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Bremervörder Zeitung 15. Februar 2008

Die Ereignisse akribisch dokumentiert

Dr. Klaus Volland stellt Dokumentation zur Gedenkveran-staltung anlässlich des 60. Jahrestages der Lagerbefreiung vor

Von Corvin Borgardt

Sandbostel. Der 29. April ist für den Dokumentations- und Gedenkstättenverein beziehungsweise für die Stiftung Lager Sandbostel von besonderer Bedeutung. Mit Gedenkveranstaltungen wird an diesem Tag alljährlich an die Befreiung des ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ Auffanglagers Stalag X B in Sandbostel durch britische Truppen am 29. April 1945 erinnert. An eine besondere Gedenkveranstaltung, nämlich die zum 60. Jahrestag der Lagerbefreiung, erinnert jetzt eine Dokumentation von Dr. Klaus Volland und Helga Bories-Sawala.

Gemeinsam mit Karl-Heinz Buck, dem Vorsitzenden der Stiftung Lager Sandbostel, und Clement-Volker Poppe, dem Vorsitzenden des Stiftungs-kuratoriums, stellte Dr. Klaus Volland die Dokumentation „Sandbostel, Bremen, Caen: 60 Jahre nach der Befreiung“ am Mittwoch am Ort des Geschehens vor.
Die 204 Seiten starke Dokumentation umfasst die Gedenk- und Vortragsveranstaltungen und Besuchsprogramme, die in der letzten April- und der ersten Maiwoche 2005 in Sandbostel und Bremen durchgeführt wurden.
Ergänzt werden die Veranstaltungen in der Region durch einen Blick auf die Gedenkveranstaltung für die Befreiung französischer Kriegsgefangener in Soest, die am 60. Jahrestag der Befreiung des Oflag (Offizierslager) VI A, dem 6. April, stattgefunden hatte. Außerdem enthält die Dokumentation Ausschnitte einer Bürgerreise und einer Fachtagung im französischen Caen im Juni 2005.„Es war eine aufwendige Arbeit“, sagte Dr. Klaus Volland am Mittwoch während der Vorstellung der Dokumentation, die sowohl Texte in deutscher Sprache als auch die jeweilige französische Übersetzung enthält. Die „bislang größte und umfangreichste Veranstaltung“ (Volland) zum 60. Jahrestag der Lagerbefreiung spiegelt sich in der umfangreichen Dokumentation wider.
Gemeinsam mit Helga Bories-Sawala, einer Spezialistin für den Zweiten Weltkrieg, die ihre Dissertation über die Zwangsarbeit in Bremen schrieb, hat Dr. Klaus Volland akribisch Reden und Vorträge, Fotos und andere Dokumente rund um den 29. April 2005 zusammengestellt.
Über Helga Bories-Sawala entstand auch der Kontakt nach zur französischen Gedenkstätte in Caen, die einen direkten Bezug nach Sandbostel hat. In Caen lagern unter anderem die so genannten Begräbnisprotokolle von Exhumierungen und Umbettungen in Sandbostel in den 50er Jahren. Damals wurden 2.500 Leichen auf dem Lagergelände exhumiert und auf der Kriegsgräberstätte wieder beigesetzt. Diese Begräbnisprotokolle sind nach Auskunft von Dr. Klaus Volland bis heute nicht wissenschaftlich ausgewertet.

Die Dokumentation (ISBN-Nr. 978-3-88722-693-0), deren Layout der Bremervörder Abiturient Tobias Holst gestaltet hat, ist ab sofort sowohl in der Dokumentationsstätte auf dem Lagergelände in Sandbostel (Greftstraße 5) als auch in Buchhandlungen der Region zum Preis von zwölf Euro erhältlich.

 

Kleines Foto: Co-Autorin Helga Bories-Sawala. Foto: C. Borgardt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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