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Bremervörder Zeitung 11. November 2009

Stiftung erhofft sich Geld vom Landkreis

CDU/FDP-Gruppe besucht ehemaliges Lager in Sandbostel - 90-prozentige Förderung möglich

Die Mitglieder der CDU/FDP-Gruppe des Kreistages vor der so genannten gelben Baracke im Lager Sandbostel.          Foto: bz

SANDBOSTEL. „Mit diesen Projekten finden die Investitionen auf dem ehemaligen Lagergelände für längere Zeit ihren Abschluss.“ Das hat der Vorstandsvorsitzende der  Stiftung Lager Sandbostel, Karl-Heinz Buck, den Mitgliedern der CDU/FDP-Gruppe des Kreistages bei einem Besuch in Sandbostel erklärt. Gemeinsam mit dem Kuratori-    umsvorsitzenden Clement-Volker Poppe und dem Projektkoordinator Andreas Ehresmann erklärte Buck den Mitgliedern der Mehrheitsfraktion des Kreistages die in den nächsten Jahren geplanten Projekte der Stiftung. Die Gesamtkosten werden rund 1,4 Millionen Euro betragen.
Der Landkreis soll sich daran über einen Zeitraum von drei Jahren mit einem jährlichen Betrag von jeweils 50 000 Euro, also mit rund zehn Prozent, beteiligen. Vom Bund wird ein 50-prozentiger Zuschuss erhofft, das restliche Geld soll vom Land kommen. Zusätzlich soll sich der Landkreis ab 2013 zur Hälfte an den Kosten einer Planstelle beteiligen.
Die Kosten für die Dokumentationsstätte setzen sich wie folgt zusammen: Die umfassende Sanierung der so genannten gelben Baracke, in der die eigentliche Dokumentationsstätte untergebracht werden soll, kostet rund 320 000 Euro, die Erarbeitung und Erstellung einer Dauerausstellung für die Zeit von 1939 bis 1945 noch einmal 600 000 Euro.
In der so genannten CVJM-Baracke soll die Dauerausstellung über die Nachkriegs--geschichte untergebracht werden. Die Sanierung der Baracke kostet rund 100 000 Euro, die Erarbeitung und Erstellung der Ausstellung rund 250 000 Euro. Außerdem sind für Türen, Fenster und Reparaturen an den Wänden der restlichen Baracken 120 000 Euro und für ein Besucherleitsystem 25 000 Euro vorgesehen.
Ihm sei durchaus bewusst, so Karl-Heinz Buck, dass es vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftskrise nicht leicht sein werde, den Antrag positiv zu bescheiden. Aber mit dem Anteil des Landkreises könne eine 90-prozentige Förderung erreicht werden, und der größte Teil des Geldes würde im Landkreis bleiben. So konnten alle Aufträge des ersten Projektes in Höhe von 450 000 Euro an Firmen aus dem Landkreis Rotenburg vergeben werden.
Buck betonte, dass es mit der Gründung der Stiftung gelungen sei, eine inzwischen auch international bekannte und anerkannte Dokumentations- und Gedenkstätte aufzubauen. Die Besucherzahlen entwickelten sich weiter erfreulich. Auch Schulklassen meldeten sich vermehrt an. Aber die bisherige provisorische Dokumentationsstätte sei auf Dauer nicht für eine vernünftige museumspädagogische Arbeit geeignet. Auch müsse die 1998 erstellte Ausstellung überarbeitet werden, da sie nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Forschung sei.

Nach einer lebhaften Aussprache dankte Heinz-Günter Bargfrede den Vertretern der Stiftung für die umfassenden Informationen. Bargfrede: „Wenn es bei den Haushaltsberatungen um Ihren Antrag geht, wissen wir, worüber wir reden. Wir können heute keine Zusagen machen, aber wir danken Ihnen für Ihren Einsatz und wir stehen grundsätzlich hi­ter Ihren Projekten.“ (bz)






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