Sandbostel (mg). Mit der Anmietung der ehemaligen Verwalterwohnung im einstigen Kriegsgefangenenlager Sandbostel zum 1. Juli haben die Dokumentations- und Gedenkstätte und die Stiftung Lager Sandbostel einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung einer seit Jahren angestrebten Begegnungsstätte vollzogen. Gestern informierte sich der Sottrumer FDP-Landtagsabgeordnete Jan-Christoph Oetjen über die Pläne von Dokumentationsstätte und Stiftung und besichtigte das Lagergelände und den Friedhof.
Der 29-jährige Liberale nahm das Lager zum ersten Mal persönlich in Augenschein und zeigte sich sowohl vom Engagement der Dokumentations- und Gedenkstätte als auch von den Aktivitäten der Stiftung beeindruckt. Das Schlussresümee des agrarpolitischen Sprechers der FDP-Landtagsfraktion war klar und deutlich: „Wichtig ist, dass sich alle Beteiligten - von der Dokumentations- und Gedenkstätte über die Stiftung bis hin zur Gemeinde, Samtgemeinde und Landkreis einig sind und gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte der junge Liberale, der vom Schatzmeister und Pressesprecher des FDP-Ortsverbandes Zeven Hans-Hartmut Schmidt begleitet wurde, der auch den Kontakt zu dem liberalen Politiker hergestellt hatte.
Mitte August Eröffnung
Nach einem Besuch der Kriegsgräberstätte informierten Stiftungsvorsitzender Karl-Heinz Buck, sein Stellvertreter Helmut Neiß, Dr. Klaus Volland als stellvertretender Vorsitzender der Dokumentations- und Gedenkstätte, Projektkoordinator Andreas Ehresmann sowie Clement-Volker Poppe, Kurt Ringen und Peter Radzio vom Kuratorium der Stiftung und Sandbostels Bürgermeister Johann Gerken den FDP-Politiker zum aktuellen Stand der Dinge. Bekanntlich hat der eingetragene Verein „Dokumentationsund Gedenkstätte Sandbostel“ ein knapp drei Hektar großes Areal auf dem ehemaligen Lagergelände erworben, auf dem noch neun Baracken vorhanden sind, sich aber in einem äußerst schlechten baulichen Zustand befinden.
Einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung seiner Ziele sieht der Verein in der Anmietung der ehemaligen Verwalterwohnung auf dem Lagergelände, die vorübergehend als Dokumentationsstätte dienen wird. „Mitte August soll die offizielle Eröffnung stattfinden“, so Buck.
Jan-Christoph Oetjen stimmte dem Vorschlag von Karl-Heinz Buck zu, dass sich Stiftung und Gedenkstättenverein im Herbst zusammen mit allen Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region an einen Tisch setzen, um dann in einem gemeinsamen Konsens eine effiziente Ausschöpfung aller in Frage kommenden Fördermöglichkeiten anzustreben.
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