 40.000 Häftlinge in Viehwaggons oder trieb sie zu Fuß Richtung Norden. Etwa die Hälfte der Transporte endete im KZ Bergen-Belsen. Tausende Häftlinge, die ihre Befreiung schon vor Augen hatten, wurden während der Todesmärsche ermordet. Nach dem Krieg bemühten sich die Alliierten, die während der Todesmärsche begangenen Verbrechen aufzuklären. Die meisten Deutschen hingegen lehnten eine Auseinandersetzung mit dem Thema ab.

Die Ausstellung verdeutlicht das Ausmaß der Gewalt während der Todesmärsche, und sie zeigt, dass die Verbrechen in aller Öffentlichkeit begangen wurden. Zudem thematisiert sie das „Kasernenlager“ in Bergen-Hohne, das im April 1945 zur Unterbringung der Häftlinge aus Mittelbau-Dora als Nebenlager des KZ Bergen-Belsen genutzt wurde. Später befand sich hier das größte jüdische DP-Camp Deutschlands.

Eine Ausstellung der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora


Ausstellungseröffnung:

"Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945"

Freitag, 4. August 2017, 17.00 - 17.45 Uhr

Sonderausstellungsräume in der ehem. katholischen Kirche, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

Programm:

- Begrüßung: Andreas Ehresmann (Leiter Gedenkstätte Lager Sandbostel)
- Grußwort Hans-Jürgen Schwarz (katholische Kirchengemeinde St. Michael, Bremervörde)
- Dr. Regine Heubaum (wissenschaftliche Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora), Einführung in die Ausstellung: Die Räumung des KZ Mittelbau-Dora, die Todesmärsche und Evakuierungstransporte
- Dr. Jens-Christian Wagner (Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten), Einführung in die Ausstellung: Die Ankunft der Transporte in Bergen-Belsen, die Folgewirkungen der Todesmärsche und einem Fazit zu der Frage: Warum gab es die Todesmärsche?

 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 23. Juli 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Ehrenamtlicher Arbeits- und Aufräumtag am 22. Juli 2017, 9.00 - 15.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Grefstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen.

Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 9. Juli 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 25. Juni 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Donnerstag, 22.Juni 2017, 17.00 Uhr

Gedenkveranstaltung anlässlich des 76. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion auf dem Lagerfriedhof Sandbostel.

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuartiger Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Von den mehr als 3 Millionen 1941 in Gefangenschaft geratenen sowjetischen Soldaten starben bis Frühjahr 1942 etwa zwei Drittel. Bis zum Kriegsende sollten es insgesamt zwischen 4,5 bis 6 Millionen Gefangene werden. Die systematische Missachtung des Kriegsvölkerrechts und der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen gelten heute als eines der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte.
Das Kriegsgefangenenlager Sandbosel durchliefen insgesamt etwa 70.000 sowjetische Soldaten. Sie waren unter katastrophalen Bedingungen untergebracht und den Kriegsgefangenen wurde jegliche Unterstützung oder Hilfe vorenthalten.
Die Verstorbenen wurden anonym in Massengräbern auf dem Lagerfriedhof verscharrt. Bis heute ist die Zahl der in Sandbostel ermordet oder an Krankheiten und Mangelversorgung gestorben sowjetischen Kriegsgefangenen nicht bekannt. Knapp 4.700 sind namentlich bekannt. Eine Gesamtzahl lässt sich seriös nicht schätzen, es werden aber deutlich mehr sein.

Das genaue Programm wird gesondert bekannt gegeben.


Dienstag, 13. Juni 2017, 19.00 Uhr
„Für eine Liebe so bestraft – Deutsche Frauen und Zwangsarbeiter“.

Ein Dokumentarfilm von Erika Fehse, 2000, 45 min. Im Anschluss ein Beitrag von Katharina Saemann.

Der Film porträtiert mehrere Frauen, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus in ausländische Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene verliebten und sich deshalb des „Verbotenen Umgangs“ mit „Fremdvölkischen“ schuldig machten. Sie wurden zu Zuchthaus, KZ-Haft und Ehrverlust verurteilt. Dem Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangenen drohte im schlimmsten Fall die Hinrichtung zum Zwecke der „Abschreckung“.

