Sandbostel (jwp). Grund zur Freude hatten die Verantwortlichen der Stiftung Lager Sandbostel in den letzten Wochen häufiger. Da flossen Gelder für die dringend notwendige Gebäudesanierung unter anderem von der Stiftung Denkmalschutz, dem Landkreis und der Samtgemeinde Selsingen und schließlich aus einem EU-Programm zur Förderung des ländlichen Kulturerbes. Doch es sollen nicht nur die Baracken und das ehemalige Küchen-gebäude im Lager erhalten werden, auch die vielen bei Ausgrabungen entdeckten Fund-stücke sollen fachgerecht freigelegt, gereinigt und konserviert werden.
Für die Restaurierung archäologischer Fundstücke erhielt die Stiftung nun vom Landschaftsverband Stade einen Zuschuss von rund 5000 Euro. Hubert Hansel, der hauptamtliche Museumsberater beim Landschaftsverband Stade, konnte bei einem Besuch in der Gedenkstätte einige der restaurierten Fundstücke persönlich in Augenschein nehmen. Dabei handelte es sich überwiegend um Hinterlassenschaften ehemaliger Kriegsgefangener oder der Wachmannschaften des Stalag XB wie verzierte Kochgeschirre oder ein Paar Stiefel. Ebenfalls zu sehen war eine eiserne Schubkarre mit Holzgriffen, die von der archäologischen Konservatorin Imke Berg aus Hemmoor in mühevoller und langwieriger
Kleinarbeit gereinigt und konserviert wurde. Die Arbeit an allen archäologischen Fundstücken ist zeitaufwändig und damit kostenintensiv, der Zuschuss des Landschaftsverbandes daher hochwillkommen. Zumal aufgrund geplanter Arbeiten im Bereich der Straßenmeisterei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weitere Überreste der Lagerzeit gefunden werden, die dann ebenfalls freigelegt und restauriert werden müssen. Im Foto zu sehen sind Konservatorin Imke Berg, Karl-Heinz Buck und Hubert Hansel vom Landschaftsverband Stade mit einer restaurierten Schubkarre. Foto: jwp |