Im Rahmen seiner Sommertour durch den Bundestagswahlkreis Rotenburg-Verden machte Stünker gestern Vormittag in Sandbostel Station. An der Waldhalle empfingen ihn Workcamp-Leiter Bodo Henze und Karl-Heinz Buck, Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel. Ebenfalls beim Besuch dabei: Dietmar Kohlrausch (Vorsitzender Gedenkstättenverein), Kurt Ringen (Pro Europa), Andreas Ehresmann (Gedenkstättenkoordinator) sowie Sandbostels Bürgermeister Peter Radzio und der Chef der SPD-Kreistagsfraktion, Bernd Wölbern.
Soziale Kompetenz, so Joachim Stünker, könne man sich nicht anlesen, sondern nur durch viel Erahrung lernen. „Dazu gehört, dass man aufnahmebereit ist und Probleme der Gesellschaft auf sich wirken lässt“, berichtete der Langwedeler von seiner mittlerweile zehnjährigen Tätigkeit als Abgeordneter. Viele Konflikte ließen sich heute durch Gespräche lösen. „So sollte es auch in der Politik sein, unabhängig von der Parteizugehörigkeit“, sagte der 60-Jährige.
Durch die Teilnahme am Workcamp, so Stünker, hätten die Jugendlichen die Chance, viel über die europäischen Nachbarn zu lernen und beste Voraussetzungen, um dieses Wissen in ihrem späteren Leben einzusetzen. „Die Grenzen sind offen. Sie haben alle Chancen. Nutzen Sie sie“, sagte der SPD-Politiker.
Ein zentrales Thema des Jugendlagers sprach Workcamp-Leiter Bodo Henze an: die größer werdende Bedrohung durch den Rechtsradikalismus. „Ich würde die NPD verbieten“, sagte Stünker. Den Rechtsradikalismus politisch zu bekämpfen sei eine wichtige Aufgabe, die in der Schule beginne und sich durch die gesamte Gesellschaft ziehen müsse. „Das Workcamp ist auch in dieser Hinsicht eine wichtige Sache“, war sich der Politiker sicher. |