Nach dem Krieg wurden die Frauen erneut bestraft: Sie wurden gemieden und von den Behörden gedemütigt, indem man ihnen die Anerkennung als politische Häftlinge und jegliche Haftentschädigung verweigerte.

Wir freuen uns sehr, dass an diesem Abend Katharina Saemann die Tochter der in dem Film porträtierten Anna Saemann anwesend sein wird und in einem Beitrag über das Schicksal ihrer Eltern berichten wird.

"Deutsche Frauen, die in Beziehung zu Kriegsgefangenen treten, schließen sich selbst aus der Volksgemeinschaft aus und erhalten ihre gerechte Bestrafung." Merkblatt "Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen im Arbeitseinsatz", Juli 1943

"Die Verurteilung zu einer Zuchthausstrafe wegen verbotenen Umganges mit Kriegsgefangenen stellt keine NS-Verfolgungsmaßnahme dar." Die Entschädigungsbehörde am 30.9.1954 in der Ablehnung eines Antrages auf Entschädigung


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 11. Juni 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 28. Mai 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Zusätzlich im Programm!

21. Mai 2017, 10.00-17.00 - Internationaler Museumstag 2017

Diesjähriges Motto: Spurensuche. Mut zur Verantwortung

Erstmals beteiligt sich die Gedenkstätte Lager Sandbostel in diesem Jahr an dem vom Internationalen Museumsrat (International Council of Museums, ICOM) ausgerichteten Internationalen Museumstag. An dem Tag sind viele der historischen Gebäude in der Gedenkstätte geöffnet. In begleiteten Rundgängen besteht die Möglichkeit auch in Gebäude zu schauen, die sonst nicht zugängig sind.

 

Programm:

11.00 - 12.00 Rundgang
Es erfolgt eine Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und mehrere historische Gebäude wie eine Unterkunftsbaracke, die Lagerküche und eine Latrine. Zwei Dauerausstellungen können im Anschluss besucht werden.


13.00 - 14.00 Vortrag: Die baugeschichtliche Entwicklung, Nutzung und Sanierung der Unterkunftsbaracken des Stalag XB
Baracken gelten als ein Symbol für die nationalsozialistischen Lager. In dem Vortrag werden die Kulturgeschichte der Baracke, die Bedingungen in den Unterkunftsbaracken in den NS-Lagern und der denkmalpflegerische Umgang mit dem erhaltenen, bundesweit einmaligen Bestand an Holzbaracken dargestellt.


15.00-16.00 Rundgang
Es erfolgt eine Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und mehrere historische Gebäude wie eine Unterkunftsbaracke, die Lagerküche und eine Latrine. Zwei Dauerausstellungen können im Anschluss besucht werden.


Der Arbeitseinsatz der Kriegsgefangenen. Organisation und Praxis am Beispiel des Stalag X B

Vortrag von Andreas Ehresmann

16. Mai 2017, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Der Arbeitseinsatz von Millionen von Kriegsgefangenen war ein zentraler Bestandteil der deutschen Kriegswirtschaft. Die polnischen, belgischen, französischen, serbischen und sowjetischen Kriegsgefangenen und die italienischen Militärinternierten waren in sämtlichen Wirtschaftszweigen eingesetzt und in allen Teilen der deutschen Kriegsgesellschaft präsent.
Die Verwaltung des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel verwaltete bis zu 804 Kommandos zeitgleich, in denen Kriegsgefangene im gesamten Elbe-Weser-Dreieck zu Arbeiten eingesetzt waren. Im April 1942 waren über 83% der Kriegsgefangenen des Stalag X B in Arbeitskommandos eingesetzt.
Der Leiter der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Andreas Ehresmann, untersucht in dem Vortrag die komplexe Organisation des Kriegsgefangenenarbeitseinsatz und die Bedingungen in den Kommandos entsprechend der zivilen und militärischen Vorgaben und in der Praxis vor Ort.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 14. Mai 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Samstag, 29. April 2017, 16.00 - 20.00 Uhr

72. Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers (Stalag) X B Sandbostel


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 23. April 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 9. April 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 8. April 2017 von 9.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen. Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 26. März 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 12. März 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Sonderausstellung: "Leben unter dem Hakenkreuz" - 1933-1945 im Elbe-Weser-Dreieck. Eine Materialsammlung von Wolfgang Sellner

Freitag, 10. März – Freitag, 7. April 2017. Ausstellungsräume in einer ehemaligen Unterkunftsbaracke (z3), Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

