Sandbostel (bz/cb). Im Rahmen des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) Börde Oste-Wörpe befasst sich eine Projektgruppe mit dem ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Sandbostel.
Auf Bestreben von Selsingens Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers trafen sich die Akteure nun im Rahmen der Verbunddorferneuerung Seisingen. Zu diesem Thema mit europaweiter Relevanz haben bereits zum zweiten Mal Vertreter der Stiftung Lager Sandbostel, des Kuratoriums der Stiftung, des Dokumentations- und Gedenkstättenvereins, des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Kirchengemeinde Selsingen sowie Sandbostels Bürgermeister Johann Gerken, Werner Borchers und Svenja Berwald vom Amt für Landentwicklung Verden und die Verbundplaner an einem Tisch gesessen, um die Projektideen zu koordinieren. Da das Gelände im Planbereich der Verbunddorferneuerung Selsingen liegt, können Fördermittel über das Amt für Landentwicklung Verden beantragt werden. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen hat in der vergangenen Woche die Bereitstellung von Fördermitteln zum Erhalt und Ausbau der Dokumentations- und Gedenkstätte in Aussicht gestellt.
Bevor aber Mittel beantragt werden können, wird im Rahmen der Arbeitsgruppe ein Konzept abgestimmt, das konkrete Maßnahmen enthält und die Umsetzungsreihenfolge festlegt. Oben auf der Liste wird die bauliche Sicherung der noch vorhandenen Baracken stehen. Wie das aussehen kann, woher die Mittel zur Koinanzierung kommen und wann damit begonnen wird, werden die Mitglieder der Arbeitsgruppe schrittweise ausarbeiten und abstimmen. Die Entscheidungen, wie die Maßnahmen umgesetzt werden sollen, trifft das Kuratorium. |