Stiftung Lager Sandbostel I Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Bremervörder Zeitung 14. März 2009

Besucherzahlen sind deutlich gestiegen

Versammlung des Gedenkstättenvereins: Mitglieder für Satzungsänderung

Sandbostel. „Es war richtig, die Stiftung ins Leben zu rufen. Das zeigt sich jetzt in der guten Zusammenarbeit besonders deutlich.“ Mit klaren Worten hat der Vorsitzende des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel, Dr. Dietmar Kohlrausch, am Mittwochabend während der Jahres-hauptversammlung des Vereins die Gründung der Stiftung Lager Sandbostel gelobt.

In der Gaststätte „Zum grünen Jäger“ zog Kohlrausch ein durchweg „positives Fazit“ des vergangenen Jahres. Besonders erfreulich sei der stetige Anstieg der Besucherzahlen. Dieses Jahr seien bereits mehr als 800 Besucher in der Gedenkstätte Sandbostel gewesen. Das entspreche einer Steigerung von rund 50 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Dietmar Kohlrausch dankte in diesem Zusammenhang dem pädagogischen Leiter der Dokumentationsstätte, Burkhard Rexin, sowie den Gästeführern Werner Zeitler und Hubert Sandmann.

Ein wesentlicher Punkt während der Jahreshauptversammlung des Gedenkstättenvereins war die Änderung der Satzung. Hintergrund dafür ist der Wunsch der Stiftung Lager Sandbostel, einen Förderverein ins Leben zu rufen, damit zukünftig nicht nur Institutionen, sondern auch Privatpersonen die Arbeit der Stiftung mit Spenden finanziell unterstützen können. Die Idee: Anstatt einen neuen Förderverein ins Leben zu rufen, könnte der Gedenkstättenverein diese Aufgabe übernehmen. Nötig war dafür allerdings eine entsprechende Satzungsänderung, der die Vereinsmitglieder am Mittwochabend einstimmig zustimmten. „Unser Ziel ist es, die Stiftung zu stärken und damit die Errichtung einer Dokumentationsstätte auf dem Lagergelände voranzutreiben“, begründete Dietmar Kohlrausch die Satzungsänderung.
Während der Versammlung wurde Kassenwart Peter Matthiesen einstimmig im Amt bestätigt, ebenso wie Kassenprüferin Kathrin Huster. Derzeit hat der Verein 131 Mitglieder - zehn mehr als im Vorjahr. Außerdem sind acht Institutionen Mitglied im Verein.

Zum Thema

Die Termine im Überblick:
Für Mittwoch, 25. März., 19 Uhr, ist eine Veranstaltung in der katholischen Kirchengemeinde Bremervörde in Kooperation mit dem Bremer Donat-Verlag geplant. Dort soll das Buch von Lothar Wieland über den Pazifisten Heinrich Ströbel vorgestellt werden. Die Einführung übernimmt Bremens Ex-Bürgermeister Hans Koschnick.
Am Sonnabend, 18. April, 19 Uhr, findet in Kuhstedtermoor eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem „Cultimo“ statt. Auf dem Programm steht die Vorführung   des   niederländischen Films „Zwarte Ogen“ von Jan Bosdriesz, zu dem Aufnahmen auf dem Lagergelände in Sandbostel gedreht worden sind.
Jahrestag der Lagerbefreiung am Mittwoch, 29. April. Bei der Kundgebung in der Lagerküche (17.30 Uhr) wird die Big Band des Gymnasiums Zeven spielen, Schülerinnen des Gymnasiums Bremervörde werden eine dokumentarische Lesung abhalten (Thema: Amerikanische Gefangene). Dietmar Kohlrausch wird für den Gedenkstättenverein sprechen. Weitere Redner sind der Stiftungsvorsitzende Karl-Heinz Buck, die amerikanische Konsulin Karen E. Johnson und Landrat Hermann Luttmann.

 

 

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