Über Jahre hinweg hat Wolfgang Sellner aus Bremervörde Dokumente und Objekte aus der Zeit des Nationalsozialismus im Elbe-Weser-Dreieck gesammelt.
Jahrgangsweise hat Sellner die Dokumente, Fotos, Zeitungsartikel und Artefakte zu Collagen zusammengestellt und unter dem Titel "Leben unter dem Hakenkreuz" an verschiedenen Orten im Elbe-Weser-Dreieck gezeigt. Einzelne „Jahrgänge“ sind auch schon in der Gedenkstätte Lager Sandbostel gezeigt worden. Erstmals wird nun die gesamte Sammlung auf 63 Ausstellungstafeln gezeigt.
Anhand der Dokumente und des ausgestellten NS-Propagandamaterials wird in den Kapiteln "Politik", "Wirtschaft", "Kultur" und "Familie" eindrücklich die sich zunehmend radikalisierende Innenpolitik deutlich. Weitere Ausstellungstafeln zeigen Zeitungsartikel, Fotos und Propagandapostkarten, die auf die aggressive Expansionspolitik des NS verweisen und verschiedene Phasen des Zweiten Weltkriegs zeigen.
Die Besucherinnen und Besucher können anhand des dichten Materials auch den sich entsprechend des Kriegsverlaufes wandelnden Alltag der Zivilbevölkerung nachvollziehen; die anfängliche Blitzkrieg-Siegeseuphorie wird ebenso thematisiert wie das Erleben der alliierten Flächenbombardements deutscher Großstädte zum Kriegsende hin.


Filmveranstaltung:

„Wessen Feind?“ Auf den Spuren französischer Kriegsgefangener

(Dokumentarfilm, Teil 1 : MARIN, 2014, 71 Min., Regie: Annelie Klother-Kropp/Walter Kropp)

Dienstag, 28. Februar 2017, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Marin Bresson (98), Bauernsohn und Nachbar der Filmemacher in Südfrankreich, erinnert sich an seine Kriegsgefangenschaft in Deutschland. Nach seinem Tod suchen die Filmemacher seine Spuren in Ostfriesland. Sie stoßen auf Hindernisse: lange Zeit war das Thema tabu – weil man niemanden belasten wollte? Aber jetzt wollen viele Menschen etwas „loswerden“. Mit leuchtenden Augen erzählen sie den Filmemachern von französischen Kriegsgefangenen, die für manche Brüder und Väter ersetzten. Aber wenn sie über Nazi-Lehrer und die Gestapo reden, ist ihre alte Angst noch spürbar.
Erst nach langen Recherchen finden sie Menschen, die sich an MARIN erinnern, den Ort des Lagers und den Hof, auf dem er gearbeitet hat. Die Bäuerinnen sollen freundlich und respektvoll mit ihm umgegangen sein.
Die Ereignisse von vor 70 Jahren wirken immer noch nach. Die Suche hat einiges aufgewirbelt. Wie wird das Geschehene heute verarbeitet? Was wird erinnert? Was wird vergessen?

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der dt.-frz. Sonderausstellung „Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“. In Kooperation mit der Deutsch-französischen Gesellschaft Stade


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 26. Februar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 25. Februar 2017 von 8.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen. Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Zusätzlich im Programm!

Wie sich die Bilder gleichen. Oder? Blicke auf das Leben der französischen Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeiter in Bremen und Wesermünde 1940-45.

Vortrag von Prof. Dr. Helga Bories-Sawala (Universität Bremen, em.)

23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Gemälde der "Admiral Brommy" im Bremer Hafen. In dem Frachter waren 358 französische Kriegsgefangene untergebracht.
Gemälde der "Admiral Brommy" im Bremer Hafen. In dem Frachter waren 358 französische Kriegsgefangene untergebracht.

