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Sanierung Latrine (vor der Sanierung)

Stand Februar 2009  

Das Abortgebäude (Latrine) wurde 1939/40 nach einem Musterbauplan der Wehrmacht (Heeresdienstvorschrift 38/12) errichtet und für 1000 Kriegsgefangene ausgelegt. Tatsächlich wurden die eingebauten 40 Toiletten aber von wesentlich mehr Gefangenen genutzt.

In der Nachkriegszeit wurde das Gebäude um einen Anbau erweitert und erfuhr eine Nutzungsänderung. Im Anbau wurden Waschgelegenheiten eingebaut sowie ein Freizeitraum eingerichtet. Im lagerzeitlichen Teil befand sich während der Jugendlagerzeit das Büro des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

 

Ansicht der Latrine von Nordwesten. Sichtbar ist der 1948 errichtete Anbau mit dem eingestürzten Dach. (13.01.2007)

 

Ansicht der Latrine von Süden. Die rechte Hälfte ist die lagerzeitliche Latrine, die linke Hälfte wurde 1948 als Waschraum angebaut. Erkennbar ist das marode und in Teilen eingestürzte Dach. (24.11.2008)

 

Blick in den 1948 errichteten Waschraum. (25.11.2008)

Blick in die lagerzeitliche Latrine. Das eingebrochene Dach wurde zum Schutz vor weiterem Verfall provisorisch mit Balken abgestützt. (25.11.2008)

 

Blick in die lagerzeitliche Latrine. (25.11.2008)

Blick in die lagerzeitliche Latrine. Der Raum wurde in der Nachnutzung als Durchgangslager für Flüchtlinge aus der DDR als Büro des Deutschen Gewerkschaftsbunds und in den letzten Jahren als Schafstall genutzt. (25.11.2008)

 

Das zusammengefallene Dach wird mit einem Bagger aus dem westlichen Gebäudeteil geräumt. (25.11.2008)

Blick in den von grobem Bauschutt geräumten westlichen Gebäudeteil. (25.11.2008)

 

Blick auf den Dachstuhl der Latrine. Die intakten Brettbinder werden geborgen, überarbeitet und dann wieder eingebaut. (25.11.2008)

Blick auf den östlichen Gebäudeteil. Ein Teil der zum Großteil maroden und abgängigen Decke der lagerzeitlichen Latrine wird in situ erhalten werden können. Bis zum endgültigen Einbau in die neue Dachkonstruktion wird der Teil mit Folien vor Regen und Schnee geschützt. (27.11.2008)

   

Beim Freiräumen des westlichen 1948 errichteten Gebäudeteils wurde ein Wandbild aus dem Durchgangslager für Flüchtlinge aus der DDR freigelegt. Das Sportmotiv wurde vermutlich um 1957, als der ehemalige Waschraum als Sportraum genutzt wurde, gemalt. (25.11.2008)

   






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