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Bremervörder Zeitung 26. Juli 2007
Bundesförderung für Gedenkstätte möglich?
Reinhard Grindel startet Sommertour in Sandbostel: CDU-Bundestagabgeordneter informiert sich über Stand der Dinge
Reinhard Grindel im Gespräch mit Karl-Heinz Buck

Karl-Heinz Buck (rechts), Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel, gibt Reinhard Grindel einen Überblick über den Zustand der noch erhaltenen Baracken auf dem Lagergelände in Sandbostel

Sandbostel. Mit einem Besuch der Kriegsgräberstätte und des ehemaligen Kriegsgefangenen-und KZ-Auffanglagers in Sandbostel hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel am Dienstag seine diesjährige Sommertour durch den Wahlkreis gestartet. Grindel informierte sich sowohl über den Stand der Dinge in Sachen Gedenkstätte als auch über Wünsche für Projektförderungen des Bundes

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten war der Besuch der Kriegsgräberstätte und des Lagergeländes eine Premiere. Umso mehr Zeit nahm er sich für die Besichtigung. Karl-Heinz Buck, Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel, führte Grindel, der von Landrat Hermann Luttmann sowie Vertretern der Gemeinde Sandbostel, der Stiftung und des Gedenkstättenvereins begleitet wurde, über den Friedhof und das Lagergelände.
Ausführlich schilderte Buck die Geschichte des Stalag XB und den Stand der Dinge in Sachen Gedenkstätte. Vorrangige Maßnahme sei die Sicherung der baufälligen Baracken. Noch in diesem Jahr sollen die Dächer der hölzernen Gebäude saniert werden. Für das nächste Jahr sei die Sanierung des Küchengebäudes geplant, für das Jahr 2009 der Bau einer Dokumentationsstätte, erklärte Karl-Heinz Buck.Wie berichtet, hat das Land dafür bereits finanzielle Mittel in Höhe von 400.00 Euro in Aussicht gestellt. „Ich habe den Eindruck, dass es hier in Sandbostel jetzt sehr vernünftig und sachlich läuft", sagte Grindel vor dem Hintergrundjahrzehntelanger Kontroversen um die Errichtung einer Gedenkstätte. Diese Einschätzung bestätigten sowohl der Stiftungsvorsitzende Karl-Heinz Buck als auch Sandbostels Bürgermeister Johann Gerken und der Vorsitzende des Gedenkstättenvereins, Dr. Dietmar Kohlrausch. Die Arbeit der Stiftung finde auf breiter Basis Zustimmung, so die einhellige Meinung. Sorge bereite jedoch nach wie vor die langfristige Finanzierung der Gedenkstättenarbeit, erklärte Dr. Hein-Arne zum Felde, der Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Lager Sandbostel ist.
Reinhard Grindel, der als Mitglied im Ausschuss „Kultur und Medien" Berichterstatter für Gedenkstätten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, berichtete in diesem Zusammenhang von der geplanten Verabschiedung eines neuen Gedenkstättenkonzeptes noch in diesem Jahr. Voraussetzung für eine finanzielle Förderung des Bundes, so der CDU‑Politiker, seien demnach der möglichst originale Zustand und die nationale Bedeutsamkeit einer Gedenkstätte. „Beides sehe ich hier in Sandbostel gegeben", sagte Grindel, der sich „gerne dafür einsetzen möchte", möglichst viel von dem einmaligen Lagerensemble zu erhalten.
Eines, so der Politiker, sei bei der Realisierung der Gedenkstätte besonders wichtig: „Sie müssen alle mitnehmen, sprechen Sie mit den Menschen vor Ort", empfahl Grindel den engagierten Kämpfern für das Projekt, denen er attestierte, sehr zu einer Versachlichung des Gedenkstätten-Themas beigetragen zu haben.

Reinhard Grindel in der Ausstellung   Reinhard Grindel auf der Kriegsgräberstätte
Reinhard Grindel informiert sich in der Ausstellung in der ehemaligen Lagerkirche über die Geschichte des Stalag X B   Im Beisein von Sandbostels stellver- tretendem Bürgermeister Holger Blank (links) informiert der Koordinator der Gedenkstätte, Andreas Ehresmann, den Bundestagabgeordneten über die Kriegsgräberstätte.
Karl-Heinz Buck (von links) und Reinhard Grindel sowie Vertreter der Gemeinde Sandbostel und der Stiftung an einem Massengrab auf der Kriegsgräberstätte. Fotos: C. Borgardt
 






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