Veranstaltungen 2017


Filmveranstaltung:

„Wessen Feind?“ Auf den Spuren französischer Kriegsgefangener

(Dokumentarfilm, Teil 1 : MARIN, 2014, 71 Min., Regie: Annelie Klother-Kropp/Walter Kropp)

Dienstag, 28. Februar 2017, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Marin Bresson (98), Bauernsohn und Nachbar der Filmemacher in Südfrankreich, erinnert sich an seine Kriegsgefangenschaft in Deutschland. Nach seinem Tod suchen die Filmemacher seine Spuren in Ostfriesland. Sie stoßen auf Hindernisse: lange Zeit war das Thema tabu – weil man niemanden belasten wollte? Aber jetzt wollen viele Menschen etwas „loswerden“. Mit leuchtenden Augen erzählen sie den Filmemachern von französischen Kriegsgefangenen, die für manche Brüder und Väter ersetzten. Aber wenn sie über Nazi-Lehrer und die Gestapo reden, ist ihre alte Angst noch spürbar.
Erst nach langen Recherchen finden sie Menschen, die sich an MARIN erinnern, den Ort des Lagers und den Hof, auf dem er gearbeitet hat. Die Bäuerinnen sollen freundlich und respektvoll mit ihm umgegangen sein.
Die Ereignisse von vor 70 Jahren wirken immer noch nach. Die Suche hat einiges aufgewirbelt. Wie wird das Geschehene heute verarbeitet? Was wird erinnert? Was wird vergessen?

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der dt.-frz. Sonderausstellung „Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“. In Kooperation mit der Deutsch-französischen Gesellschaft Stade


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 26. Februar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Der nächste ehrenamtliche Arbeits- und Aufräumtag findet am 25. Februar 2017 von 8.00 - 15.00 Uhr statt.

Sie sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte an diesem Tag ganz praktisch, beispielsweise beim Aufräumen und der Geländegestaltung, zu unterstützen. Fachwissen und Arbeitsgerät ist nicht notwendig. Für die Verpflegung ist gesorgt.


Zusätzlich im Programm!

Wie sich die Bilder gleichen. Oder? Blicke auf das Leben der französischen Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeiter in Bremen und Wesermünde 1940-45.

Vortrag von Prof. Dr. Helga Bories-Sawala (Universität Bremen, em.)

23. Februar 2017, 19.00 Uhr

Gemälde der "Admiral Brommy" im Bremer Hafen. In dem Frachter waren 358 französische Kriegsgefangene untergebracht.
Gemälde der "Admiral Brommy" im Bremer Hafen. In dem Frachter waren 358 französische Kriegsgefangene untergebracht.

Besiegt, entwaffnet, im Feindesland eingesperrt, gedemütigt, beschimpft, zur Zwangsarbeit eingesetzt, ohne zu wissen, wann es je wieder in die Heimat geht – die Bilder von Kriegsgefangenen und Arbeitssklaven gleichen sich im jedem Krieg. Wirklich?
Ein genauerer Blick auf die französischen Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg in Bremen und Bremerhaven festgehalten wurden, auf ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen, auf ihr Verhältnis zu den Deutschen und zu den Leidensgenossen aus ganz Europa, auf die perfiden Hierarchien im Universum Zwangsarbeit und schließlich auf ihre persönlichen Erinnerungen lässt entscheidende Unterschiede deutlich werden.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 12. Februar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Französische Kriegsgefangene im Stalag X B

Vortrag von Dr. Lars Hellwinkel (Athenaeum Stade/abgeordnete Lehrkraft an die Gedenkstätte)

7. Februar 2017, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Ankunft französischer Kriegsgefangener im Stalag X B. Foto: unbekannt (Wehrmachtsaufnahme), nicht datiert. GLS
Ankunft französischer Kriegsgefangener im Stalag X B. Foto: unbekannt (Wehrmachtsaufnahme), nicht datiert. GLS

