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Stiftung Lager Sandbostel
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Bremervörder Anzeiger 27. Januar 2010

Berlin bewilligt über 700.000 Euro

Gute Nachrichten für Stiftung Lager Sandbostel

Sandbostel (sk). Ein Brief mit besonders guten Nachrichten wird in den nächsten Tagen der Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel zugestellt: Der Bund bewilligt der Stiftung Lager Sandbostel eine Fördersumme in Höhe von 712.500 Euro.
Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur im Bundeskanzleramt, teilte die Entscheidung im Vorfeld persönlich der Abgeordneten für die Region, Dr. Martina Krogmann (CDU) mit. Gemeinsam natten die Politiker die Einrichtung im vergangenen Jahr besucht und sich ein Bild von der wechselvollen Geschichte des Lagers gemacht. „Eine wichtige und richtige Entscheidung, mit der die nationale Bedeutung von Sandbostel als ehemaliges Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager sowie die jahrelange hervorragende Arbeit der Stiftung für verantwortungsvolles Gedenken und zur Aufarbeitung der Geschichte gewürdigt wird", nannte Krogmann den positiven Bescheid aus dem Kanzleramt, den Förderantrag zu bewilligen. Die Christdemokratin weiter: „Die Erinnerungs- und Bildungsarbeit der Stiftung Lager Sandbostel ist von zentraler Bedeutung für würdiges und verantwortungsvolles Gedenken." Die Stiftung nehme die wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe wahr, die Erinnerung an Terror, Krieg und Gewaltherrschaft in Sandbostel wach zu halten und die intensive Auseinandersetzung der Öffentlichkeit mit diesen Themen zu fördern. „Die Bewilligung der Gelder bedeuten einen Quantensprung für Gedenken in Verantwortung und zur weiteren Aufarbeitung der wechselvollen Geschichte im Lager Sandbostel." 1.425.000 Euro -50 Prozent trägt der Bund, die Restsumme wird vom Land Niedersachsen, dem Land­kreis Rotenburg sowie zwei Stiftungen aufgebracht - stehen über die nächsten drei Jahre zur Verfügung, um eine umfangreiche Dokumentationsstätte einzurichten. Neben der Neubearbeitung zweier Dauerausstellungen soll das Geld auch dafür verwendet werden, zwei Baracken für Ausstellungszwecke zu sanieren und wiederherzurichten. Darüber hinaus sollen die Fassaden der historischen Unterkunftsbaracken saniert und ein Wegeleitsystem samt Informationstafeln auf dem Gelände installiert werden.

 






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