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Mit Notmaßnahmen zum Erhalt der Baracken auf dem ehemaligen Lagergelände wird im Herbst begonnen - Bürgerversammlung in Sandbostel
Mit großem Interesse verfolgen die Sandbosteler Bürger die Informationen zum Sachstand der Gedenkstättenplanung. Fotos: Schmidt
Von Thomas Schmidt
Sandbostel. Wie geht es weiter mit der Gedenkstätte Sandbostel? Das interessierte die Bürger, die Gemeindebürgermeister Johann Gerken am Donnerstagabend zur Versammlung in den „Grünen Jäger" geladen hatte. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stiftung, Karl-Heinz Buck, und Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers informierte Gerken über den Stand der Planung.
Der kürzlich von der Stiftung eingestellte Projektkoordinator Andreas Ehresmann (die BZ berichtete) nutzte die Bürgerversammlung, um sich den Sandbostlern vorzustellen. Der Architekt und Bauhistoriker, der in Kürze ein kleines Büro in der ehemaligen Verwalterwohnung auf dem Lagergelände beziehen wird, hat viel Erfahrung mit der Konzeption von Gedenkstätten, aber auch mit praktischer Gedenkstättenarbeit. Sieben Jahre war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme tätig. Jetzt stehe er auch vor Ort bereits ab Juli als Ansprechpartner zur Verfügung, sagte Ehresmann. Was den hauptamtlichen Projektkoordinator in den nächsten Monaten erwartet, machte Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers deutlich, der auch Kuratoriumsmitglied der Stiftung ist. Denn mit dem ersten Bauabschnitt, etwa den „Notmaßnahmen" zur Abstützung der Baracken, wird bereits im Herbst begonnen. Insgesamt stehen rund 400.000 Euro im Rahmen des so genannten „Masterplanes" zur Verfügung. Die Samtgemeinde hat die Trägerschaft der Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Lagergelände übernommen.
Allein für die Instandsetzung der Dächer sind rund 30.000 Euro vorgesehen. Rund 40.000 Euro stehen für die Freiraumgestaltung zur Verfügung. Mit der Dachsanierung des Küchengebäudes soll laut „Masterplan" im nächsten Jahr begonnen werden. Ob die vorgesehenen 87.000 Euro für die Erstellung eines Dokumentationsgebäudes reichen, so Borchers, werde davon abhängen, ob eines der bestehenden Gebäude genutzt werden kann oder ein Neubau nötig ist.
Die Frage eines Bürgers, ob die angekündigten öffentlichen Mittel denn auch alle fließen werden wie angekündigt, beantwortete Borchers mit großer Zuversicht. Seit alle Institutionen und Organisationen vor Ort an einem Strang ziehen, sei auch bei überregionalen Stellen die Bereitschaft groß, das Projekt in Sandbostel zu unterstützen, freutesich Borchers. Außerdem habe man ja das Wort des Ministers Ehlen, dessen Bemühungen um die Verbunddorferneuerung letztlich die Finanzierung des Projekts ermöglicht haben. Stiftungsvorsitzender Karl-Heinz Buck stellte die Organe der Stiftung vor und rief noch einmal die Verdienste der Vermittler Hans-Wilhelm Hastedt und Horst Rademacher in Erinnerung, deren Bemühungen nach einem konfliktreichen Weg schließlich im Dezember 2004 zur Gründung der Stiftung geführt haben.
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| Berichteten vom Sachstand der Planung für die Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Lagergelände: Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers (von links), Gemeindebürgermeister Johann Gerken und Stiftungsvorsitzender Karl-Heinz Buck. |
Stellte sich den Bürgern in Sandbostel vor: Projektkoordinator Andreas Ehresmann. Der Architekt und Bauhistoriker arbeitete sieben Jahre an der Gedenkstätte Neuengamme.