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Bremervörder Zeitung 18. Januar 2010

Stiftung Lager Sandbostel besteht seit fünf Jahren

Sitzung des Kuratoriums an einem „historischen Ort“ - Stolz auf das bisher Erreichte - Weitere Pläne für die Zukunft

SANDBOSTEL. Ihren fünfjährigen Gründungstag hat die Stiftung Lager Sandbostel feiern können. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, Clement-Volker Poppe, lud aus diesem Anlass zu einer Sitzung in die Gaststätte „Zum Grünen Jäger“, in dem exakt vor fünf Jahren die konstituierende Sitzung stattgefunden hatte.

Die Teilnehmer der Tagung vor der Gaststätte "Zum Grünen Jäger" (Foto: bz)Neben den neun Vertretern der Institutionen und Vereine, die die Stiftung tragen, konnte Poppe mit Horst Rademacher einen der beiden Moderatoren begrüßen, die seinerzeit in zahlreichen Gesprächen die Gründung der Stiftung auf den Weg brachten. Darüber hinaus nahm auch der Architekt Detlef Cordes an der Sitzung teil. Cordes, Vorstandsmitglied des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel, hatte mit seinem Fachwissen maßgeblich zur Realisierung der Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen an dem historischen Gebäudebestand beigetragen.
Zu Beginn erinnerte Poppe an das historische Datum und die Situation zum Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme der Stiftung. „Ihr träumt“, so Poppe, hätte er vor fünf Jahren gesagt, wenn ihm damals jemand gesagt hätte, was heute erreicht sei.
Der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung, Karl-Heinz Buck, und Projektkoordinator Andreas Ehresmann resümierten das Erreichte. Seit dem Umzug der Dokumentationsstätte Sandbostel auf das historische Lagergelände konnte mit 450 000 eingeworbenen Euro in einem ersten Abschnitt die Bausubstanz von fünf historischen Unterkunftsbaracken, einer Latrine und einer ehemaligen Lagerküche gesichert und nutzbar gemacht werden.
Auch einen Ausblick auf das Kommende konnten Buck und Ehresmann geben: Die Mittel für den zweiten Abschnitt der Umgestaltung - die Sanierung zweier weiterer Gebäude, die Fortführung der Substanzerhaltung der Holzbaracken, ein Besucherinformationssystem und als großes Projekt die Neukonzeption zweier Dauerausstellungen zur Geschichte und Nachgeschichte des Stalag X B - sind schon eingeworben beziehungsweise in Aussicht gestellt. Mit diesen Maßnahmen soll noch im Frühjahr 2010 begonnen werden.
Zu den Teilnehmern der Sitzung gehörten Jörg Dietrich für das Land Niedersachsen, Landrat Hermann Luttmann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Peter Radzio für die Gemeinde Sandbostel, Clement-Volker Poppe von den Geschichtsfreunden Sandbostel und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel, Helmut Neiß als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung, Horst Rademacher als ehemaliger Moderator, Bärbel Pirwitz von der Lamberti-Kirchengemeinde Selsingen, Karl-Heinz Buck als Vor­standsvorsitzender der Stiftung, Dr. Hein-Arne zum Felde für den Landkreis Rotenburg, Werner Borchers für die Samtgemeinde Selsingen, Kurt Ringen für Pro Europa, Projektkoordinator Andreas Ehresmann sowie Detlef Cordes und Dr. Klaus Volland vom Verein Dokumentations­-und Gedenkstätte Sandbostel. (bz)

 

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