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Sonntagsjournal 27. Juli 2008
Jugendliche wollen Brücken schlagen
Workcamp von Kriegsgräberfürsorge und Stiftung Sandbostel
Sandbostel (fs). In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sandbostel und der Stiftung Lager Sandbostel veranstaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vom 1. bis 15. August ein Internationales Jugendworkcamp in Sandbostel.
In dem Dorf an der Oste sollen Brücken geschlagen werden. Die Gemeinde unterhält Partnerschaften mit Danizy in Frankreich und Novaja Derevnja in Russland. Regelmäßig besuchen ausländische Gäste das ehemalige Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager „Stalag XB“ und den Lagerfriedhof.
Im zweiten Workcamp nach den 70er Jahren sollen die Arbeiten des vergangenen Jahres fortgeführt werden. 24 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren aus verschiedenen Nationen werden die Gräber der Opfer pflegen und bei der Restaurierung des Lagergeländes helfen. Während des Zweiten Weltkrieges waren mehr als eine Million Menschen aus 46 Nationen in dem ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager interniert. Die Zahl derer, die im Lager ihr Leben ließen, schwankt zwischen 10.000 und 50.000.
In einer Pressemitteilung erläutert Andreas Ehresmann, Projektkoordinator der Stiftung Lager Sandbostel,   das   Rahmenprogramm des Workcamps. Demnach wird die Veranstaltung am Sonnabend, 2. August, um 13 Uhr von Bürgermeister Peter Radzio auf dem Sportplatz Sandbostel offiziell eröffnet.
Außerdem erwartet die Teilnehmer am Eröffnungstag eine Fußgängerrallye durch Sandbostel. Ziel ist es, dass die Jugendlichen den Ort und die Bürger kennen lernen: „Wir bitten die Einwohner der Gemeinde Sandbostel, die Jugendlichen bei ihren Aufgaben zu unterstützen“, so Ehresmann stellvertretend für die Veranstalter.
Am Freitag, 8. August, erwartet die „Workcamper“ ein „Abend der Nationen“ . Die
Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Gasthaus „Zum Grünen Jäger“. Am Sonntag, 10. August, verbringen die Jugendlichen den so genannten Gastfamilientag bei Sandbosteler Familien. Der Tag soll Gästen und Einwohnern Gelegenheit geben, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen. Zum Auftakt findet von 9 bis 10.30 Uhr ein gemeinsames Frühstück mit den Gasteltern und den Jugendlichen im „Workcamplager Sportheim“ statt. Anschließend übernehmen die Gastfamilien die Regie und die weitere Ausgestaltung des Tages. Um 18.45 Uhr findet vor der „Lagerkirche“ auf dem ehemaligen Gelände des „Stalag X B“ ein gemeinsamer Gottesdienst  mit  Pfarrer  Schmidtstatt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den Tag im Sportheim beim gemeinsamen Gedankenaustausch ausklingen zu lassen. Ehresmanns Hinweis dazu: „Wir benötigen immer noch Gasteltern für den Tag!“
Am Mittwoch, 13. August, haben die Workcamper im Vorfeld einer am späten Nachmittag stattfindenden Gedenkveranstaltung die Möglichkeit, im Gespräch mit Zeitzeugen unmittelbare Informationen zu den Schicksalen der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge zu bekommen. Die Gedenkfeier beginnt am Mittwoch, 13. August, um 17 Uhr vor der Lagerkirche. Anschließend gehen die Teilnehmer zu Fuß zum 2,5 Kilometer entfernten ehemaligen Lagerfriedhof, der heutigen Kriegsgräberstätte Sandbostel. Dort sollen sich sich um 18 Uhr Ansprachen und Gedenken der Toten anschließen. Beim öffentlichen Empfang stellen die Jugendlichen ab 19 Uhr am Hüßelhus in Sandbostel ihre Arbeit vor. Anschließend sind ein kleiner Imbiss und ein gemütliches Beisammensein geplant. Am Donnerstag, 14. August, bekommen die Jugendlichen Besuch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Internationalen Jugendworkcamps, das parallel zum Camp in Sandbostel in Neuengamme stattfindet
Mit diesem Prospekt wirbt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für seine Workcamps für Jugendliche. Ab dem 1. August findet eine solche Begegnung in Sandbostel statt. Foto: bz
 






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