Sandbostel (ts). „Versöhnung, Verständigung, Freundschaft, über Grenzen hinweg, Arbeit für den Frieden.“ So beschrieb Jelena Schamrei am Mittwochabend das Motto der internationalen Jugendbegegnung der Kriegsgräberfürsorge und des „EU-Aktionsprogramm Jugend“ bei der Sandbosteler Gedenkfeier (siehe auch obigen Bericht). Jelena Schamrei gehört zu Betreuerinnen der Jugendlichen, die unter anderem Wege auf dem Lagergelände freigelegt haben.
„Absicht des Workshops ist es, neben der Arbeit auf den Kriegsgräberstätten von den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft, unsere europäischen Nachbarn kennen zu lernen, Verständnis für einander zu entwickeln, Vorurteile abzubauen und Freundschaften zu schließen“, sagte Jelena Schamrei. 24 Jugendliche aus Russland, Frankreich, Moldawien und Deutschland nehmen an dem Camp teil, das an diesem Wochenende seinen Abschluss findet. Die Jugendlichen arbeiteten auf dem Kriegsgräberfriedhof in Sandbostel und dem Lagergelände. „Wir suchten alte Wege, entfernten Gras und Erde und pflegten den Friedhof“, beschrieb Schamrei die praktischen Aufgaben der Jugendlichen.
Doch über die praktische Arbeit hinaus habe das Camp noch einen weitere Zielsetzung verfolgt: „Zudem stellten wir uns der schwierigen Aufgabe, alle Menschen Europas in einem einzigen Menschen' zu vereinen. Es war nicht sehr leicht, da in Europa sehr verschiedene Kulturen, Sprachen und Traditionen vertreten sind“, so die Betreuerin.
Viele Gemeinsamkeiten
„Dennoch gelang es uns, da wir trotz der vielen Unterschiede eine Menge Gemeinsamkeiten haben. Wir alle sind Menschen mit den gleichen Gefühlen, Hoffnungen und Wünschen“, betonte Jelana Schamrei. Daher sei es wichtig, dass die Menschen „offen und tolerant“ miteinander umgehen und sich die Hände reichen, appellierte sie an die Gäste der Gedenkfeier. |