Besiegt, entwaffnet, im Feindesland eingesperrt, gedemütigt, beschimpft, zur Zwangsarbeit eingesetzt, ohne zu wissen, wann es je wieder in die Heimat geht – die Bilder von Kriegsgefangenen und Arbeitssklaven gleichen sich im jedem Krieg. Wirklich?
Ein genauerer Blick auf die französischen Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg in Bremen und Bremerhaven festgehalten wurden, auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, auf ihr Verhältnis zu den Deutschen und zu den Leidensgenossen aus ganz Europa, auf die perfiden Hierarchien im Universum Zwangsarbeit und schließlich auf ihre persönlichen Erinnerungen lässt entscheidende Unterschiede deutlich werden.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 12. Februar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Französische Kriegsgefangene im Stalag X B

Vortrag von Dr. Lars Hellwinkel (Athenaeum Stade/abgeordnete Lehrkraft an die Gedenkstätte)

7. Februar 2017, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Ankunft französischer Kriegsgefangener im Stalag X B. Foto: unbekannt (Wehrmachtsaufnahme), nicht datiert. GLS
Ankunft französischer Kriegsgefangener im Stalag X B. Foto: unbekannt (Wehrmachtsaufnahme), nicht datiert. GLS

Die französischen Kriegsgefangenen bildeten die größte Gruppe unter den verschiedenen Nationen im ehemaligen Stalag XB. Der Vortrag soll einen Überblick über das Leben der französischen Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft geben, ihren Spuren in der Region zwischen Weser und Elbe nachgehen und einen Blick auf die Erinnerung an ihr Schicksal nach 1945 in Frankreich werfen.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der dt.-frz. Sonderausstellung „Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 22. Januar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Gedenkstätte Lager Sandbostel: Blick zurück und Blick nach vorn
Eine Tagung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gedenkstättenvereins Sandbostel

Samstag, 21. Januar bis Sonntag, 22. Januar 2017, Ostel Jugendhotel, Feldstraße 9, 27432 Bremervörde

Die Tagung soll dazu dienen, das Vierteljahrhundert seit der Gründung des Vereins am 16. Januar 1992 (unter dem Namen „Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel“) bis zum aktuellen Entwicklungsstand der Gedenkstätte Lager Sandbostel Revue passieren zu lassen und Impulse zur Weiterentwicklung des Gedenkorts Sandbostel zu setzen. Die Tagung steht Mitarbeitern von Gedenkstätten, Historikern, Archivaren und Dokumentaren im Bereich Zeitgeschichte, Lehrern, Dozenten der politischen Bildung, Heimatforschern und Mitgliedern von Gedenkstättenvereinen offen.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V., Informationen und Anmeldung: mail@gedenkstaettenverein-sandbostel.de.


Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Gedenkstättenvereins Sandbostel

Freitag, 20. Januar 2017, 19.00 Uhr, Ostel Jugendhotel, Feldstraße 9, 27432 Bremervörde

Am 16. Januar 1992 wurde der Verein Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V. gegründet. Der "Doku-Verein" war ein wichtiger Akteur auf dem Weg zu der heutigen Gedenkstätte Lager Sandbostel. Seit 2004 ist der mittlerweile in Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. umbenannte Verein einer von neun Trägern der Stiftung Lager Sandbostel. Der Verein spielt nach wie vor bei der Erinnerung an die Menschen, die im Stalag X B Sandbostel gelitten haben und gestorben sind, bei den Bemühungen um den Erhalt der einmaligen Bausubstanz des Kriegsgefangenenlagers und im alltäglichen Gedenkstättenbetrieb eine wichtige Rolle.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V.


Deutsch-französische Sonderausstellung: "Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“ (Perspektivwechsel – Gefangene hier, Gefangene dort)

Samstag, 14. Januar – Samstag, 28. Februar 2017. Sonderausstellungsräume im „Haus Altenberg“, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

In Zusammenarbeit mit dem Verein Mémoires et Terroirs stellt die Stadt Cherbourg-Octeville durch diese Hör- und Bilderausstellung die Erinnerungsaussagen ehemaliger Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter aus der Normandie und Deutschland während des Zweiten Weltkrieges vor. Diese Aussagen sind Teile der großen Geschichte und die Erinnerungen der Zeugen der Normandie spiegeln die Berichte der deutschen Zeugen wider, und umgekehrt. Die Vorgehensweise bestand darin, der menschlichen Dimension der Berichte den Vorrang zu geben und den Worten dieser Menschen aus der Normandie und aus Deutschland Gehör zu verschaffen, deren Leben durch diesen schrecklichen Konflikt in manchen Fällen um bis zu ein Jahrzehnt beraubt wurde.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 8. Januar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Winterpause

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist vom 23. Dezember bis zum 4. Januar 2017 geschlossen.

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