Die französischen Kriegsgefangenen bildeten die größte Gruppe unter den verschiedenen Nationen im ehemaligen Stalag XB. Der Vortrag soll einen Überblick über das Leben der französischen Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft geben, ihren Spuren in der Region zwischen Weser und Elbe nachgehen und einen Blick auf die Erinnerung an ihr Schicksal nach 1945 in Frankreich werfen.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der dt.-frz. Sonderausstellung „Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 22. Januar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Gedenkstätte Lager Sandbostel: Blick zurück und Blick nach vorn
Eine Tagung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gedenkstättenvereins Sandbostel

Samstag, 21. Januar bis Sonntag, 22. Januar 2017, Ostel Jugendhotel, Feldstraße 9, 27432 Bremervörde

Die Tagung soll dazu dienen, das Vierteljahrhundert seit der Gründung des Vereins am 16. Januar 1992 (unter dem Namen „Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel“) bis zum aktuellen Entwicklungsstand der Gedenkstätte Lager Sandbostel Revue passieren zu lassen und Impulse zur Weiterentwicklung des Gedenkorts Sandbostel zu setzen. Die Tagung steht Mitarbeitern von Gedenkstätten, Historikern, Archivaren und Dokumentaren im Bereich Zeitgeschichte, Lehrern, Dozenten der politischen Bildung, Heimatforschern und Mitgliedern von Gedenkstättenvereinen offen.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V., Informationen und Anmeldung: mail@gedenkstaettenverein-sandbostel.de.


Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Gedenkstättenvereins Sandbostel

Freitag, 20. Januar 2017, 19.00 Uhr, Ostel Jugendhotel, Feldstraße 9, 27432 Bremervörde

Am 16. Januar 1992 wurde der Verein Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V. gegründet. Der "Doku-Verein" war ein wichtiger Akteur auf dem Weg zu der heutigen Gedenkstätte Lager Sandbostel. Seit 2004 ist der mittlerweile in Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. umbenannte Verein einer von neun Trägern der Stiftung Lager Sandbostel. Der Verein spielt nach wie vor bei der Erinnerung an die Menschen, die im Stalag X B Sandbostel gelitten haben und gestorben sind, bei den Bemühungen um den Erhalt der einmaligen Bausubstanz des Kriegsgefangenenlagers und im alltäglichen Gedenkstättenbetrieb eine wichtige Rolle.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V.


Deutsch-französische Sonderausstellung: "Regards croisés. – Prisonniers ici et là-bas“ (Perspektivwechsel – Gefangene hier, Gefangene dort)

Samstag, 14. Januar – Samstag, 28. Februar 2017. Sonderausstellungsräume im „Haus Altenberg“, Greftstraße 5, 27446 Sandbostel

In Zusammenarbeit mit dem Verein Mémoires et Terroirs stellt die Stadt Cherbourg-Octeville durch diese Hör- und Bilderausstellung die Erinnerungsaussagen ehemaliger Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter aus der Normandie und Deutschland während des Zweiten Weltkrieges vor. Diese Aussagen sind Teile der großen Geschichte und die Erinnerungen der Zeugen der Normandie spiegeln die Berichte der deutschen Zeugen wider, und umgekehrt. Die Vorgehensweise bestand darin, der menschlichen Dimension der Berichte den Vorrang zu geben und den Worten dieser Menschen aus der Normandie und aus Deutschland Gehör zu verschaffen, deren Leben durch diesen schrecklichen Konflikt in manchen Fällen um bis zu ein Jahrzehnt beraubt wurde.


Öffentlicher Rundgang am Sonntag den 8. Januar 2017 um 14.00 Uhr

Treffpunkt: Foyer im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

 

Einführung in die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel. Besichtigt werden ein Teil des ehemaligen Lagergeländes und historische Gebäude. Die Dauerausstellung kann im Anschluss besucht werden.

Dauer: Etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht notwendig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.


Winterpause

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel ist vom 23. Dezember bis zum 4. Januar 2017 geschlossen.

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