Zufriedene Gesichter auf allen Seiten: Samtgemeinderatsvorsitzender Dr. Hein-Arne zum Felde
(von links), Selsingens Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers, Stiftungsvorsitzender
Karl-Heinz Buck, Gedenkstättenkoordinator Andreas Ehresmann, Angelus Pape (Vorsitzender
der CDU-Ratsfraktion), Clement-Volker Poppe (Gedenkstättenstiftung), Peter Radzio (WFB-
Sprecher und Bürgermeister der Gemeinde Sandbostel) und Rudolf Kahrs (Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion). Foto: C. Borgardt
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Sandbostel/Selsingen (cb). Im Haushalt der Samtgemeinde Selsingen ist die finanzielle Unterstützung der Stiftung Lager Sandbostel ein fester Posten. Gestern
überreichten Ratsvertreter der Gedenkstättenstiftung zusätzliche 600 Euro - aus eigener Tasche. Sie spenden ihr Sitzungsgeld.
Mitte Oktober hatten die Mitglieder des Samtgemeinderates das ehemalige Stalag XB in Sandbostel besucht, um sich einen Überblick über den Stand der Dinge in Sachen Dokumentations- und Gedenkstätte zu verschaffen. Da es sich dabei um eine offizielle Sitzung des Samtgemeinderates handelte, stand den Politikern Sitzungsgeld zu.
Spontan, so Selsingens Samtgemeindebürgermeister Werner Borchers gestern, sei auf Anregung von Dr. Hein-Arne zum Felde die Idee gereift, die Aufwandsentschädigung zu spenden - aufgerundet mit Verfügungsmitteln des Bürgermeisters ein Betrag von insgesamt 600 Euro. „Die Bereitschaft, auf das Sitzungsgeld zu verzichten,war bei allen Ratsmitgliedern quer durch alle Fraktionen sofort vorhanden“, sagte Werner Borchers gestern bei der Spendenübergabe.
Mit der Spende, so der Selsinger Bürgermeister, wolle der Samtgemeinderat seine Verbundenheit mit der Stiftung Lager Sandbostel zum Ausdruck bringen und ein Zeichen setzen.
Der Vorsitzende der Stiftung, Karl-Heinz Buck, war froh, dass die Ratsmitglieder mit ihrer Spendenaktion die Akzeptanz der Gedenkstätte vor Ort weiter stärken würden. „Wir sind auch weiterhin auf Spenden angewiesen“, erklärte Buck.
Vor diesem Hintergrund kündigte Werner Borchers an, die finanzielle Unterstützung der Samtgemeinde für die Lagerstiftung in Höhe von 40.000 Euro möglicherweise eher als ursprünglich geplant zur Verfügung zu stellen. „Jetzt beginnen die Bauarbeiten, jetzt wird das Geld gebraucht. Darüber lässt sich bestimmt reden“, kündigte Borchers an. Denn im Haushalt für das kommende Jahr sei der Betrag bereits fest eingeplant.
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