Sandbostel (bz). Am Sonntag, 9. November, besteht um 13 und um 15 Uhr wieder die Möglichkeit bei öffentlichen Sonntagsrundgängen die Dokumentation- und Gedenkstätte Lager Sandbostel und das ehemalige Lagergelände zu erkunden. Begleitet werden die Besucherinnen und Besucher von dem pädagogischen Leiter der Dokumentations und Gedenkstätte Lager Sandbostel, Burkhard Rexin, und zertifizierten Gästeführern.
Während der etwa zweistündigen Rundgänge geben die Mitarbeiter der Gedenkstätte eine fachkundige Einführung in die Geschichte des Stalag X B und des historischen Ortes. Die Dauerausstellung zur Geschichte des Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers ist parallel von 12.30 bis 16.30 Uhr geöffnet. Treffpunkt ist jeweils die Dokumentationsstätte in der Greftstraße 5 in Sandbostel. Die Sonntagsrundgänge fallen in diesem Monat auf den sehr geschichtsträchtigen 9. November. Herausragend erwähnt sei nur der Hitler-Ludendorff-Putsch am 9. November 1923 und dem dadurch erstmals international wahrgenommenen Auftreten des Nationalsozialismus und die Pogrome am 9. November 1938, die den Übergang von der Diskriminierung der Juden in Deutschland zur offenen Verfolgung darstellen und in den Vernichtungslagern endeten.Die Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel nimmt den 70. Jahrestag des Novemberpogroms zum Anlass an diesem Tag mit einer kleinen Sonderausstellung an die beginnende offene Verfolgung der Juden zu erinnern und der ermordeten Jüdinnen und Juden zu gedenken. Die Sonderausstellung „Juden in Bremervörde“ wird in einer der historischen Unterkunftsbaracken präsentiert. |