Sandbostel. „Die Gelände und Baracken sind ein sichtbarer Beweis der Vergangenheit, der bewahrt werden muss.“ Die CDU-Bundestagsbgeordnete Dr. Martina Krogmann hat am Freitag zum ersten Mal das ehemalige Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Stalag XB in Sandbostel besucht. Karl-Heinz Buck, Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel, und Projektkoordinator Andreas Ehresmann informierten die 44-Jährige über die laufenden Sanierungsmaßnahmen der Baracken und deren Finanzierung.
Nachdem der Stiftungsvorsitzende Karl-Heinz Buck einen Überblick über die Lagergeschichte gegeben hatte, führte Projektkoordinator Andreas Ehresmann die Bundestagsabgeordnete über das Lagergelände und die Ausstellungs-räume der Gedenkstätte.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand der Antrag der Stiftung auf Bundesförderung für die Dokumentations- und Gedenkstätte. „Unser Ziel ist es, bei den Menschen eine Verantwortlichkeit für die historischen Gebäude zu wecken“, so Ehresmann. In ihrer Funktion als Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sicherte Krogmann der Stiftung ihre Unterstützung zu. „Wichtig ist jetzt, im Bund den Boden zu bereiten. Die nationale Bedeutung Sandbostels muss in den Vordergrund gerückt werden“, betonte Martina Krogmann. Noch sei jedoch nicht absehbar, wie viel Geld die Stiftungin den nächsten Jahren für eine Dokumentations- Gedenk-,Informations- und Trauerstätte benötige, erläuterte Karl-Heinz Buck.
Neben der Finanzierungsfrage setzen Gedenkstätte und Stiftung vermehrt auf die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen: „Wir wollen mehr Stunden für die Pädagogik“, sagte Andreas Ehresmann.Die CDU-Bundestagsabgeordnete schlug eine Kooperation mit dem Jugendhotel „Ostel“ in Bremervörde vor: „Eine Zusammenarbeit zwischen den Institutionen könnte ich mir gut vorstellen.“ Das „Ostel“ hat im vergangenen Jahr mehr als 7.000 Schüler beherbergt. Im Anschluss an die Führung über das Außengelände und durch die Ausstellungsräume zeigte Karl-Heinz Buck zwei kurze historische Dokumentationen über den Stalag XB. Nach ihren rund zweistündigen Besuch in Sandbostel zeigte sich Krogmann beeindruckt von der Dokumentationsarbeit von Stiftung und Gedenktstättenverein: „Es ist ungeheuer wichtig, was Sie schon geleistet haben und was in Zukunft noch erforderlich sein wird. Vor allem für die nachfolgenden Generationen muss dieser sichtbare Beweis der Vergangenheit gewahrt werden.“ |