„Wie das Programm heute Abend aussieht, haben die jungen Leute selbst mir nicht verraten. Sie haben jedenfalls heimlich fleißig geübt“, sagte Campleiter Wolfgang Große in seiner Begrüßungsansprache. Unter den Gästen hieß er besonders Sandbostels Bürgermeister Peter Radzio und Karl-Heinz Buck als Leiter der Stiftung Gedenkstätte Sandbostel willkommen. Der Campleiter aus Göttingen zeichnet für die Betreuung der Jugendlichen verantwortlich und wird dabei von Arpad Firstner (Lüneburg), Annika Manegold (Paderborn), Haymo Hausmann (Arholzen), Valeska Schimmelpfennig (Celle) und Jana Mescheoglo (Moldawien) unterstützt.
Danach aber waren rasante Tänze, unterhaltsame Spiele und vor allem viel Musik Trumpf auf dem Saal „bei Rosi“. Gleich zu Beginn wirbelten Julia und Nuria aus Katalonien über die Tanzfläche und vermittelten einen Eindruck von Temperament und Grazie der „feurigen“ Spanierinnen. Allerdings: „Catalonia is not Spain“ war auf der Leinwand zu lesen. Darauf legten die beiden 18-Jährigen aus der historischen Provinz Spaniens großen Wert und untermauerten die Schönheit ihrer Heimat mit herrlichen Bildern traditionsreicher Stätten im Nordosten der Iberischen Halbinsel.
Danach wurde es lustig, als die 19-jährige Maren die Besucher zu einem Quiz auf die zur Bühne umfunktionierte Tanzfläche bat und den Beitrag der deutschen Teilnehmer zum humorvollen Auftritt werden ließ. Nachdem vier junge Polinnen und Polen gemeinsam ein sentimentales Lied aus dem Nachbarland vorgetragen hatten, legten die Mädchen eine schwungvolle Tanzeinlage aufs Parkett, was die Besucher zum rhythmischen Klatschen animierte. Aus der russischen Partnergemeinde Parfino nehmen vier junge Leute an der internationalen Jugendbegegnung in Sandbostel teil. Die 18-jährige Ekaterina stellte ihr Land vor und ergänzte ihren Vortrag mit zahlreichen Fotos aus ihrer russischen Heimat. So erfuhren die Gäste zum Beispiel, dass die Einwohner Jakutiens in der kältesten Region des Landes leben. Zuvor hatte Ekaterina mit einem Vortrag als Solosängerin geglänzt.
Und so setzte sich der Abend fort, an dem die jungen Leute ihre Gäste mit vielen Informationen aus ihren jeweiligen Ländern versorgten und sie mit Tanz und Liedvorträgen unterhielten. Das ist auch den Jugendlichen aus Estland und Moldawien hervorragend gelungen.
Etwas Besonderes hatten sich die Campteilnehmer aus Frankreich und aus der Ukraine einfallen lassen: Sie legten sich mächtig ins Zeug, zauberten köstliche Leckereien auf den Tisch und verwöhnten ihre Gäste außer mit Kultur zum Abschluss des Abends mit einem herzhaften Imbiss. Im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung in Sandbostel haben die Teilnehmer auch die Region kennen gelernt: Sie besuchten unter anderem das Auswandererhaus in Bremerhaven, waren in Hamburg zu Gast und nahmen an dem Sportfest in Sandbostel teil. Geplant sind ferner der Besuch des Heide-Parks in Soltau, eine Kanutour auf der Hamme sowie die Besichtigung des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge. |