|
|
|
Bremervörder Zeitung 26. April 2010 |
Wiedersehen im Kanzleramt |
Gedenkstättenvertreter aus Sandbostel bei Treffen mit
Holocaust-Überlebenden im Bundeskanzleramt |
 |
Der Vorsitzende der Stiftung Lager Sandbostel, Karl-Heinz Buck (rechts), und der Leiter der Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel, Andreas Ehresmann (Zweiter von rechts) beim ersten Besuch des Kulturstaatsministers des Bundes, Bernd Neumann (links), in Sandbostel. Auf Einladung des Ministers gab es jetzt ein Wiedersehen im Kanzleramt in Berlin. Archivfoto: C. Borgardt |
SANDBOSTEL. Auf Einladung des Kulturstaatsministers des Bundes, Bernd Neumann, haben in der vergangenen Woche der Vorsitzende der Stiftung Lager Sandbostel, Karl-Heinz Buck und der Leiter der Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel, Andreas Ehresmann, das Bundeskanzleramt in Berlin besucht.
Buck und Ehresmann nahmen gemeinsam mit Vertretern der regionalen Gedenkstätten Ober Kuhberg (Ulm) und Hinzert (Trier) an einem Treffen mit den Holocaust-Überlebenden und Repräsentanten der internationalen KZ-Lagerkomittees Sam Bloch (New York,
Präsident der World Fédération of Bergen-Belsen), Dr. h.c. Max Mannheimer (München, Vizepräsident des Comité International de Dachau), Dr. Annette Chalut (Paris, Präsidentin Comité International de Ravensbrück) und Roger Bordage (Frankreich, Präsident des
Internationalen Sachsenhausen Komitees) teil.
Mit der Teilnahme der Vertreter der drei regionalen Gedenkstätten Oberer Kuhberg, Hinzert und Sandbostel an dem hochrangigen Treffen würdigte der Staatsminister das hohe ehrenamtliche Engagement bei einer gleichzeitig zunehmenden Professionalisierung bei diesen zivilgesellschaftlich getragenen Gedenkstätten.
Der Vorsitzende der Stiftung Lager Sandbostel, Karl-Heinz Buck, stellte in der Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt die herausragende Bedeutung des bundesweit einmaligen Barackenbestandes in Sandbostel dar und erläuterte die Finanzierung der unter anderem durch den Bund mit 712 500 Euro geförderten Umgestaltung. Andreas Ehresmann erläuterte die nun anstehenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sowie die Erarbeitung von zwei neuen großen Ausstellungen zur Geschichte und Nachgeschichte des Kriegsgefangenen- und KZ- Auffanglagers Stalag X B Sandbostel. Die anwesenden Vertreter der internationalen Überlebendenverbände zeigten sich beeindruckt von den Plänen und dem bisher Erreichten in Sandbostel. Staatsminister Neumann betonte: „Es ist eine große Ehre, dass anlässlich der Gedenktage zur Befreiung der Konzentrationslager so viele Überlebende des Holocaust nach Deutschland gekommen sind. Besonders ihre Stimmen als Zeitzeugen sind es, die mit individuellen Geschichten eine Annäherung an den Schrecken des Nationalsozialismus erlauben. Sie leisten gerade für die jüngere Generation eine unverzichtbare Vermittlungsarbeit."
Die Präsidenten der internationalen Lagerkomittees berichteten von der hohen Bedeutung, die der Erhalt der historischen Stätten ihres Leidens für die Überlebenden des Holocaust hat und sie appellierten die pädagogische Vermittlung an den Orten weiterhin zu intensivieren, (bz/ts) |
 |
Treffen im Kanzleramt: Dr. Peter Fischer (links) vom Zentralrat der Juden in Deutschland, Sam Bloch
(Vierter von links), Lilly Bloch (Mitte), Bernd Neumann (Vierter von rechts), Karl-Heinz Buck (Dritter von rechts)
und Andreas Ehresmann (Zweiter von rechts). Foto: Bundesregierung/ Plambeck |
|
| |
| |
| |
|
|
|