Ein Besuch im ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Sandbostel zählt zu den festen Programmpunkten des deutsch-französischen Schüleraustauschs am Gymnasium Bremervörde. Dr. Klaus Volland führte die 48 jungen Franzosen über das Lagergelände und erläuterte die historischen Geschehnisse. Rund eine Millionen Kriegsgefangene -vornehmlich aus der Sowjetunion, Frankreich, Polen, Jugoslawien und Großbritannien - waren zwischen 1939 und 1945 in Sandbostel inhaftiert. Die französische Lehrerin Annie Adam übersetzte Dr. Vollands Ausführungen.
Neben dem Rundgang durch das Lager Sandbostel standen für die Jugendlichen aus Dinan und Plouer während ihres rund zweiwöchigen Aufenthaltes in Bremervörde ein Tagesausflug nach Hamburg, ein Besuch im „Universum“ in Bremen und eine Führung durch das Lüneburger Salzmuseum. Außerdem standen eine Rallye durch die Ostestadt und ein Sportfest auf dem Programm. Das Wochenende verbrachten die Austauschschüler mit ihren Gastfamilien. Seit 1981 veranstaltet das Gymnasium Bremervörde gemeinsam mit zwei Partnerschulen in der Bretagne einen Schüleraustausch, um die deutsch-französische Freundschaft zu pflegen und Sprachkenntnisse zu verbessern. Organisiert wurde der Austausch in diesem Jahr von Kathrin von der Weth, Sigrid Kollosche, Annie Adam, Dominique Ravent und Sebastien Friuox. Im Oktober waren die Schüler der Klassen 9a und 9b des Bremervörder Gymnasiums bei französischen Familien zu Gast. Seit Mittwoch vergangener Woche leben die 48 französischen Schüler bei Gastfamilien im Vörder Land. Heute treten die französischen Gäste wieder ihre rund 22-stündige Heimreise an. Aber bereits in zwölf Monaten heißt es in der Ostestadt wieder „Bienvenue à nos amis". (nb)
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